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Heinrich Windelen, geboren am 25.6.1921 in Bolkenhain/Schlesien, ist eng mit der Nachkriegsgeschichte Warendorfs verbunden.
In Warendorf bekam er rasch Verbindung zu ostdeutschen Landsleuten, die nach ihrer Vertreibung in der Stadt und im Kreis wieder Fuß fassen wollten und wurde 1946 zum Vorsitzenden des Flüchtlingsbeirates der Stadt Warendorf gewählt. Dies war sein erstes öffentliches Amt. 1947 wurde er Mitbegründer der Jungen Union Warendorf. 1948 wurde er in den Rat der Stadt Warendorf gewählt, dem er 16 Jahre angehörte. Von 1956 bis 1964 war er Vorsitzender der CDU- Ratsunion. Hier arbeitete er im Hauptausschuss, Finanzausschuss, Gewerbe-, Verkehrs-, Betriebs- sowie im Kulturausschuss. In diesen Jahren wurden die Weichen für die Zukunft der Stadt Warendorf gestellt. Neben der Baulandbeschaffung, dem Ausbau der städtischen Infrastruktur und der Wirtschaftsförderung war dies vor allem die Förderung des Sports. Schon 1948 zog das deutsche Olymiadekomitee für Reiterei in die ehemalige Kasernenanlage ein, es folgten der moderne Fünfkampf, die Deutsche Reitschule und schließlich die Bundeswehrsportschule. Warendorf hat seinen Ruf als Stadt des Sports und des Pferdes den Entscheidungen der Politiker in diesen Jahren zu verdanken. 1957 wurde Windelen von den Bürgern seines Wahlkreises zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Dadurch begann seine öffentliche Tätigkeit auf Bundes- und Landesebene. Er bekleidete viele wichtige Ämter, u.a. Vertriebenenminister in der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kiesinger, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen. In seinen politischen Funktionen und durch seine vielfältigen Kontakte hatte Windelen viele Möglichkeiten die Anliegen seiner Wähler und seines Wahlkreises wirksam zu vertreten. Aufgrund seiner großen Verdienste für die Entwicklung der Stadt Warendorf wurde ihm 1991 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Quellen, Foto: H.Windelen, Autor: Christian Ollick |