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> Die Existenz des Theaters am Wall wurde gesichert !

Im Februar dieses Jahres, konnte endlich die Existenz des traditionsreichen Theaters am Wall, das bis 1989 allerdings im Wesentlichen als Kino genutzt wurde, gesichert werden. Der TaW e.V. hat es mit Hilfe des Kulturausschusses der Stadt Warendorf geschafft, dass das Theater am Wall als "Kulturzentrum für Warendorf " als sehr bedeutsam eingestuft wurde und damit ein fester finanzieller Zuschuss für ein Programm, das TaW e.V. verantwortete, im Haushalt der Stadt Warendorf des Jahres '97 eingeplant wurde. Der TaW e.V. wurde vor allem gegründet, weil mit der letzten Vorstellung des "Kulturrings" - einer Veranstaltungsreihe mit Schauspielen, die die Stadt Warendorf der Bevölkerung anbot - auch in gar nicht ferner Zukunft die Schließung des Theater am Wall drohte.


TaW 1   TaW 2

Engagierte Theaterfreunde aus 4 kulturellen Vereinen aus Warendorf nahmen dies zum Anlass am 6. März 1996 den TaW e.V. zu gründen. Das Ende des Kulturrings hätte nämlich die Schließung des Theaters am Wall und damit auch das Ende der Theaterkultur in der Kreisstadt Warendorf bedeutet. Die Mitglieder des Vereins hatten schon vor der Entscheidung zur Schließung des Theaters vor, als Förderverein zu agieren, um dem Theater zu helfen. Doch dieser ursprüngliche Plan der vier Gründer des Vereins wurde dann schon Anfang des Jahres 1996 verworfen, weil die Stadtverwaltung einen privaten Träger für das Theater suchte und sich die Theaterfreunde mit Hilfe von anderen Kulturbegeisterten die Trägerschaft des Theaters sicherten. Und so konnte der frischgegründete Verein im März 1996 endlich beginnen, sein schon vorher ausgearbeitetes Nutzungskonzept in die Tat umzusetzen.

Der gemeinnützige Verein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Schauspielbetrieb in dem damals 47 Jahre alten Theater mit neuen Akzenten weiterzuführen. Unter dem festen Standpunkt des Vereins, der besagt : " Erhalt und Weiterentwicklung des Theaters am Wall und Förderung der lokalen Kultur ", schaffte es der Verein, seine zahlende Mitgliederschaft innerhalb von kurzer Zeit auf 150 Mitglieder zu erhöhen. Und es gelang ihm außerdem innerhalb der ersten acht Monate nach der Gründung eine umfangreiche Veranstaltungsreihe mit abwechslungsreichen Programmpunkten auf die Beine zu stellen. Es wurde bei der Erstellung des Programms besonders darauf geachtet, neue Dinge auszuprobieren, um neues, junges Publikum in den Theatersaal zu locken. Der Verein hatte nach eigenen Angaben Erfolg mit dem neuartigen Programm, denn er hat es geschafft, viele Altersgruppen auf das Theater aufmerksam zu machen und hat somit eindrucksvoll bewiesen, dass Theater durchaus für alle interessant sein kann und nicht nur für eine bestimmte Generation gute Unterhaltung bietet.

Die Bedeutsamkeit des Theaters für uns, also für die Schüler, zeigt sich auch darin, dass einige Warendorfer Schulen dort fast jährlich Musicals einstudieren, um das kulturelle Leben in Warendorf zu bereichern und um die künstlerischen Qualitäten der jeweiligen Schule zu präsentieren. Wäre der TAW e.V. nicht zustande gekommen, wären derartige Veranstaltungen nicht mehr möglich, da die Schulen nicht über die passenden Räumlichkeiten für solche Aktionen verfügen. Um die Arbeit des Vereins zu finanzieren und um somit auch seinen Fortbestand zu sichern, hat der Verein schon von der Gründung an mit der Stadtverwaltung Warendorf zusammengearbeitet. Aus dieser Zusammenarbeit entstand im November 1996 ein Konzept zur Aufgabenteilung zwischen dem TaW e.V. und der Stadtverwaltung. Da die Zusammenarbeit mit der Stadt die finanziellen Lasten nicht abdeckt, war der Verein auf Spenden von anderen kulturellen Vereinen angewiesen und richtete außerdem eine "TAW- Aktie" ein, mit der die hohen Kosten für den Betrieb gedeckt werden sollten.


TaW 3

Als einer der großen Erfolge des Vereins ist hier zu nennen, dass im Theater am Wall 1999 die Toilettenanlagen erneuert werden und vor allem die Wohnung oberhalb des Foyers zu einer Kleinkunstbühne ausgebaut wird. Ausserdem sind die Aussichten, dass im Anschluss noch die anderen Bereiche renoviert werden, recht gut. Einige Räume werden vollständig umgestaltet werden. Ich werde jetzt noch einige historische Dinge über das Theater am Wall erwähnen, um die Geschichte des Theaters zu erläutern:

Das Theater entstand 1950 als Lichtspielhaus, einige Jahre später wurde es durch die Errichtung eines Orchestergrabens und einer Bühne auch noch zu einem Raum für Theatervorführungen und Konzerte erweitert. Das Programm des Theaters wurde vor allem durch die Einrichtung des schon erwähnten Kulturringes gefördert, da durch den Kulturring für mehr Veranstaltungen gesorgt wurde und somit das kulturelle Angebot immer mehr aufgewertet wurde. 1991 wurde das Warendorfer Theater als jüngstes Baudenkmal der Stadt Warendorf eingetragen, weil nach 41 Jahren das Orginalgebäude noch fast vollständig stand und kaum bauliche Veränderungen vorgenommen worden waren.

Ich bin besonders Herrn Clemens Wallmeier zu Dank verpflichtet, da er so freundlich war, mir sämtliches Material zur Verfügung zu stellen.


Quellen: Unterlagen des TaW e.V. ,  Fotos: André Auer  Autor: Johannes Hörnemann


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