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Mareike Uehre  
Hausaufgabe zu Lyrik zur "Neuen Subjektivität"  
Gymnasium Laurentianum  
Fach: Deutsch  
Grundkurs 11, 2004  



Ohne Titel

Ich habe immer vor dem Rauschen
Dem Winde erzählt meine Geschichten,
Ich konnte nicht verhindern, dass sie mich belauschen,
konnte nicht verhindern, dass sie es berichten.

Die Häscher kamen, um mich zu holen,
mich vorzuführen dem obersten Mann,
dieser beobachtete mich ganz unverhohlen
und sagte, dass dies nicht wahr sein kann.

Wie könne denn jemand, so jung und so klein,
ein Feind seines Staates, für ihn also sein?
Er wollte schon lachen und sie des Irrtums anklagen,
Da begann ich, ihn mit fester Stimme zu fragen:

"Wart Ihr es denn nicht, werter Herr und Verbrecher,
Der Befehl gab zu morden, zu plündern und schänden,
Der raubte, was da war, bis zum ärmlichsten Becher
Als Ansporn die Gier, die Macht in den Händen?"

Er begann zu erzürnen
Und rief seine Lakaien,
Doch ich konnte türmen
Und die Gefangenen befreien.

Nun werden wir gesucht,
verfolgt und gejagt,
Doch wir machen uns Mut
Bis der Herr dieses Land nicht mehr plagt.




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