Ludwig Erhard, CDU, Markenzeichen Zigarre, gilt wegen seiner Arbeiten von 1945-1949 und seiner Tätigkeit als
Wirtschaftsminister ab 1949 als der "Vater des Wirtschaftswunders". Auf ihn geht wesentlich die
soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik zurück. Die Übernahme der Kanzlerschaft
ging nicht ohne Reibungen ab, weil Konrad Adenauer Bedenken hatte. Als Kanzler war Erhard glücklos.
| 1897 |
Ludwig Erhard ist am 4. Februar in Fürth geboren. |
| 1903-1916 |
Er besuchte von 1903 -1916 die Volksschule und
absolvierte nach der Realschule eine Kaufmannslehre. |
| 1916-18/19 |
Zu dieser Zeit nahm der spätere Bundeskanzler am 1. Weltkrieg teil, bis er schwer
verwundet wurde. |
| 1925 |
Erhard schließt sein Studium in Volks- und Betriebwirtschaft ab. (danach
wissenschaftliche Tätigkeit) |
| 1925-28 |
Er übernimmt die Führung des elterlichen Betriebes. |
| 1928-42 |
Ludwig Erhard wird Mitarbeiter im "Institut für Wirtschatsbeobachtung der deutschen Fertigware"
von Wilhelm Vershofen in Nürnberg. |
| 1943-44 |
In diesen 2 Jahren arbeitete er an der Verfassung der Denkschrift "Kriegsfinanzierung
und Schuldenkonsolidierung". |
| 1945-46 |
Der Gang in die Politik : Erhard wird bayerischer Staatsminister für Wirtschaft. |
| 1948 |
Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets. Am 20. Juni tritt die von
ihm mitvorbereitete Währungsreform in Kraft. |
| 1950 |
Professor in Bonn. |
| 1949-63 |
Dr. Erhard ist inzwischen MdB geworden. Er ist Minister für Wirtschaft unter
dem seinerzeitigen Bundeskanzler Konrad Adenauer. (1957 wird er Vizekanzler) |
| 1963 |
Am 16. Oktober diesen Jahres wird Dr. Ludwig Erhard zum 2. Bundeskanzler der BRD
gewählt. |
| 1965 |
Wiederwahl zum Bundeskanzler. |
| 1966 |
Als Bundeskanzler tritt Erhard am 1. Dezember zurück, er wird aber zum Bundesvorsitzenden
der CDU gewählt (bis 1967). Nachfolger Erhards wird Kurt Georg Kiesinger. |
| 1977 |
Am 5. Mai stirbt Ludwig Erhard in Bonn im Alter von 80 Jahren. |