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Eckdaten deutscher Nachkriegspolitik:
>   Kriegsende 1945 - 1949
>   Zwei deutsche Staaten 1949 - 1968
>   Wandel durch Annäherung 1968 - 1989
>   Wende in der DDR 1989 -1990
>   Deutschland in Europa 1990 - 2000


       
 
[ Z w e i   d e u t s c h e   S t a a t e n ]
12.Mai 1949  Die Luftbrücke hatte Erfolg, die Sowjets beenden die Berlinblockade.
23.Mai 1949  Der Parlamentarische Rat beschließt das Grundgesetz.
14.Aug.1949  Wahlen zum 1. deutschen Bundestag
7.Sept.1949  Bundesrat und Bundestag konstituieren sich.
12.Sept.1949  Die 1.Bundesversammlung wählt Theodor Heuss (FDP) zum Bundespräsidenten.
15.Sept.1949  Der Bundestag wählt Konrad Adenauer (CDU) zum Bundeskanzler.
Bundestagswahl 1949

 
7.Okt.1949  Die DDR konstituiert sich. Wilhelm Pieck wird Präsident.
12.Okt.1949  Die DDR-Regierung unter Otto Grotewohl wird von der Volkskammer bestätigt.
Im Jahr 1949 hat der "Kalte Krieg" bereits begonnen. Der Gegensatz zwischen West und Ost hat die Teilung Deutschlands zur Folge. Zwei Staaten, noch ohne volle Souveränität, sind entstanden.
Die Bundesrepublik formuliert den Alleinvertretungsanspruch und bestreitet die Eigenstaatlichkeit der Ostzone, die aber faktisch gegeben ist.
21.Sept.1949  Die Zeit der Militärgouverneure ist beendet. Das Besatzungsstatut tritt in Kraft. Danach untersteht die Bundesrepublik immer noch der Kontrolle der drei Westalliierten.
10.Okt.1949  Die DDR wird von einer sowjetischen Kontrollkommission überwacht.
Adenauer 1949

25.Juni 1950  In Korea bricht Krieg zwischen dem komunistischen Norden und dem westorientierten Süden aus.
Bundeswappen

15.Juni 1950  Beitritt der BRD zum Europarat. Die Westintegration der BRD zeichnet sich ab.
Die Westmächte erklären den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.
DDR-Wappen

 
15.Okt.1950  Erste Wahlen zur Volkskammer der DDR.
Bis 1990 bleiben die Volkskammerwahlen in der DDR Scheinwahlen. Das Ergebnis lautet stets 98,x % Zustimmung zur Einheitsliste der Blockparteien. Diese Liste und die Sitzverteilung war unter Führung der SED vorab festgelegt worden.
26.Okt.1950  Vorschlag zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft EVG unter Beteiligung Deutschlands.
10.März 1952  Stalin bietet die Wiedervereinigung um den Preis der Neutralisierung an.
30.Aug.1954  Die EVG scheitert.
In der BRD beginnt die Debatte um die Wiederbewaffnung.
26.Okt.1950  Die Dienststelle Blank, die die Wiederbewaffnung vorbereiten soll, wird gegründet.
26.Mai 1952  Der Deutschlandvertrag erhöht die Souveränität der BRD. Damit verbunden ist ein Wehrbeitrag.
26.Mai 1952  Als Reaktion auf den Deutschlandvertrag riegelt die DDR die Zonengrenze ab und verkündet den Aufbau von Streitkräften.
Juli 1952  In der DDR beginnt der "Aufbau des Sozialismus", d.h. Verstaatlichung in volkseigenen Betrieben VEB und Kollektivierung von Handwerk und Landwirtschaft.
Als Folge des Koreakriegs verstärkt sich der Ost-West-Gegensatz. Der Westen wünscht eine Verstärkung durch deutsche Streitkräfte, was wiederum die Teilung verschärft.
Stalins Angebot zur Wiedervereinigung in einem neutralisierten Deutschland wird im Westen ausgeschlagen und stattdessen die sichere Westintegration vorangetrieben; das allerdings um den Preis der Teilung Deutschlands.
Kriegsgefange aus der SU

 
19.-23.Okt.1954  Pariser Verträge: Empfehlung zur Aufnahme der BRD in die NATO und Gründung der WEU, Ende des Besatzungsstatuts.
5.Mai 1955  Die ehemaligen Besatzungstruppen werden zu Stationierungstruppen im Rahmen der NATO. Die Besatzungszeit ist beendet.
9.Mai 1955  Eintritt der Bundesrepublik in die NATO.
11.-14.Mai 1955  Unter Führung der SU wird der Warschauer Pakt gegründet.
1.Jan.1957  Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik.
25.März 1957  Die Römischen Verträge über EWG und Euratom werden mit der BRD als Mitglied unterzeichnet.
Der Bundestag bestimmt den 17.Juni als Feiertag zum "Tag der deutschen Einheit".
17.Juni 1953  Ein Bauarbeiterstreik in Ostberlin wird zum Volksaufstand gegen die DDR-Regierung. Der Aufstand wird sofort mit Gewalt, auch durch sowjetische Panzer, niedergeschlagen.
Der 17.Juni macht deutlich, dass die DDR nicht von der Mehrheit akzeptiert wird. Ein zweites Zeichen dafür sind die Flüchtlinge von Ost nach West.
25.Jan.1955  Die SU erklärt den Kriegszustand für beendet.
22.Feb.1955  Die Wiederbewaffnung wird beschlossen.
9.Sept.1955  Kanzler Adenauer fährt nach Moskau. Die Lösung der deutschen Frage erweist sich als unmöglich. Erreicht wird die Freilassung von Kriegsgefangenen. Die BRD und die SU nehmen diplomatische Beziehungen auf.
23.Okt.1955  Die Saarländer stimmen für den Anschluß an das Bundesgebiet.
2.Jan.1956  Die ersten Einheiten der Bundeswehr werden aufgestellt. Die allgemeine Wehrpflicht gilt. In den Folgejahren werden daraus 12 Heeresdivisionen, eine Luftwaffe und Marine, auf dem Höhepunkt mit einem Verteidigungsumfang von 1,2 Millionen Mann.
17.Juni 1953

 
 
1.März 1956  Die DDR stellt die Nationale Volksarmee NVA auf. Bis 1962 als Freiwilligenarmee, dann wird auch 1962 in der DDR die Wehrpflicht eingeführt.
Mit den Pariser Verträgen gewinnt die Bundesrepublik ihre Souveränität, und insgesamt bleibt dieser völkerrechtliche Status bis zur Wiedervereinigung 1990.
Mit Festigung der NATO und Gründung des WP stehen sich jetzt allerdings feste, unversöhnliche Blöcke gegenüber.
In der BRD zeigt das "Wirtschaftswunder" große Erfolge.
In der DDR werden nach dem 17.Juni 1953 die Reparationen und Zahlungen der DDR an die SU reduziert.
Die SU fordert ultimativ seit 1959 einen Friedensvertrag mit den Kernpunkten Anerkennung der Teilung Deutschlands, Neutralisierung und weitgehende Entmilitarisierung. Das ist für den Westen inakzeptabel und führt zu den Berlin-Krisen.
1962 ist der Kalte Krieg mit der Kuba-Krise auf dem Höhepunkt.
Flucht beim Mauerbau
Eine anschwellende Flüchtlingsbewegung von Ost nach West führt zur hermetischen Abriegelung der Grenze und zum Bau der Mauer in Berlin am 13.Aug.1961. Außer mit Worten kann oder will man im Westen auf den Mauerbau nicht reagieren.
Der Mauerbau, so unmenschlich er war, beendete die Berlin-Krisen und stabilisierte letztlich den Zustand in Mitteleuropa.
1963 beendet Konrad Adenauer seine 14-jährige Amtszeit als Bundeskanzler.
Vorher, am 22.Jan.1963, krönt er seine Westpolitik mit dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.
Die Regierung Erhard (CDU) 1963-1966 ist wenig erfolgreich. Es kommt 1966 zur "Großen Koalition" mit Kanzler Kiesinger (CDU) und Vizekanzler und Außenminister Brandt (SPD). Der Finanzminister Strauß (CSU) und der Wirtschaftsminister Schiller (SPD) machen erfolgreiche Wirtschaftspolitik.
Die DDR definiert eine Staatsbürgerschaft der DDR, und sie gibt sich 1968 eine neue Verfassung.
Die große Koalition markiert in gewisser Weise das Ende der Aufbauzeit nach dem Krieg. Der Aufbau ist geleistet, aber manche innere Strukturen sind verkrustet. Neue Themen kommen auf, die sich 1968 eruptiv Bahn brechen.

 

Quellen: diverse Lexika  Autoren: Arbeitsgruppe  HTML: Hyun-A Cho


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