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> "Jugend forscht" und "Jugend experimentiert"

Im Dezember 1965 rief die Zeitschrift Stern unter dem Motto "Wir suchen die Forscher von morgen" zum ersten Wettbewerb "Jugend forscht" auf, bei dem Mädchen und Jungen, nach dem Vorbild der amerikanischen Science Fairs, ein selbstausgewähltes Forschungsprojekt bearbeiten und ihre Ergebnisse auf einer Messe präsentieren sollten.

Die Projekte wurden von Wissenschaftlern aus Lehramt und Wirtschaft als Juroren beurteilt.Mit diesem Wettbewerb wollte der damalige Chefredakteur des Stern, Henri Nannen, dazu beitragen, qualifizierte Nachwuchsforscher in der Bundesrepublik Deutschland zu fördern.

Im Februar 1966 traten 244 Mädchen und Jungen in Regionalwettbewerben gegeneinander an. Dort ermittelten die Juroren jeweils einen weiblichen, einen männlichen und einen Gruppensieger, die ihre Ergebnisse noch einmal im Landeswettbewerb präsentieren durften. Die Gewinner des Landeswettbewerbs trafen sich im April 1966 in Hamburg in der Eingangshalle des Auditorium Maximum der Universität zum Bundesfinale. Aus diesen 25 Jungen und 16 Mädchen wurden zwei Gewinner ermittelt: bei den Jungen der 19jährige Theodor Hildebrand mit einem elektronischem Rechenautomat, und bei den Mädchen die 20jährige Maria Klein, die mit einem Verfahren zur Untersuchung ungesättigter Fettsäuren gewann. Der Preis für die beste Gruppenarbeit ging an Frankfurter Schüler mit einem Demonstrationsmodell eines Computers.

Jufo 1    Jufo 2

Die Gewinner der Einzelarbeiten flogen zur internationalen Science Fair, die im Mai 1966 in Dallas/Texas stattfand. Bei dieser Wissenschaftsweltmeisterschaft errangen die beiden deutschen Schüler auf Anhieb einen dritten Platz.

Der Wettbewerb "Jugend forscht" entwickelte sich stark: Schon im zweiten Jahr nahmen doppelt so viele Schüler an den Regionalwettbewerben teil.

Bereits 1967 wurde die Wettbewerbsbedingungen geändert: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten nun den verschiedenen Fachbereichen Chemie, Physik, Mathematik und Biologie gegeneinander an. 1968 wurde als weitere Sparte Technik, und 1969 noch Geo- und Raumwissenschaften aufgenommen. Außerdem bekamen 1969 auch die jüngsten Forscher eine eigene Abteilung. Diejenigen, die jünger als 16 Jahre alt waren, traten in der Rubrik "Schüler experimentieren" an.

Da die Teilnehmerzahl stetig wuchs, stieg auch der finanzielle und organisatorische Aufwand. Es mussten Jahr für Jahr neue Patenfirmen gefunden werden, die den Wettbewerb ausrichteten. So wurde 1975 aus dem Wettbewerb des Sterns der gemeinnützige Verein "Stiftung Jugend forscht e.V.".

Jufo 3    Jufo 4

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 fanden dann ab 1991 auch in den fünf neuen Bundesländern Regionalwettbewerbe statt. Heute wird "Jugend forscht" von Unternehmen gesponsort, wodurch insgesamt 66 Regional- und Landeswettbewerbe organisiert werden können. 1995 traten insgesamt über 4000 Schüler gegeneinander in den Regionalwettbewerben an.


Autor: Robert Giacinto

 

Giacinto Anmerkung des Lehrers: Robert Giacinto, jetzt Klasse 10, ist selbst Teilnehmer am Wettbewerb "Jugend experimentiert". Hier der Kurzbericht zu seinem Projekt aus dem Schuljahr 1998/99.

Farbenspiele an Seifenlamellen  Robert Giacinto (Klasse 9) wurde beim Experimentieren mit Seifenhäuten und Blasen auf farbige Muster an ihrer Oberfläche aufmerksam. Er stellte sich die Aufgabe eine Projektionseinrichtung zu entwickeln, um die bunten Muster an Seifenhäuten auf eine Leinwand zu projizieren. Nachdem auch ein geeignetes Rezept für eine Seifenlösung gefunden war, konnten die Bilder erzeugt und fotografiert werden.

Weil sich auf allen Fotos prinzipiell das gleiche Farbmuster zeigte: waagerechte farbige Streifen, die ihre Breite mit der Zeit in charakteristischer Weise verändern, brachte Robert schließlich die beobachteten Farbspiele mit dem Querschnitt der Seifenlamelle in einen Zusammenhang.

Die Arbeit belegte einen 2.Preis im Regionalwettbewerb Schüler experimentieren im Fachbereich Physik.


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