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[ Z w e i d e u t s c h e S t a a t e n ] |
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12.Mai 1949 Die Luftbrücke hatte Erfolg, die Sowjets
beenden die Berlinblockade. |
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23.Mai 1949 Der Parlamentarische Rat beschließt das
Grundgesetz.
14.Aug.1949 Wahlen zum
1. deutschen Bundestag
7.Sept.1949 Bundesrat und Bundestag konstituieren sich.
12.Sept.1949 Die 1.Bundesversammlung wählt
Theodor Heuss (FDP)
zum Bundespräsidenten.
15.Sept.1949 Der Bundestag wählt
Konrad Adenauer (CDU) zum
Bundeskanzler. |
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7.Okt.1949 Die DDR konstituiert sich.
Wilhelm Pieck
wird Präsident.
12.Okt.1949 Die DDR-Regierung unter
Otto Grotewohl
wird von der Volkskammer bestätigt. |
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Im Jahr 1949 hat der "Kalte Krieg" bereits begonnen. Der
Gegensatz zwischen West und Ost hat die Teilung Deutschlands zur
Folge. Zwei Staaten, noch ohne volle Souveränität, sind entstanden.
Die Bundesrepublik formuliert den Alleinvertretungsanspruch und
bestreitet die Eigenstaatlichkeit der Ostzone, die aber faktisch
gegeben ist. |
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21.Sept.1949 Die Zeit der Militärgouverneure ist beendet. Das
Besatzungsstatut tritt in Kraft. Danach untersteht die Bundesrepublik
immer noch der Kontrolle der drei Westalliierten.
10.Okt.1949 Die DDR wird von einer sowjetischen Kontrollkommission
überwacht. |
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25.Juni 1950 In Korea bricht Krieg zwischen dem komunistischen
Norden und dem westorientierten Süden aus. |
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15.Juni 1950 Beitritt der BRD zum Europarat. Die
Westintegration
der BRD zeichnet sich ab.
Die Westmächte erklären den Kriegszustand mit Deutschland
für beendet. |
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15.Okt.1950 Erste Wahlen zur Volkskammer der
DDR. |
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Bis 1990 bleiben die Volkskammerwahlen in der DDR Scheinwahlen. Das
Ergebnis lautet stets 98,x % Zustimmung zur Einheitsliste der Blockparteien.
Diese Liste und die Sitzverteilung war unter Führung der SED vorab
festgelegt worden. |
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26.Okt.1950 Vorschlag zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft
EVG unter Beteiligung Deutschlands.
10.März 1952 Stalin bietet die Wiedervereinigung um den Preis
der Neutralisierung an.
30.Aug.1954 Die EVG scheitert.
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In der BRD beginnt die Debatte um die
Wiederbewaffnung.
26.Okt.1950 Die Dienststelle Blank, die die
Wiederbewaffnung vorbereiten soll, wird gegründet.
26.Mai 1952 Der Deutschlandvertrag erhöht
die Souveränität der BRD. Damit verbunden ist ein
Wehrbeitrag. |
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26.Mai 1952 Als Reaktion auf den Deutschlandvertrag riegelt
die DDR die
Zonengrenze ab und verkündet
den Aufbau von Streitkräften.
Juli 1952 In der DDR beginnt der "Aufbau des Sozialismus",
d.h. Verstaatlichung in volkseigenen Betrieben VEB und
Kollektivierung von Handwerk und Landwirtschaft.
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Als Folge des Koreakriegs verstärkt sich der Ost-West-Gegensatz. Der
Westen wünscht eine Verstärkung durch deutsche Streitkräfte, was
wiederum die Teilung verschärft.
Stalins Angebot zur Wiedervereinigung in einem neutralisierten
Deutschland wird im Westen ausgeschlagen und stattdessen die
sichere Westintegration
vorangetrieben; das allerdings um den
Preis der Teilung Deutschlands. |
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19.-23.Okt.1954 Pariser Verträge: Empfehlung zur Aufnahme der BRD in die
NATO
und Gründung der WEU, Ende des Besatzungsstatuts.
5.Mai 1955 Die ehemaligen Besatzungstruppen werden zu
Stationierungstruppen im Rahmen der NATO. Die
Besatzungszeit ist beendet.
9.Mai 1955 Eintritt der Bundesrepublik in die NATO.
11.-14.Mai 1955 Unter Führung der SU wird der Warschauer
Pakt gegründet.
1.Jan.1957 Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik.
25.März 1957 Die
Römischen Verträge
über EWG und
Euratom werden mit der BRD als Mitglied unterzeichnet. |
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Der Bundestag bestimmt den 17.Juni als Feiertag zum
"Tag der deutschen Einheit". |
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17.Juni 1953 Ein Bauarbeiterstreik in Ostberlin wird
zum Volksaufstand
gegen die DDR-Regierung. Der Aufstand
wird sofort mit Gewalt, auch durch sowjetische Panzer,
niedergeschlagen. |
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Der 17.Juni macht deutlich, dass die DDR nicht von der Mehrheit
akzeptiert wird. Ein zweites Zeichen dafür sind die
Flüchtlinge
von Ost nach West. |
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25.Jan.1955 Die SU erklärt den Kriegszustand für beendet.
22.Feb.1955 Die
Wiederbewaffnung wird beschlossen.
9.Sept.1955 Kanzler Adenauer fährt
nach Moskau. Die Lösung der
deutschen Frage erweist sich als unmöglich. Erreicht wird die
Freilassung von Kriegsgefangenen. Die BRD und die SU nehmen
diplomatische Beziehungen auf.
23.Okt.1955 Die Saarländer stimmen für den Anschluß
an das Bundesgebiet.
2.Jan.1956 Die ersten Einheiten der
Bundeswehr werden
aufgestellt. Die allgemeine Wehrpflicht gilt. In den Folgejahren
werden daraus 12 Heeresdivisionen,
eine Luftwaffe und Marine, auf dem Höhepunkt mit einem
Verteidigungsumfang von 1,2 Millionen Mann.
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1.März 1956 Die DDR stellt die Nationale Volksarmee
NVA auf. Bis 1962 als Freiwilligenarmee, dann
wird auch 1962 in der DDR die Wehrpflicht
eingeführt. |
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Mit den Pariser Verträgen
gewinnt die Bundesrepublik
ihre Souveränität, und insgesamt bleibt dieser
völkerrechtliche Status bis zur Wiedervereinigung 1990.
Mit Festigung der NATO und Gründung des WP stehen sich
jetzt allerdings feste, unversöhnliche Blöcke gegenüber.
In der BRD zeigt das "Wirtschaftswunder" große
Erfolge.
In der DDR werden nach dem 17.Juni 1953 die Reparationen
und Zahlungen der DDR an die SU reduziert. |
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Die SU fordert ultimativ seit 1959 einen Friedensvertrag mit den
Kernpunkten Anerkennung der Teilung Deutschlands, Neutralisierung
und weitgehende Entmilitarisierung. Das ist für den Westen inakzeptabel
und führt zu den Berlin-Krisen.
1962 ist der Kalte Krieg mit der
Kuba-Krise auf dem
Höhepunkt. |
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Eine anschwellende
Flüchtlingsbewegung von
Ost nach West
führt zur hermetischen Abriegelung der Grenze und zum
Bau der
Mauer in Berlin am 13.Aug.1961.
Außer mit Worten kann oder will man im Westen auf den
Mauerbau nicht reagieren. |
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Der Mauerbau, so unmenschlich er war, beendete die Berlin-Krisen
und stabilisierte letztlich den Zustand in Mitteleuropa. |
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1963 beendet Konrad Adenauer
seine 14-jährige Amtszeit
als Bundeskanzler.
Vorher, am 22.Jan.1963, krönt er seine Westpolitik
mit dem
deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.
Die Regierung
Erhard (CDU) 1963-1966
ist wenig erfolgreich.
Es kommt 1966 zur "Großen Koalition" mit Kanzler
Kiesinger (CDU) und
Vizekanzler und Außenminister
Brandt
(SPD). Der Finanzminister Strauß (CSU) und der
Wirtschaftsminister Schiller (SPD) machen erfolgreiche
Wirtschaftspolitik. |
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Die DDR definiert eine Staatsbürgerschaft der DDR, und
sie gibt sich 1968 eine neue Verfassung. |
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Die große Koalition markiert in gewisser Weise das Ende
der Aufbauzeit nach dem Krieg. Der Aufbau ist geleistet,
aber manche innere Strukturen sind verkrustet. Neue
Themen kommen auf, die sich 1968 eruptiv Bahn
brechen. |
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Quellen: diverse Lexika Autoren: Arbeitsgruppe HTML: Hyun-A Cho


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