Gymnasium Laurentianum
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Referat: Kreuzzüge
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Papst Urban der 2. besprach seinen Kreuzzugsplan mit französischen Adligen. In der französischen Stadt Clermont rief er 1095 zum ersten Kreuzzug auf. Er bekehrte Ritter und Fußvolk zu Kreuzrittern, indem er eine großartige Rede hielt:
"Aus dem Land Jerusalem und der Stadt Konstantinopel
kam schlimme Nachricht: Das Volk im Perserreich,
ein fremdes Volk, ein ganz Gottloses Volk ... hat die
Länder, der dortigen Christen besetzt, durch Mord,
Raub und Brand entvölkert und die Gefangenen in ihr
Land abgeführt, teils elend umgebracht, es hat die
Kirchen Gottes gründlich zerstört oder für ihren Kult
beschlagnahmt ... Wem anders obliegt nun die Aufgabe,
diese Schmarch zu rächen, dieses Land zu befreien, als
euch. Euch verlieh Gott mehr als den übrigen Völkern,
ausgezeichneten Waffenruhm, hohen Mut, körperliche
Gewandtheit und Kraft.. Besonders bewegen möge uns das
heilige Grab, unseren Herren und Erlösers... Kein Besitz,
keine Haussorge, soll euch fesseln.Denn dieses Land, in
dem ihr wohnt, ist allenthalber von Meeren un Gebirgszügen
umschlossen und von euch beängstigent dicht besiedelt. Es
fließt nicht vor Fülle und Wohlstand über und liefert dem
Bauern die bloße Nahrung. Daher kommt es, dass ihr
gegeneinander Krieg führt. Aufhören soll unter euch der
Hass, schweigen soll der Zank, ruhen soll der Krieg,
einschlafen soll aller Meinungs- und Rechtsstreit.
Tretet den Weg zum heiligen Grab an, nehmt das Land dem
gottlosen Volk, macht es euch untertan! Gott gab dieses
Land in den Besitz der Söhne Israels; die Bibel sagt,
dass dort Milch und Honig fließen. Jerusalem ist der
Mittelpunkt der Erde, das fruchrbarste Land aller Länder...
Bestreitet also diesen Weg, zur Vergebung eurer Sünden."
Die aufgehetze Menge antwortete ihm: "Gott will es!" Viele Ritter nähten sich Stoffkreuze auf ihr Gewand und
zeigten damit, dass sie der Aufforderung des Papstes zum bewaffneten Kampf gegen die Muslime Folge leisten wollten.
In spähterer Zeit wurden sie deshalb Kreuzritter genannt. Überall im Land riefen Geistliche zum Kampf auf, zum Lohn versprachen sie den Erlaß der Sünden. Begeistert brachen Menschen, besonders in Frankreich und Italien auf, um als
Pilger und Kämpfer für Gott diesen grausamen Weg anzutreten.
So auch Peter von Amiens, ein normaler Bettler. Er schaffte es, dass ihm eine große Masse von
einfachen Leute nach Jerusalem folgte. Er war schmutzig, ritt wie Jesus auf einem Esel und verkündete den Armen
die Botschaft einer besseren Welt und von himmlischen Lohn. Viele Arme nahmen diese Botschaftgerne auf, da sie
ein besseres Leben versprach. Ein Leben ohne Hunger und Armut. Unzurreichend ausgerüstet, aber voller Begeisterung
zogen sie in mehreren Gruppen los. Keine dieser Gruppen erreichte jemals das Heilige Land. Der Zug des Bettlers
wurde von den Seldschunen in Kleinasien niedergemacht.
Doch daheim wirkte sich der Kreuzzug schlimm auf die jüdischen Gemeinden aus. Kreuzritter überfielen die Gemeinden in Speyer, Worms, Mainz und Köln. Diese Fanatiker dachten das
die Juden an dem Tod Christis schuld sein und forderten Vergeltung. Sie raubten diese Gemeinden aus und finanzierten
so den Kreuzzug zum heiligen Grab.
Als die Kreuzritter 1096/97 und tausende von Fußsoldaten und unbewaffneten Begleitern unter den F¨rsten Gottfried von Bouillon, Raimond von Toulouse und Bohemont von Tarent sich von Konstantinopel aus,
auf den Weg nach Jerusalem machten, wußten sie nicht was dies für eine gefahrvolle Reise werden würde. Vier Monate
lang zog das Heer durch die Sommerhitze Kleinasiens bis sie Antiochia erreichten. Die Stadt wurde innerhalb weniger
Tage erobert. Danach marschierten die Truppen weiter in Richtung der Heiligen Stadt. Nach dreijährigen Marsch
erreichten die Ritterheere im Juni 1099 die Mauern Jerusalems. Gewaltmärsche, Streitigkeiten, Sommerhitze und
Streitigkeiten im eigenen Heer lagen hinter ihnen. Doch jetzt stand den Kreuzfahrern die schwierige Belagerung
Jerusalems bevor, denn die Muslime war gut vorbereitet. Der erste Angriff der Kreuzritter wurde von einem Pfeilregen
der Muslime gestoppt. Nach Gottesdiensten und Gebeten wagten die Christen den entscheidenen Angriff. Es gelang
ihnen die Mauern niederzurei&szuml;en und in die heilige Stadt einzudringen. In einem riesigen Massaker beschlagnahmten
sie die Stadt.
Nach der Eroberung ließen die meisten Kreuzfahrer in der Gegend nieder. Sie wurden sozusagen
orientalisch. Sie übernahmen viele Sitten von den Einheimischen. Den Häuserbau, die Kleidung und sogar das tägliche Bad. Dafür übernahmen die Muslime viele Eigenschaften der Christen, wie Verwaltungs- und Herrschaftsmethoden.
Die italienischen Seestädte Venedig, Pisa und Genua pflegten Handelskontakten zu den Arabern und waren deshalb
sehr skeptisch gegenüber des Kreuzzugs. Aber nach dem ersten Kreuzzug sahen sie im Transport von Rittern,
Kaufleuten, Pilgern und Waffen die Möglichkeit, größere Gewinne zu machen. Sie gründeten Kaufmannssiedlungen
im Orient und trieben regen Handel mit den Muslimen.
Der ägyptische Sultan Saladin verstand es, die miteinander verfeindeten muslimischen Staaten zu vereinen
und eine mächtige Armee aufzustellen. 1187 eroberten seine Heere Jerusalem zurück. 104 Jahre später,
fiel mit der Hafenstadt Akkon der letzte christliche Stützpunkt. Es folgten noch weitere aber erfolglose
Kreuzzüge. Das Papsttum, das durch die Kreuzzüge zur höchsten weltlichen Machtfülle gekommen war, verlor immer
mehr an Ansehen. Aber auch der Glaube an Christus war erschüttert worden.
Ich bedanke mich bei der Seite http://www.blinde-kuh.de/ritter/ dafür das ich diese Bilder benutzen darf und weise darauf hin das die Bilder auf dieser Seite urheberrechtlich geschützt sind.
Autor: Jan Zitlau
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