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Die Hackeschen HöfeUrbanes Leben
Das labyrinthische Geflecht aus acht Höfen ist Deutschlands größter Wohn- und Gewerbehof. 1991 organisierten sich Künstler, Gewerbetreibende und Anwohner in der "Gesellschaft Hackesche Höfe" und entwickelten das Konzept zur Förderung urbanen Lebens. 1995 sanierte man die Höfe für 80 Mio. DM. In den Erdgeschossen befinden sich unter anderem Restaurants, ein Kino, die Heinrich-Böll-Stiftung, Anwaltskanzleien, Architektenbüros, Galerien, Theater, Einzelhandelsgeschäfte, Antiquitätenhändler, eine Tanzschule, eine Diskothek, Textilgeschäfte, Fahrradladen. In den Obergeschossen befinden sich Wohnungen. Potsdamer PlatzDas größte Dienstleistungszentrum Deutschlands
Zentrum JudaicumDie neue Synagoge in Berlin
Am 17.5.1859 begann der Bau der neuen Synagoge in Berlin. Ziel war es in
rster Linie, ein Haus zum Beten zu schaffen, aber es sollte auch die
Präsenz der Juden in Berlin verdeutlichen.
Deshalb wurde der Bau mit einer großen goldenen Kuppel versehen, die
durch ihre Größe und reichlichen Verzierungen das jüdische
Selbstbewusstsein zeigen sollte. Jüdische Orte in BerlinGedenktafel nahe des jüdischen Friedhofs in der Spandauer VorstadtIn der unmittelbaren Nähe des jüdischen Friedhofs befindet sich eine Gedenktafel, die der Erinnerung an ein jüdisches Altenheim dient. Letzteres wurde im 2. Weltkrieg ab 1942 von der Gestapo als Sammellager für Juden genutzt. Von hier aus wurden 55000 Juden in die KZ Auschwitz und Theresienstadt verschleppt. Die jüdische Schule in der Großen Hamburger Straße:Diese jüdische Schule in Berlin Mitte, Realschule und Gymnasium mit einer Schülerzahl von gut 300, wurde Anfang des 20.Jahrhunderts errichtet. Sie befindet auf der "Meile der Toleranz", wo drei verschiedene Konfessionen Tür an Tür leben. Neben einem ganz normalen Lehrplan können die Schüler Hebräisch als dritte Fremdsprache erlernen. Aus Sorge vor Anschlägen ist die Schule seit 1993 durch hohe Eisengitter und Stacheldraht geschützt und steht unter ständigem Polizeischutz. Die jüdischen Gemeindeeinrichtungen an der AuguststraßeDazu zählen ein Krankenhaus, verschiede soziale Einrichtungen und auch eine jüdische Mädchenschule. Das Krankenhaus war bis zum ersten Weltkrieg in Betrieb und wurde danach als Kinderheim genutzt. Die jüdischen Einrichtungen wurden ab 1942 von den Nazis missbraucht. Später entstanden hier Schulen und Internate, die in heutiger Zeit an die jüdische Gemeinde zurückgegeben wurden. Die jüdischen Gemeindeeinrichtungen an der TucholskystraßeAuch in der zur Auguststraße benachbarten Tucholkystaße befinden sich ein Gebäudekomplex von jüdischen Gemeindeeinrichtungen, die von traditionell orientierten Juden geführt werden. Dieser orthodox-jüdische Gemeindesitz wurde 1869 aus Protest gegen die Ideen der Reformierung des jüdischen Gottesdienstes eingerichtet. Nach der Schließung 1939 durch die Nazis wurde die Gemeinde im Jahre 1988 wieder gegründet, da sie ihren rechtlichen Anspruch auf das von den Nazis enteignete Gemeindegut nutzte. Heute zählt diese Gemeinde etwa 350 Mitglieder. Autorengruppe Stufe 11, HTML: R.Baumgarten, R.Seggelmann, M.Gewering, T.Gewering |