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  Die Hackeschen Höfe - Urbanes Leben
Potsdamer Platz - Das größte Dienstleistungszentrum Deutschlands
Zentrum Judaicum - Die neue Synagoge in Berlin
Jüdische Orte in Berlin

 

Die Hackeschen Höfe

Urbanes Leben

Hackesche Höfe Der Eingang der Hackeschen Höfe liegt in der Rosenthaler Str. 40/41 nahe am S-Bahnhof Hackescher Markt. Der 10000m² große Hofkomplex steht im Zentrum Berlins, in Berlin Mitte, nahe der Spree und liegt am Rande des ehemaligen Scheunenviertels.

Das labyrinthische Geflecht aus acht Höfen ist Deutschlands größter Wohn- und Gewerbehof. 1991 organisierten sich Künstler, Gewerbetreibende und Anwohner in der "Gesellschaft Hackesche Höfe" und entwickelten das Konzept zur Förderung urbanen Lebens. 1995 sanierte man die Höfe für 80 Mio. DM.

In den Erdgeschossen befinden sich unter anderem Restaurants, ein Kino, die Heinrich-Böll-Stiftung, Anwaltskanzleien, Architektenbüros, Galerien, Theater, Einzelhandelsgeschäfte, Antiquitätenhändler, eine Tanzschule, eine Diskothek, Textilgeschäfte, Fahrradladen. In den Obergeschossen befinden sich Wohnungen.

 

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Potsdamer Platz

Das größte Dienstleistungszentrum Deutschlands

Potsdamer Plaz Der Potsdamer Platz war vor dem Krieg das Herz der damaligen 4-Millionen-Metropole. Hier war die größte Verkehrsdichte Europas zu finden, wobei diese durch die weltweit erste automatische Ampelanlage geregelt wurde. Im 2.Weltkrieg wurden ca. 80% der Häuser zerstört. Seit 1961 verlief die Mauer quer über den Platz. Nach der Wiedervereinigung befand sich dort eine "Wüste", die nach innovativer Bebauung verlangte. Hier bot sich den Stadtplanern eine einmalige Möglichkeit.

Den größten Teil der Bebauung übernahm Daimler-Chrysler, damals noch Daimler-Benz, die dort über 4 Milliarden DM investierten. Unabhängig davon plante der japanische Konzern Sony eine Teilbebauung.

Am 8. März 2000 besuchte eine Gruppe von 20 Laurentianern die Daimler-Chrysler Tochterfirma Debis am Potsdamer Platz. Seit 1990 gibt es die Debis, "Daimler-Benz-Inter-Services", heute "Services by Daimler-Chrysler". Die Debis ist eins der größten Dienstleistungsunternehmen. Die Debiszentrale am Potsdamer Platz ist ein Bekenntnis des Daimler-Chrysler-Konzerns zum Standort Deutschland.

Am Potsdamer Platz entstanden die größte Spielbank Deutschlands, eine Shopping-Mall, Diskotheken, Nachtclubs und viele private Apartements. 50% der Fläche wird jedoch von Büros belegt. Die Hyattgruppe eröffnete hier ein großes 5 Sterne Hotel. Die Belieferung der Geschäfte erfolgt über ein unterirdisches Straßennetz, das über 200 LKWs täglich benutzen. Zum Potsdamer Platz kommen heute täglich über 70000 Menschen, doppelt so viele wie ursprünglich angestrebt.

 

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Zentrum Judaicum

Die neue Synagoge in Berlin

Synagoge

Am 17.5.1859 begann der Bau der neuen Synagoge in Berlin. Ziel war es in rster Linie, ein Haus zum Beten zu schaffen, aber es sollte auch die Präsenz der Juden in Berlin verdeutlichen. Deshalb wurde der Bau mit einer großen goldenen Kuppel versehen, die durch ihre Größe und reichlichen Verzierungen das jüdische Selbstbewusstsein zeigen sollte.

Die Eingangshalle wurde zwölfeckig gebaut und symbolisiert die zwölf Stämme Israels. Hinter dieser Eingangshalle befanden sich drei weitere Hallen, wobei die vierte der Hauptraum und die eigentliche Synagoge war. Am 5.9.1866 konnte die neue Synagoge eingeweiht werden.

In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1938, der Reichspogromnacht, wurde die Synagoge von SA-Männern gestürmt, die einen Brand legten. Allerdings wurde die Synagoge dadurch nicht zerstört, da ein Polizist Synagoge innen die SA vertrieb und die Feuerwehr rief, die den Brand löschen konnte.

Zum größten Teil wurde die Synagoge erst in einer Bombennacht im Jahr 1943 zerstört. Später diente sie als Steinbruch für Baumaterial zum Wiederaufbau. Der Hauptraum war stark betroffen, jedoch weiß man heute, dass der Wiederaufbau nicht unmöglich war. Doch 1958 nahmen Verantwortliche der DDR genau dieses Argument als Vorwand zum Abriss der Haupthalle. Insgesamt wurden neun weitere Synagogen abgerissen.

1988 beschloss dann die DDR aus der Synagoge ein Museum zu machen. Dieser ungewöhnliche Beschluss hing damit zusammen, dass man bessere Kontakte zu den USA knüpfen wollte. Aufgebaut wurden nur die ersten drei Hallen. Finanziert wurde der Wiederaufbau durch Spenden und öffentliche Mittel.

Von 1933 in Berlin registrierten 160.000 Juden überlebten nur ca. 5000 den Holocaust. Heute leben wieder 12.000 Juden in Berlin.

 

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Jüdische Orte in Berlin


Gedenktafel nahe des jüdischen Friedhofs in der Spandauer Vorstadt

In der unmittelbaren Nähe des jüdischen Friedhofs befindet sich eine Gedenktafel, die der Erinnerung an ein jüdisches Altenheim dient. Letzteres wurde im 2. Weltkrieg ab 1942 von der Gestapo als Sammellager für Juden genutzt. Von hier aus wurden 55000 Juden in die KZ Auschwitz und Theresienstadt verschleppt.


Die jüdische Schule in der Großen Hamburger Straße:

Diese jüdische Schule in Berlin Mitte, Realschule und Gymnasium mit einer Schülerzahl von gut 300, wurde Anfang des 20.Jahrhunderts errichtet. Sie befindet auf der "Meile der Toleranz", wo drei verschiedene Konfessionen Tür an Tür leben. Neben einem ganz normalen Lehrplan können die Schüler Hebräisch als dritte Fremdsprache erlernen. Aus Sorge vor Anschlägen ist die Schule seit 1993 durch hohe Eisengitter und Stacheldraht geschützt und steht unter ständigem Polizeischutz.


Die jüdischen Gemeindeeinrichtungen an der Auguststraße

Dazu zählen ein Krankenhaus, verschiede soziale Einrichtungen und auch eine jüdische Mädchenschule. Das Krankenhaus war bis zum ersten Weltkrieg in Betrieb und wurde danach als Kinderheim genutzt. Die jüdischen Einrichtungen wurden ab 1942 von den Nazis missbraucht. Später entstanden hier Schulen und Internate, die in heutiger Zeit an die jüdische Gemeinde zurückgegeben wurden.


Die jüdischen Gemeindeeinrichtungen an der Tucholskystraße

Auch in der zur Auguststraße benachbarten Tucholkystaße befinden sich ein Gebäudekomplex von jüdischen Gemeindeeinrichtungen, die von traditionell orientierten Juden geführt werden. Dieser orthodox-jüdische Gemeindesitz wurde 1869 aus Protest gegen die Ideen der Reformierung des jüdischen Gottesdienstes eingerichtet. Nach der Schließung 1939 durch die Nazis wurde die Gemeinde im Jahre 1988 wieder gegründet, da sie ihren rechtlichen Anspruch auf das von den Nazis enteignete Gemeindegut nutzte. Heute zählt diese Gemeinde etwa 350 Mitglieder.

 

Autorengruppe Stufe 11,  HTML: R.Baumgarten, R.Seggelmann, M.Gewering, T.Gewering


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