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Am 15. November 1974 wurde der Grundstein für den Neubau der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf vom damaligen Bundesverteidigungsminister Georg Leber gelegt. Die Bauarbeiten wurden im Wesentlichen 1978 abgeschlossen und am 1.Oktober wurde der Lehrgangsbetrieb in den Sportstätten aufgenommen.
Die Sportschule in Warendorf ist die einzige derartige Einrichtung in Deutschland und besteht eigentlich schon 40 Jahre. Allerdings war sie bis 1978 im bayrischen Sonthofen stationiert. Nach dem Umzug ins westfälische Warendorf besteht in Sonthofen nur noch ein Hörsaal. Die Hauptaufgabe der Sportschule besteht darin, Sportlehrer aus- und weiterzubilden, Sonderlehrgänge durchzuführen und die Anwendungsforschung im sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Bereich weiterzuentwickeln. Zu den Zusatzaufgaben gehören unter anderem die Organisation und Durchführung von Fortbildungsverstaltungen mit den Schwerpunkten Sportmanagement und EDV-Grund-und Spezialkenntnisse und militärischen Sportwettkämpfen. So richtet die Sportschule in Warendorf im Jahr mindestens eine internationale Großveranstalung im Rahmen der Organisation " Conseil International du Sport Militaire " (CISM), an der Spitzensportler aus aller Welt an Wettkämpfen (unter anderem Leichathletik, Boxen, Schwimmen und Handball) teilnehmen können. Die Teilnahme an diesen Wettkämpfen steht nur Personal offen, das aktiv in den Streitkräften dient. Nach der Aufstellung von Sportlehrkompanien und Sportfördergruppen im Jahre 1970 stehen nun rund 700 Plätze für wehrpflichtige Spitzensportler, länger dienende Zeit- und Berufssoldaten und Soldatinnen zur Verfügung. Zu den Sportstätten der Sportschule gehören neben Sport- und Spielhallen, Leichtathletikhalle, Boxhalle, Reitanlagen, Stadion, Sportplätzen, Tennisplätzen, Werferfeld, Krafträumen und Beachvolleyball-Feldern auch zwei Schwimmhallen, in denen 1996 die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen stattfanden. An diesen Deutschen Meisterschaften nahm die Schwimm-Elite Deutschlands teil. Die Anlagen werden nicht nur vom Militär genutzt, auch die lokalen Sportvereine nutzen diese als Trainingsanlagen und für wettkampfliche Zwecke. ![]() Das Tor der Sportschule mit dem Wappen der Einrichtung, Schilder begrüßen die Ankommenden in mehreren Sprachen, zeigen an, dass hier ein Olympiastützpunkt ist und verweisen auf die französische Partnerschule in Fontainebleau ![]() Die Schule feierte 1998 ihr 20jähriges Jubiläum in Warendorf. Von links nach rechts: Kommandeur Oberst Robert Gareißen, Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Paziorek, Bundesverteidigungsminister Volker Rühe, Vorsitzender Kreissportbund Rudolf Spicker Quellen: Gespräch mit Oberst H.R.Gareißen, Informationsmaterial der Sportschule der Bundeswehr Warendorf, Fotos: Broschüre Stadt Warendorf (1), K.Dittrich (1), Autorin: Kerstin Dittrich |
Quelle: Sportschule der Bundeswehr (Hrsg.), Klaus Chmiel (Redaktion): "8.Militärweltmeisterschaft im Feldhockey 2000", April 2000 |