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Gymnasium Laurentianum
[  Referat: Kaiser Augustus  ]
 
 
Caesar    Augustus    Tiberius
 
 

Kaiser Augustus

von Georg Hoss

Büste des Augustus Gaius Octavius lebte von 63 v. Chr.-14 n. Chr. Er wurde als Sohn des Ritters Octavius und seiner Frau Attia, Tochter der Julia einer Schwester des Julius Cäsar in Rom geboren. Cäsar kümmerte sich intensiv um seinen Großneffen und verschaffte ihm eine Stelle im Priesterkolegium der Pontifices. Während seines Armeedienstes in Illyrien im Jahre 44 v. Chr. wurde Cäsar ermordet. Octavius eilte nach Rom und erfuhr, dass Cäsar ihn adoptiert und als Erben eingesetzt hatte. Daraufhin nahm er den Namen Gaius Julius Cäsar Octavianus an.

Regierungszeit von 44 v. Chr. - 29 v. Chr.

Nach einigen Streitigkeiten mit Cäsars ehemaligen Weggefähten Marcus Antonius verbündete sich Octavian 43 v. Chr. mit diesem und dem General Marcus Aemilius zum sogenanten Zweiten Triumvirat(Dies Wort bedeutete im alten Rom ein Interessenzusammenschluss dreier Persönlichkeiten auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen; das Erste Triumvirat wurde 60 v. Chr. ebenfalls als politisches Bündnis zwischen Cäsar, Pompeius und Crassus gebildet). Das erste Ziel des Bündnisses bestand in der Verfolgung und Auslöschung der Cäsarmörder und Helfer. Insgesamt 300 Senatoren und 200 Ritter sind getötet worden. Die Hauptattentäter Marcus Junius Brutus und Gaius Cassius Longinus endeten durch Selbstmord. Die Triumvirn teilten das römische Reich unter sich auf, wobei Octavian den wichtigsten westlichen Teil erhielt. Um Marcus Antonius noch fester an sich zu binden, gab Octavian ihm Seine Schwester Octavia zur Frau.

Das Ende des Triumvirats kam durch die Machtaufgabe des Lepidus und den Sieg des Octavian über Marcus Antonius in der Seeschlacht bei Actium 31 v. Chr. Dieser Konflikt war unausweichlich geworden, da Marcus Antonius sich von Octavia getrennt hatte, Cleopatra von Ägypten geheiratet hatte und Cäsarion, Cleopatras Sohn mit Cäsar, als Mitregenten anerkannt hatte und somit Octavians Stellung als alleiniger Nachfolger Cäsars bedrohte. Nach der verlorenen Schlacht begingen Marcus Antonius und Cleopatra Selbstmord und Cäsarion wurde umgebracht. Somit war Octavian Alleinherrscher; er kehrte im Triumphzug nach Rom zurück und empfing den Titel "Imperator"(unumschränkte Machtvollkommenheit).

Statue des Augustus als Feldherr       Statue des Augustus als Priester
Statue des Augustus als Feldherr Statue des Augustus als Priester
Regierungszeit von 29 v. Chr. - 14 n. Chr.

27 v. Chr. verlieh ihm der römische Senat neben weiteren Ämtern(Oberbefehlshaber der Streitkräfte auf Lebenszeit, Oberster Priester) den Titel "Augustus". Diese unglaubliche Machtvollkommenheit war gestützt durch ein großes Heer (10.000 Soldaten außerhalb von Rom, 4.000 Soldaten in Rom, 25 Legionen(je 6.000 Soldaten) im Reich verteilt). Zweimal im Jahr mussten die Soldaten einen Eid schwören. Insgesamt war Octavian bestrebt, die demokratischen Einrichtungen formell bestehen zu lassen. Auch hat er während seiner Alleinherrschaft selbst keine Kriege geführt. Er war aber über die blutige Niederlage des Varus im in Germanien (40.000 gefallene römische Soldaten) total erschüttert und erklärte den Tag der Niederlage als Trauertag. Octavian war ein Anhänger der Künste und Wissenschaften. Er war mit den Dichtern Ovid, Horaz, Vergil und mit dem Geschichtsschreiber Livius befreundet und ließ ihre Talente durch Maecenas fördern. Er erließ strenge Luxus- und Ehegesetze und errichtete in Italien öffentliche Tempel und andere Gebäude. Wirtschaftlich förderte er besonders die Landwirtschaft Italiens. In seinen drei Ehen schenkten ihm seine Frauen drei Kinder. Da Drusus und Julia starben trat Tiberius die Nachfolge an, als sein Vater am 19. August 14 n. Chr. starb.

Aureus des Augustus       Denar des Augustus
Historische Bewertung

Augustus wird in der Antike und in der Neuzeit unterschiedlich beurteilt. Einige Historiker kritisieren sein skrupelloses Machtstreben. Andere dagegen, darunter auch Tacitus, ein Verfechter der Republik, äußern sich anerkennend über seine Qualitäten als Herrscher und seine Leistungen zur Stabilisierung des römischen Staates.


 
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