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LAU RAP 2K in der Lokalpresse |

Titelseite, 17. Oktober 2000
Laurentianum auf der Siegerstraße
Warendorf (hjk) Das Gymnasium Laurentianum ist beim
mit 60 000 Mark dotierten
Microsoft-Wettbewerb "Road
Ahead Prize" unter den Siegern gelandet. Das Thema war
"50 Jahre Bundesrepublik".
Rund 50 Schüler haben an dem
Internet-Multimediaprojekt
mitgewirkt. Am Mittwoch, 25.
Oktober, ist die Preisverleihung in Berlin.
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Zum "Making Of"
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1.Lokalseite, 17. Oktober 2000
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Auf nach Berlin: Am 24. Oktober fahren 46 Schüler
des "RAP2K-Teams" in die Bundeshauptstadt. Dort
wartet mit der Besichtigung des Reichstags und der Filmstudios Babelsberg ein
attraktives Rahmenprogramm. Höhepunkt ist aber die Preisverleihung des
"Road Ahead Prize 2000".
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Microsoft-Wettbewerb
Laurentianum auf der Siegerstraße |
Warendorf (hjk). Das Gymnasium Laurentianum ist beim
mit insgesamt 60 000 Mark dotierten Microsoft-Wettbewerb
"Road Ahead Prize" unter den
Siegern gelandet. Rund 50 Schüler haben an dem Internet-Multimediaprojekt mitgewirkt. Sie
reisen zur Preisverleihung am Mittwoch, 25. Oktober, nach Berlin.
Der deutschlandweit ausgeschriebene Wettbewerb stellte an
Schulen die Aufgabe, in einer
multimedialen Präsentation das
Thema "50 Jahre Bundesrepublik" im Internet zu behandeln -
und das möglichst kreativ und
vielschichtig. Für Informatiklehrer vom "Lau", Harald M. Otto,
kam die Ausschreibung gerade
recht. Zu Beginn des Schuljahrs
1999 wollte er in den Informatikgrundkursen für die Klassen elf
und zwölf die Programmiersprache behandeln - da motiviert eine
praktische Anwendung besonders. Die Projektgruppe nahm
sich vor, die Geschichte Warendorfs als Beispiel für die
Entwicklung der Bundesrepublik
aufzuarbeiten. Eine clevere Entscheidung, konnten doch so die
Aufgaben auf viele Schultern
verteilt werden: Jeder Schüler
nahm sich ein Jahr vor und
sammelte dazu Informationen.
Außerdem war man sich hoher
Aufmerksamkeit sicher, denn
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Warendorf feiert just das vor 800
Jahren verliehene Stadtrecht.
Auch technisch gingen die
Schüler wie Profis vor. Grafiken,
Video- und Musikfrequenzen
sind wie selbstverständlich in die
Webseiten eingebaut - und Fehlermeldungen sucht man vergebens. Archive wurden zu
Klassenzimmern. Die Projektteilnehmer, die sich schnell selbstbewusst "RAPper" (Road Ahead
Prize) nannten, recherchierten dort ihre Textbeiträge zu 50
Jahre Warendorf. Thomas Gewering aus der 12. Klasse, hatte
beispielsweise das Jahre 1984 übernommen. Ein Emshochwasser suchte damals Warendorf
heim und überschwemmte die
gerade stattfindende Regionalmesse. Innerhalb von zwei Stunden sah es in Warendorf wie nach
einem Monsunregen aus: Die
Ausstellungshallen stand bis zu
1,70 Meter unter Wasser. Besonders spannend wird es auf der
Projekt-Homepage, wenn sich die Lokalgeschiehte mit "großer"
Geschichte kreuzt. 1954 etwa schritt der äthiopische Kaiser
Haile Selassie mit dem späteren Bundespräsidenten Dr. Heinrich
Lübke, damals Landwirtschaftsminister, würdevoll über einen
roten Teppich im Warendorfer
Bahnhof. (Weiterer Bericht auf
Lokalseite 2.)
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Zum "Making Of"
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2.Lokalseite, 17. Oktober 2000
Lehrer Harald M. Otto als Trainer
Laurentianer können stolz auf jede Seite sein |
Warendorf (gl). Auf der Siegerstraße befinden sich die
Schüler des Laurentianum mit ihrem
Internet-Projekt beim Microsoft-Wettbewerb.
Nach anfänglicher Skepsis, ob
sich der ganze Aufwand überhaupt auszahlen werde, arbeitete
die Gruppe sogar in ihrer Freizeit.
Weltereignisse wie der Vietnamkrieg oder der Absturz der
Raumfähre Challenger wurden
auf einem Zeitstrahl neben die
lokale und nationale Geschichte
gestellt und die Texte durch
Bilder ergänzt.
Lehrer Harald M. Otto verstand es, seine Schüler immer
wieder zu motivieren. "Ich bin
ein guter Trainer", erklärt Otto
offen und setzte auf Tricks. Als
das Projekt immer länger dauerte, organisierte er zum Beispiel
ein Treffen mit Telekomchef Ron
Sommer und Bundeskanzler
Gerhard Schröder. Auf einer
Pressekonferenz der Initiative
"Schulen ans Netz" präsentierten die Warendorfer dann ihr
Projekt. Auf einem Foto im Netz
ist die für das Layout verantwortliche Schülerin Hyun-A Cho
mit dem Bundeskanzler höchst
persönlich zu sehen.
Stolz auf die Leistung, aber
nicht überheblich, sind die RAPper auf jeden Fall. Besonders die
eigenen Seiten zu den einzelnen
Jahren haben die Schüler beim
Tag der offenen Tür ihren Eltern
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und Freunden vorgeführt. Am
Anfang hatten Freunde noch
etwas spöttisch gefragt: "Na,
wann fahrt ihr denn zu Bill
Gates?", erzählt Thomas Gewering. Nach dem Einzug in die
Finalrunde hat sich das in mächtiges Erstaunen gewandelt.
Bis zuletzt ließen sich die
Warendorfer Neues einfallen. Ergebnis: Sie kamen unter 450
Schulen aus ganz Deutschland unter die vier Besten und sind zur
großen Preisverleihung mit dem neuen Microsoftchef Steve
Ballmer nach Berlin eingeladen. So
wurde in letzter Minute "Dr.
RAP" von Thomas Gewering als
Chatfenster eingebaut, das über
Fragen automatisch informiert,
die man zur Homepage stellen
will. Ein spektakuläres Intro
eröffnet die Zeitreise durch die
Geschichte. Inklusive solcher
Kabinettstückchen haben die
Warendorfer Schüler insgesamt
1031 Dateien ins Netz gestellt -
immerhin eindrucksvolle 14,6
Megabyte. Auch historisch Wertvolles ist zu sehen.
Zum Beispiel die professionell
geführten Interviews mit 30 Zeitzeugen, darunter Prominente wie
Jürgen W. Möllemann, und mit
dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, der
als gebürtiger Warendorfer sogar
persönlich ins Laurentianum kam.
Internet: www.laurentianum.waf-online.de/rap2k/lpstart.htm
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Zum "Making Of"
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Radio WAF erhielt
am 16.10. eine Pressemitteilung von Microsoft und machte daraus
einen kurzen Bericht für ihre Lokalnachrichten. Außerdem stellte
Radio WAF die Nachricht auf ihre Website.
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Zum "Making Of"
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18. Oktober 2000
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Einen der vier Hauptpreise beim Road Ahead Prize von Microsoft
gewannen rund 50 Schüler des Gymnasium Laurentianum. Am 25. Oktober
fahren sie zur Preisverleihung nach Berlin. Bereits im Mai zeigte
Informatiklehrer Harald Otto sich zuversichtlich.
Foto: Fiegl
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Laurentianer auf dem Weg nach vorn
Microsoft-Chef übergibt Preis in Berlin |
Warendorf. Wer vor dem
mehrstöckigen Flachdachgebäude aus Sichtbeton steht,
mag kaum glauben, dass dies
ein Traditionsgymnasium
sein soll. Doch das Laurentianum Warendorf wurde tatsächlich 1329 als
Lateinschule gegründet, und auch heute
noch beginnen viele Fünftklässler ihren Fremdsprachenunterricht mit Latein.
Außer dem postmodernen
Bau passt noch etwas nicht so
ganz zum Bild eines Traditionsgymnasiums "Informatik
ist ein fester Bestandteil des
Schulprofils", schreibt Schulleiterin Ermer auf der Homepage des Laurentianum. Dahinter
verbirgt sich nicht nur
der Zeitgeist, sondern eine
richtungsweisende Einbindung von Computern in den
Schulalltag. Jüngstes Beispiel
für die digitale Vorreiterrolle
des Laurentianum: Die erfolgreiche Teilnahme am Microsoft Road Ahead Prize. Das
fast 50-köpfige Schülerteam
belegte einen der vier Hauptpreise bei dem deutschlandweit ausgeschriebenen
Wettbewerb. Die Schüler stellten
sich der Aufgabe, in einer
multimedialen Präsentation
das Thema "50 Jahre Bundesrepublik" im Internet möglichst kreativ und
vielschichtig zu behandeln. Für Informatiklehrer Harald M. Otto
kam die Ausschreibung gerade recht. Zu Beginn des Schuljahres 1999 wollte er in den
Informatikgrundkursen für die Klassen 11 und 12 die Programmiersprache HTML
behandeln, da motiviert eine
praktische Anwendung besonders. Die Projektgruppe - sie war schnell auf knapp
50 Schüler angewachsen - nahm sich vor, die Geschichte Warendorfs als
Beispiel für die Entwicklung der
Bundesrepublik aufzuarbeiten. Eine clevere Entscheidung, konnten doch so die
Aufgaben auf viele Schultern
verteilt werden: Jeder Schüler
nahm sich ein Jahr vor und
sammelte dazu Informationen.
Auch technisch gingen die
Schüler wie Profis vor. Grafiken, Video- und Soundclips
sind wie selbstverständlich in
die Webseiten eingebaut.
Sonst ziemlich ruhige Orte
wie das Kreisarchiv und die
Archive der Lokalzeitungen
glichen auf einmal pulsierenden Klassenzimmern. Die Projektteilnehmer, die sich
schnell selbstbewußt "RAPer"
(Road Ahead Prize) nannten,
recherchierten dort ihre Textbeiträge zu 50 Jahren Warendorf. Thomas Gewering aus
der 12. Klasse hat beispielsweise das Jahr 1984 übernommen. Ein Emshochwasser
suchte damals Warendorf
heim und überschwemmte die
gerade stattfindende Regionalmesse. Innerhalb von zwei
Stunden sah es in Warendorf
wie nach einem Monsunregen
aus: Die Ausstellungshallen
standen bis zu 1,70 Meter
hoch unter Wasser. Besonders
spannend wird es auf der Projekt-
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Homepage, wenn sich die
Lokalgeschichte mit "großer"
Geschichte kreuzt. 1954 etwa
schritt der äthiopische Kaiser
Haile Selas sie - Spitzname
"Negus" - mit dem späteren
Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke, damals Landwirtschaftsminister, würdevoll
über einen roten Teppich im
Warendorfer Bahnhof.
Nach anfänglicher Skepsis,
ob sich der ganze Aufwand
überhaupt auszahlen werde,
arbeitete die Gruppe sogar in
ihrer Freizeit. Lehrer Harald
M. Otto verstand es, seine
Schüler immer wieder zu motivieren. "Ich bin ein guter
Trainer", erklärt Otto offen
und setzte auf Tricks. Als das
Projekt immer länger dauerte,
organisierte er zum Beispiel
ein Treffen mit Telekomchef
Ron Sommer und Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Stolz auf die Leistung, aber
nicht überheblich, sind die
RAPer auf jeden Fall. Besonders die eigenen Seiten zu den
einzelnen Jahren haben die
Schüler beim Tag der offenen
Tür ihren Eltern und Freunden vorgeführt. Am Anfang
hatten Freunde noch etwas
spöttisch gefragt. "Na, wann
fahrt ihr denn zu Bill Gates?",
erzählt Thomas Gewering.
Nach dem Einzug in die Finalrunde hat sich das in mächtiges Erstaunen und bare
Bewunderung gewandelt.
Bis zuletzt ließen sich die
Warendorfer Neues einfallen.
Ergebnis: Sie kamen unter 450
Schulen aus ganz Deutschland
unter die vier Besten und
sind zur großen Preisverleihung mit dem neuen Microsoftchef Steve Ballmer nach
Berlin eingeladen. So wurde
in letzter Minute Dr. RAP von
Thomas Gewering als Chatfenster eingebaut, das über
Fragen automatisch informiert, die man zur Homepage
stellen will. Inklusive solcher
Kabinettstückchen haben die
Warendorfer Schüler insgesamt 1031 Dateien ins Netz gestellt - immerhin
eindrucksvolle 14,6 Megabyte.
Auch historisch Wertvolles
ist zu sehen. Zum Beispiel die
journalistisch profi-mäßig geführten Interviews mit 30
Zeitzeugen, darunter Promis wie Jürgen W. Möllemann, der
die Websites über die Olympischen Spiele und die Wiedervereinigung am eindrucksvollsten findet, und mit dem
Vorsitzenden des Zentralrates
der Juden, Paul Spiegel, der
als gebürtiger Warendorfer sogar persönlich ins Laurentianum kam und großes
Interesse für das Webprojekt zeigte.
Auch wenn man am Jahresende mit dem Stoff im Fach Informatik nicht fertig geworden
ist, ist Thomas Gewering zufrieden: "Irgendwie haben wir
doch alles gelernt."
Internet-Adresse der Schul-Website: www.laurentianum.waf-online.de/rap2k/lpstart.htm
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Zum "Making Of"
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18.Oktober 2000
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Der Road Ahead Prize
ist ein von Microsoft Deutschland bundesweit
veranstalteter Schulwettbewerb, der in diesem
Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Er ist nach
dem Buch "The Road Ahead" von Bill Gates benannt. In deutscher Ausgabe ist es unter dem
Titel "Der Weg nach vorn" erschienen.
Der aktuelle Wettbewerb startete im Sommer
1999 und hatte die Themen "50 Jahre Bundesrepublik Deutschland"
Der Weg nach vorn endet in Berlin
für die Klassen sechs bis 13
und "Deine Stadt, dein
Bundesland, die Bundes-
republik" bis Klasse fünf
zur Aufgabe. Der Wettbewerb soll den Einsatz von
Informationstechnologie fördern. Die teilnehmenden Schulen wurden dazu mit Software
ausgestattet, die besten Arbeiten
werden mit Preisgeldern
in Höhe von 60 000 Mark
prämiert. Die Auswahl
der Sieger, zu denen jetzt
auch die Lau-Schüler gehören, erfolgt durch eine
unabhängige Jury.
Die Preisverleihung am
25. Oktober im Berliner
Tränenpalast nimmt Microsoft-Präsident und
CEO Steve Ballmer vor.
Sämtliche Präsentationen
der Schulen sind im Internet unter
www.microsoft.com/german/forschungslehre/schueler/aktiv/road2000 zu sehen.
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Zum "Making Of"
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