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Prominente gehören zum Leben in Warendorf, wie Pferdeäpfel und der Fettmarkt
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Wir haben auf fünfzig Seiten für die Jahre 1949 bis 1998 an lokalen Beispielen gezeigt, wie fünfzig Jahre
Bundesrepublik Deutschland in unserer kleinen Stadt erlebt wurden. Pferde kamen mehrfach vor, viel häufiger
als wir anfangs erwartet hatten, sie gehören eben wesentlich zu Warendorf. Aber es war doch nicht "alles
im Dunstkreis von Pferden", wie Schallück einmal geschrieben hatte.
Sehr vieles ist nicht dargestellt worden. Manches davon hat auf die ganze Bundesrepublik Deutschland
ausgestrahlt, manchmal nur als Schlaglicht, manches nur von wenigen bemerkt, manches aber auch mit
lang dauernder Wirkung. Auf dieser letzten Seite stellen wir Persönlichkeiten vor, Warendorfer oder mit
Warendorf besonders verbunden, deren Schaffen bundesweite, manchmal weltweite, Spuren hinterlassen hat.
Wir haben uns auf diejenigen beschränkt, die in den 50 Jahren Bundesrepublik Deutschland gewirkt haben.
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Anton Aulke, 1887 - 1974, ist über Westfalen hinaus als
niederdeutscher Dichter bekannt. Er erhielt unter anderen den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Anton Aulke war
von 1903 bis 1908 Schüler am Laurentianum und dann von 1929 bis zu seiner Pensionierung 1952 Lehrer am
Gymnasium Laurentianum. (Drei Gedichte von Anton Aulke)
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Otto Adalbert Böhmer, Jahrgang 1949, Abiturient des Gymnasium Laurentianum Warendorf, ist Schriftsteller
und Romanautor. Im Goethe-Jahr 1999 hat er zwei neue Bücher veröffentlicht: den Roman "Der junge Herr
Goethe" und den Goethe-Krimi "Weimarer Wahn".
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Dr. Friedel Bohmert, Jahrgang 1919, Abiturient des Gymnasium Laurentianum Warendorf, Journalist, war lange
Jahre Direktor für Public Relations der Firma Henkel in Düsseldorf. (Text von Friedel
Bohmert: "Homer und Ovid braun eingefärbt")
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Elli Grützner, 1898 - 1977, lebte von 1926 an in Warendorf und hat in fünf Jahrzehnten als vielseitige
Künstlerin ein umfangreiches Werk geschaffen. (Einige Zeichnungen von Elli Grützner)
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Bernd Kannenberg, Jahrgang 1942, war Soldat an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf. Bei der
Olympiade 1972 in München gewann er die Goldmedaille im 50-Kilometer-Gehen.
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Rainer A. Krewerth, Jahrgang 1943, ist Abiturient des Laurentianum, das Foto zeigt ihn 1964 bei der Abiturfeier. Er ist Journalist
und Schriftsteller. Krewerth hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und darunter besonders solche, die sich auf Westfalen und das Münsterland
beziehen.
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Dr. Gerd Lehmann, Jahrgang 1933, war lange Jahre Landstallmeister und Leiter des Nordrhein-Westfälischen
Landgestüts in Warendorf.
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Alfons Lütke Westhues, Jahrgang 1930, gewann im Mannschaftsspringen mit Hans Günter
Winkler und Fritz Thiedemann bei der Olympiade 1956 in Stockholm die Goldmedaille.
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August Lütke Westhues, Jahrgang 1926, holte sich 1956 in Stockholm die Silbermedaille
in der Military.
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Jürgen W. Möllemann, Jahrgang 1945, ist seit 1972 für die F.D.P. Mitglied des Bundestages. Sein Wahlkreis ist
Warendorf, die Ämter, die er bekleidet hatte oder noch inne hat, sind zahlreich, darunter das Amt eines Bundesministers
und Vizekanzlers. Mehrfach besuchte er auch das Gymnasium Laurentianum, um mit Schülern zu diskutieren.
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Harald Norpoth, Jahrgang 1942, aus unserer Nachbarstadt Telgte, ist Abiturient des Gymnasium Laurentianum. Er gewann
1964 bei der Olympiade in Tokio die Silbermedaille über 5000 m und war jahrelang einer der besten deutschen Leichtathleten.
Er ist Sportlehrer an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf.
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Dr.h.c. Gustav Rau, 1880 - 1954, baute in Warendorf als Chef des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei
(DOKR) den deutschen Reitsport wieder auf. 1950 holte er H.G.Winkler zum DOKR nach Warendorf.
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Emil Reimers, Jahrgang 1912, ist Reiseschriftsteller, Koch und Autor von ungewöhnlichen Kochbüchern.
Er ist Meister der japanischen Kochkunst und trägt den Titel eines "sensei no ryori".
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Susanne Rimkus ist seit dem 1. Juni 1996 die Leiterin des traditionsreichen Nordrhein-Westfälischen
Landgestüts in Warendorf.
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Paul Schallück, 1922 - 1976, gewann zahlreiche Literaturpreise, war Mitglied der "Gruppe 47"
und hat sich als Romancier mit der NS-Zeit auseinandergesetzt. Sein Roman "Engelbert Reineke" spielt in einer Kleinstadt,
die nicht zufällig Warendorf ähnelt. (Text von Paul Schallück: "Am Laurentianum" und die Satire: "Warendorfer Pferde")
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Willi Schultheis, Jahrgang 1921, aus Berlin gilt als erfolgreichster Dressur-Ausbilder. Seit 1974 lebt er in
Warendorf.
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Paul Spiegel, geboren 1937 in Warendorf, überlebte den Nazi-Terror in Belgien. Nach
Kriegsende zog die Familie Spiegel wieder nach Warendorf. Nach der Schulzeit am Gymnasium Laurentianum zog
es Spiegel nach Düsseldorf, wo er eine Künstleragentur leitet. Im Januar 2000 wurde Spiegel
Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
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Dr. Fritz Vahrenholt legte 1967 am Laurentianum das Abitur ab. Er war Umweltsenator in
Hamburg und ist jetzt im Vorstand der Shell. Das Foto zeigt ihn im Gespräch mit Schülern des
Laurentianum.
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Friedrich Vogel, Jahrgang 1929, hat für die CDU zahlreiche politische Ämter
bekleidet: MdB, Justizminister in NRW,
Staatsminister im Kanzleramt.
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Heinrich Windelen, Jahrgang 1921, war mehr als 30 Jahre
für die CDU Mitglied des Bundestages.
Er war mehrfach Bundesminister und Vizepräsident des Bundestages.
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Richard Winkels, Jahrgang 1920, Journalist aus Warendorf, war viele Jahre für
die SPD Mitglied des Landtags und
Vizepräsident des Landtages in Düsseldorf.
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Hans Günter Winkler, Jahrgang 1926, Ehrenbürger der Stadt Warendorf, wohl der erfolgreichste Springreiter
der Welt. Von 1956 bis 1972 gewann er fünf olympische Goldmedaillen.
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Quellen: R.A.Krewerth-Unser Land Ostmünsterland,herausgegeben von der Sparkasse Warendorf,1988, Laurentianum Archiv, eigene Recherchen der Lau-RAP-2K-Gruppe, Autor: Thomas Skerhutt

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