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[ W a n d e l d u r c h A n n ä h e r u n g ] |
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Die USA werden immer tiefer in den blutigen
Vietnamkrieg
verstrickt. Bei Studenten, besonders auch in
Deutschland, stößt das auf wachsende
Ablehnung.
In Paris führen 1968 die Studentenrevolten zum
Rücktritt des Staatspräsidenten
Charles de Gaulle. |
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5.Feb.1966 Erste Anti-USA Demo in Berlin.
2.Juni 1967 Demo gegen den persischen Schah in
Berlin. Dabei wird der Student
Benno Ohnesorg
erschossen, was zur erheblichen Verschärfung
beiträgt.
Der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) mit
der Leitfigur Rudi Dutschke
hat eine führende Rolle bei den Protestaktionen.
11.Apr.1968 Mordanschlag auf Rudi Dutschke. Das
steigert noch einmal die Protestaktionen, die sich jetzt
auch gegen den Springer-Verlag (Welt,BILD) richten.
Ein weiteres Thema, gegen das erheblicher Protest laut wird,
sind die Notstandsgesetze. |
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In den 60er-Jahren entwickelt sich weltweit eine neue
Jugendkultur. Stichworte: Beatles, Rolling Stones,
Gammler, Hippies, Flower-Power, Anti-Vietnam, Protest,
68er. In erheblichem Umfang hat das auch eine politische
Komponente mit dem Höhepunkt 1968.
Mangels starker Opposition im Bundestag entwickelt sich
zur Zeit der großen Koalition die APO (außerparlamentarische
Opposition) mit großem Protestpotential und teils anarchischen
Zielsetzungen. |
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5.März 1969 Gustav Heinemann (SPD)
wird mit Stimmen der FDP zum Bundespräsidenten als Nachfolger
von Heinrich Lübke (CDU)
gewählt - ein Stück Machtwechsel.
28.Sept.1969 Bei den
Bundestagswahlen wird die CDU zwar
stärkste Partei, aber die FDP koaliert mit der SPD. Die
sozialliberale Koalition hat eine knappe Mehrheit.
Willy Brandt wird Kanzler,
Walter Scheel (FDP) Vizekanzler und
Außenminister. |
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Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen: Am 19.März 1970
reist Kanzler Brandt
nach Erfurt und trifft den DDR-Ministerpräsidenten
Willi Stoph. Ein erstes
Zeichen neuer Ostpolitik.
3.Mai 1971 Der SED-Parteichef und seit 1945 der führende
Mann in der Sowjetzone bzw. DDR,
Walter Ulbricht,
wird von Erich Honnecker
entmachtet. |
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Die Regierung Brandt/Scheel leitet eine neue Ostpolitik
ein und versucht, die Gegensätze zu mildern und den
Status Quo erträglicher zu gestalten.
In der DDR wird der starre Kommunist Ulbricht durch
Honnecker abgelöst, der flexibler erscheint. |
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Der Vietnamkrieg
erreicht einen schrecklichen Höhepunkt
in den 70er Jahren, bis sich die USA
1975 zurückziehen. |
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Willy Brandt setzt 1970 in
Warschau ein Zeichen.
Die Ostpolitik wird in Verträge gefaßt:
12.Aug.1970 Moskauer Vertrag,
7.Dez.1970 Warschauer Vertrag,
3.Sept.1971 Viermächte-Abkommen über Berlin,
17.Dez.1971 Transitabkommen mit der DDR.
Im Mai 1972 ratifiziert der Bundestag gegen den
Widerstand der CDU die Ostverträge.
Nach vorgezogenen Bundestagswahlen
wird am 21.Dez.1972 der Grundlagenvertrag mit der DDR unterzeichnet
und am 11.Mai 1973 ratifiziert.
Am 18.Sept.1973 werden BRD und DDR Mitglieder der UN.
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Für seine Ostpolitik, die weltweit als
Beitrag zur Entspannung und Friedenssicherung
verstanden wird, erhält Willy Brandt
1971 den Friedensnobelpreis.
Als Folge der Ostverträge wird die Zweistaatlichkeit
Deutschlands anerkannt.
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des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel und seinen
Nachbarn
1973 verknappen die OPEC-Staaten das Rohöl. Die
folgende Ölkrise zeigt auch in Deutschland
Wirkungen. |
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Innenpolitisch leitet die sozialliberale
Koalition zahlreiche Reformen ein. Die Zeit der APO
ist beendet.
Radikale kleine Restgruppen aus der APO wenden
sich dem Terrorismus zu,
RAF (Rote Armee
Fraktion, Baader-Meinhof-Bande).
Als neue Form politischer Arbeit entstehen
Bürgerinitiativen.
Willy Brandt tritt
am 6.Mai 1974 in Folge der
Guillaume-Affäre
zurück. Sein Nachfolger wird
Helmut Schmidt.
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Die STASI mischt sich immer
noch verdeckt in die Politik der BRD ein.
Sie soll beim gescheiterten Mißtrauensvotum der
CDU gegen Brandt beteiligt gewesen sein. Mit dem
Spion Guillaume in Brandts direkter Umgebebung
wird ihre unselige Arbeit
offensichtlich. |
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Mit der
Schleyer-Ermordung
und der Landshut-Kaperung erreicht der Terrorismus
der RAF 1977
seinen Höhepunkt. |
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In der DDR werden Stimmen gegen die ideologische
Unterdrückung laut. Übliche Praxis wird es jetzt,
solche Personen auszubürgern und in den
Westen reisen zu lassen, Beispiele: Rolf Biermann
und Rudolf Bahro. |
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In Helsinki beginnt 1973 die "Konferenz über Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa" KSZE. Diese und
die Folgekonferenzen haben große Bedeutung für die
Entschärfung des Ost-West-Gegensatzes. In den Ostblockstaaten
entstehen in der Folge Gruppen, die sich auf die in
Helsinki garantierten Menschen- und Bürgerrechte
berufen.
Der NATO-Rat faßt 1979 den
Doppelbeschluss. |
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Bürgerinitiativen und Protestaktionen entstehen zu zwei
großen Themen:
Einerseits Umweltschutz, Anti-Atom, u.ä. und
andererseits die Friedensbewegung gegen Nachrüstung
und Doppelbeschluss.
Die SPD/FDP-Regierung ist innenpolitisch in
Schwierigkeiten, und Kanzler
Schmidt wird
1982 durch konstruktives Mißtrauensvotum von
Kohl (CDU)
abgelöst. |
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In der Frage der Nachrüstung und mit dem
Doppelbeschluss steht Helmut Schmidt mit
Teilen seiner Partei im Widerspruch.
Aus Bürgerinitiativen und Protestbewegungen
entwickelt sich die Partei der Grünen, die
1983 in den Bundestag einziehen kann. |
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1985 Gorbatschow wird Generalsekretär der
KPdSU und damit mächtigster Mann im Ostblock. Seine
Politik von Glasnost (Offenheit) und Perestroijka
(Umgestaltung) soll die SU im Innern reformieren.
In der Außenpolitik sucht er einen Ausgleich mit
dem Westen, stößt aber zuerst noch auf Mißtrauen.
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1983-86 Streit um die Volkszählung.
1983-86 Flick-Untersuchungsausschuss und erste
Parteispendenaffäre.
1987/88 Barschel-Affäre in Schleswig-Holstein.
1987 Das Privatfernsehen startet in Deutschland. |
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1986 Kulturabkommen zwischen BRD und DDR.
1987 Udo Lindenberg und Erich Honnecker tauschen
Nettigkeiten aus.
Sept.1987 Erich Honnecker
besucht die Bundesrepublik.
Aug.1988 Die DDR nimmt diplomatische Beziehungen zur
EU auf. |
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Die Katastrophe von Tschernobyl
stürzt die SU in große Probleme. In Deutschland wird die
Diskussion um die Kernkraft erheblich verstärkt.
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Es kommt tatsächlich zu großen Fortschritten bei der
Abrüstung und zu erheblicher Bewegung bei der Annäherung von
Ost und West. 1989 bekommt der Eiserne Vorhang in
Ungarn Löcher. |
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1988 Gorbatschow besucht die Bundesrepublik. |
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Mai 1989 Offenkundige Fälschungen bei den Kommunalwahlen
erregen Proteste in der DDR.
Eine Fluchtwelle aus der DDR über die Nachbarstaaten
setzt ein.
Oppositionsgruppen in der DDR werden immer lauter.
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Quellen: diverse Lexika Autoren: Arbeitsgruppe HTML: Hyun-A Cho


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