Helmut Schmidt, SPD, war als junger Politiker ein beachteter Debattenredner, "Schmidt-Schnauze". Als Bundeskanzler wurde er zweimal wiedergewählt. Sein Arbeitsschwerpunkt war die Wirtschafts- und Finanzpolitik. So machte er die Bundesrepublik Deutschland zu einem wichtigen politischen und ökonomischen Faktor in Europa und der Welt. Gegen Ende seiner Amtszeit stand er in einigen Fragen
(NATO-Doppelbeschluss) im Widerspruch zu Teilen seiner Partei.
| 1918 | Helmut Schmidt wird am 23. Dezember in Hamburg geboren. |
| 1949 | Er wird nach Abschluß des Studiums der Staatswissenschaften Diplom-Volkswirt. |
| 1953 | Er ist bis 1990 (Unterbrechung von 1962-65) Mitglied im Deutschen Bundestag. |
| 1962-65 | In diesem Jahr wird er zum Innensenator der Stadt Hamburg gewählt. In diesem Amt bewährt er sich besonders bei der Bewältigung der großen Flutkatastrophe von 1962. |
| 1967 | Er ist bis 1969 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. |
| 1969-72 | Bis 1972 Bundesminister der Verteidigung. |
| 1972 | Er wechselt als Bundesminister zu Wirtschaft und Finanzen. |
| 1974 | Nach dem Rücktritt Willy Brandts im Zuge der Guillaume-Affäre wird am 16. Mai Helmut Schmidt als 5. Bundeskanzler gewählt. Danach wurde er noch zweimal wiedergewählt (1976 und 1980). Er zeichnete sich besonders durch die konsequente Fortführung der Außenpolitik der sozialliberalen Koalition, sowie kluge Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Rezession 1975 aus. So machte er die BRD zu einem wichtigen polit. und ökonomischen Faktor in Europa und der Welt. In seine Amtszeit fällt auch die Bekämpfung des RAF-Terrors. |
| 1982 | Am 1. Okt. des Jahres 1982 wurde er als Bundeskanzler durch ein konstruktives Mißtrauensvotum abgewählt; Helmut Kohl (CDU) wurde Bundeskanzler. |
| | Helmut Schmidt ist heute einer der Herausgeber der Zeitschrift "Zeit". |