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Der Text "Das Lied der Deutschen" wurde 1841 von August Heinrich Hoffmann (1798-1874), genannt August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, zu der Melodie der "Kaiserhymne" von Joseph Haydn geschrieben, die in jener Zeit als Nationalhymne des kaiserlichen Österreichs diente. "Das Lied der Deutschen" wurde schnell populär. Der Dichter: Hoffmann von Fallersleben wurde am 2. April 1798 in Fallersleben bei Helmstedt geboren. Zwischen 1823 und 1838 war er als Bibliothekar an der Universität von Breslau (heute Wroclaw, Polen) tätig und war dort Professor für deutsche Sprache und Literatur. 1842 wurde Hoffmann von Fallersleben aufgrund seiner nationalliberalen Gesinnung seines Amtes enthoben und des Landes verwiesen. Grund waren die "Unpolitische Lieder" (1840/41) betitelten Gedichte, in denen er seine politischen Standpunkt zum Ausdruck brachte. Eines dieser Gedichte ist "Das Lied der Deutschen", das er 1841 während eines Aufenthalts auf Helgoland, das damals zu Großbritannien gehörte, verfasste. 1848 wurde Hoffmann rehabilitiert und wirkte ab 1860 als Bibliothekar des Prinzen Viktor zu Hohenlohe-Schillingsfürst auf Schloss Corvey bei Höxter. Dort verfasste er den Zyklus der "Vaterlandslieder" (1871). Neben seiner politischen Lyrik veröffentlichte er auch Lieder , von denen vor allem die Kinderlieder bekannt wurden (" Alle Vögel sind schon da" , " Morgen kommt der Weihnachtsmann" ). Er starb am 19. Januar 1874 auf Schloss Corvey, das heute zu Höxter gehört. Der Komponist: Franz Joseph Haydn (1732 - 1809) wurde am 31.3.1732 wurde als zweiter Sohn von 12 Kindern eines armen Stellmachers geboren, der mit seiner Harfe umherzog und dazu sang. Mit 6 Jahren nahm der Lehrer Frankh in Heinburg, ein Verwandter, Joseph Haydn zu sich und unterrichtete ihn nicht nur im Singen, sondern auch in dem Umgang mit Blas- und Streichinstrumenten. Dadurch wurde der Grund zu seiner nachherigen Wirksamkeit als Instrumentalkomponist gelegt. Nach einigen Jahren kam er als Chorknabe an die Stephanskirche in Wien, wo er neben klassischen Gesangsunterricht auch Unterricht im Instrumentalspiel und in der Komposition bekam. Mit beginn des Stimmbruchs hielt er sich mühsam durch Musikunterricht und kleineren Auftritten über Wasser, bis Carl Phillip Emanuel Bach sechs seiner Sonaten in die Hände fielen. Von da an ging es aufwärts. Nach der Stelle eines Akkompagnisten und Dieners bei dem Gesangsmeister Porpora, eines Musikdirektors bei dem Grafen Morzin wurde er 1761 Kapellmeister des Fürsten Paul Anton Esterhazy in Eisenstadt. 1790 -1792 und 1794 -1795 folgte er wiederholten Einladungen nach London, wo er unter anderem die Doktorwürde der Universität Oxford erhielt. Zwischen den beiden Londoner Aufenthalten war Haydn in Wien der Lehrer von Ludwig van Beethoven. Seine besondere musikalische Leistung liegt vor allem in der Entwicklung der Sinfonie und des Streichquartetts und in der Vollendung der Sonatensatzform. Haydn leitete die Wende vom Barock in die Klassik ein, indem er die zentralen Merkmale der Wiener Klassik herausbildete, die nachher von seinem Schüler Ludwig van Beethoven und nachher von Wolfgang Amadeus Mozart zur endgültigen Vollendung gebracht wurden. Außerdem stammt von ihm das Kaiserquartett mit dem Variationssatz über die 1797 komponierte Kaiserhymne, die später die österreichische und schließlich die deutsche Nationalhymne wurde. Haydn starb am 31. Mai 1809 in Wien. Die Hymne: In der Weimarer Republik wurde das Lied zur Nationalhymne. 1922 wurde die erste Strophe dieses Textes ("Deutschland, Deutschland über alles") durch eine Verordnung des Reichspräsidenten Friedrich Ebert zur deutschen Nationalhymne erklärt. 1950 wurde beschlossen nur noch die dritte Strophe des Deutschlandliedes ("Einigkeit und Recht und Freiheit") zu singen, da die ersten beiden Strophen in anderen Ländern falsch verstanden werden könnten. Die Suche nach einer andere Hymne für die neue Bundesrepublik Deutschland mißlang. 1952 einigten sich Bundespräsident Theodor Heuss und Bundeskanzler Konrad Adenauer in einem Briefwechsel wieder auf diese Nationalhymne. Nach der Wiedervereinigung bekräftigten 1991 Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Bundeskanzler Helmut Kohl das erneut in einem Briefwechsel. Quellen: "Weltgeschichte im Überblick", Bernd Legath, Ulrich Meer, Ulrich W. Rutzenhöfer, Adelheid Schmidt-Thomé; Propyläen Weltgeschichte; Meyers Taschenlexikon; Brockhaus; Deutsches Historisches Museum |