Gymnasium Laurentianum
[
Referat: Meerschweinchen
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Schon immer war das drollige Tierchen ein idealer Spielgefährte für Kinder, denn
es lässt sich gern streicheln und knuddeln, kratzt und beißt nicht, außer
es fühlt sich stark bedroht oder gestört, und fühlt sich in Gesellschaft
anderer Artgenossen oder Menschen am wohlsten. Zwei Meerschweinchen leben friedlich
zusammen und streiten sich nur selten ums Futter. Trotz ihres plumpen Körperbaus sind
die Meerschweinchen sehr beweglich und erkundungsfreudig- sie klettern gern auf erhöhte
Plätze und genießen mit ihren blanken Augen die Aussicht. Außerdem fressen
Meerschweinchen sehr gern und verbringen mit dieser Beschäftigung viel Zeit. Die
Jungen kommen voll entwickelt auf die Welt, können sofort laufen und feste Nahrung
fressen.
Mit dem Schwein hat das Meerschweinchen, außer dass es quiekt, nichts zu tun.
Vielmehr ordnete man es wegen des typischen Nagergebisses der Familie der Nagetiere zu. Es
stammt aus Mittel- und Südamerika und lässt sich schon vor 40 bis 35 Millionen
Jahren nachweisen. Der Wandel vom Wild- zum Hausmeerschweinchen hat zwischen 9.000 und 3.000
v. Chr. stattgefunden. Offenbar suchten die Tiere von sich aus in den Häusern der Menschen
Schutz und Wärme, ernährten sich Von Küchenabfällen und wurden von den
Menschen zuerst geduldet und anschließend gezüchtet. Bei den Inkas wurden sie nicht
nur als Leckerbissen geschätzt, sondern dienten auch als Opfertiere für den
Sonnengott. Braun- oder weißgescheckte Tiere waren besonders beliebt.
Überliefert
ist, dass holländische Kaufleute die zutraulichen und gutmütigen Tier gut für
ihre Kinder zum Spielen fanden und sie um 1670 mit in die Niederlande nahmen. Sie kamen
also über das Meer zu uns, was ihnen zu ihrem Namen verhalf.
Schon bald begann man, mit
ihnen zu züchten, und verkaufte sie nach England und Frankreich. In Deutschland
anerkannt sind die Rassen Normalhaar (kurze, eng am Körper anliegende
Haare, einheitliche Grundfarbe), Englisch und American Crested (glatthaarig
mit einer einzigen Rosette in der Mitte der Stirn), Rosette (8-10 Rosetten
gleichmäßig auf dem Körper verteilt, struppig), Langhaar (lange,
dichte und glänzende Haare mit Wirbeln), Sheltie (lange, glatte Haare),
Satin (seidige, glänzende Haare, sehr feines, dichtes Fell), Rex (gewelltes
oder gelocktes Haar) und Texel (Kreuzung aus Sheltie und Rex). Noch
nicht anerkannte Züchtungen, die sich aber zunehmender Beliebtheit erfreuen, sind
Corenet, Teddy, Alpaka und Merino.
Meerschweinchen mäkeln
nicht am Essen herum. Sie fressen die verschiedensten Pflanzenstoffe, von der Wurzel bis zu
den Blättern, Körner ebenso wie frische, saftige Pflanzen, Obst und Kräuter
und vor allen Dingen Heu. Allerdings haben Meerschweinchen einen bestimmten Bedarf an
Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett, Mineralien und Vitaminen, das heißt, auf ihrem
Speisezettel sollte Abwechslung herrschen. Zudem brauchen sie neben dem richtigen Futter auch
viel Bewegung. Tiere, die nur im Käfig hocken, fressen aus lauter Langeweile mehr, als
ihnen guttut. Haben sie jedoch genügend Auslauf, stillen sie ihren Hunger nur nach
Bedarf.
Alles in Allem ist das Meerschweinchen ein gut geeignetes Haustier dessen Pflege
aber auch einige Zeit in Anspruch nimmt.
Dies ist ein glatt- und langhaariges Meerschweinchen. Die Fellfarbe ist weiß (überwiegend am Bauch und an der Nase), orange bis hellbraun so wie schwarz (am linken Auge).
Meerschweinchen sind sehr verspielte Tiere und benötigen daher einige Aufmerksamkeit! Doch sollte man sie nicht überfordern, und ihnen ständig Gelegenheit bieten sich in Häuschen o.Ä. zu verkriechen.
Hier sehen wir das gleiche Meerschweinchen wie oben noch einmal neben einem Stoffkaninchen. Wie auf einem Foto weiter oben zu sehen, verstehen sich Meerschweinchen auch ausgezeichnet mit echten Kaninchen. Man sollte nur darauf aufpassen, dass man nicht Männchen und Weibchen zusammensetzt, denn das könnte zu unerwünschtem Nachwuchs führen. Andernfalls muss das Männchen kastriert werden.
Auf diesem Foto sieht man, dass Meerschweinchen sich auch durchaus mit Hunden verstehen können. Aber Vorsicht: Nicht jeder Hund kommt mit Meerschweinchen so gut aus wie dieser!! Man sollte Hund und Meerschweinchen langsam aneinander gewöhnen, indem man die Tiere zum Schnuppern erst einmal durch ein Gitter trennt. An der Reaktion der Tiere kann man erkennen, ob sie sich mögen, oder ob sie eher Angst voreinander haben.
Hier ist Kuscheln angesagt!! Meerschweinchen lieben es gestreichtelt und geknuddelt zu werden! Sie kuscheln auch liebend gerne mit ihren Artgenossen!!
Meerschweinchen benötigen viel Auslauf! Am besten ist es für sie, wenn sie von ihrem Stall einen direkten Zugang zum Auslauf haben.
Meerschweinchen leben nicht gern allein, und deshalb sollte man sich Meerschweinchen immer im Doppelpack anschaffen, denn so wird es ihnen nie langweilig. Wenn eines der beiden allerdings irgendwann stirbt, sollte man vorsichtig bei der Anschaffung eines Nachfolgers vorgehen. Oft wird der neue Partner nicht angenommen.
Svenja Beller
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