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Themen für 1990:
 Malte Kumpf - Karriere eines Surftalents
 Ordensschwestern nicht länger am Josephs-Hospital


 
> Malte Kumpf, Karriere eines Surftalents

Als 1990 Vater Peter Kumpf seinen Sohn Malte das erste Mal auf das Surfbrett ließ, hatte er wohl nicht erwartet, dass sein Sprössling mal zu den besten Nachwuchssurfern Deutschlands gehören würde.

Malte 96Doch Malte fand schnell Gefallen an der Sportart, die sich hier in Deutschland schon längst vom Trendsport zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung im weiteren Sinne entwickelt. Auch Malte verbringt den Großteil seiner Ferien und Wochenenden auf einem Brett mit Segel und lässt sich vom Wind ziehen. Doch das ist schwieriger, als es im Fernsehen aussieht. Jeden Anfänger bringen schon kleinere Wellen ins Wasser und Muskelkater nach dem ersten Surftag. Um eine Karriere wie unser jetzt 16jähriger Nachwuchssportler aus Warendorf zu erleben, bedarf es schon einer Menge Talent und vor allem Kontinuität im Trainingsverhalten. Durch den hohen Zeitaufwand muss er andere Dinge etwas zurückstellen, manchmal leidet sogar die schulische Leistung etwas, doch das nimmt er gerne in Kauf für einen Erfolg, von dem viele andere nur träumen.

Schon ein Jahr nach seinen ersten Schritten nahm Malte als jüngstes Mitglied an den vereinsinternen Jugendmeisterschaften teil, hatte aber wegen des Altersunterschiedes in diesem sogenannten Flohpokal keine Chance. In den nächsten Jahren verbesserte er sich immer weiter, nahm 1994 an seiner ersten Regatta in Kaarst teil. Auch hier war er einer der jüngsten beim Wettkampf "Jugend surft". Wahrscheinlich ist der frühe Beginn der sportlichen Karriere ein weiterer Grund für seine guten Leistungen in den folgenden Jahren. Auch seine Großeltern setzten in ihn Hoffnungen und förderten sein Hobby, indem sie ihm nach der Saison im Winter eine komplette Ausrüstung schenkten.

Malte 99Durch ständige Verbesserungen und erste kleine Erfolge trotz des Nachteils seiner Jugend wurden auch die Talentförderer des Landeskaders Nordrhein-Westfalen auf ihn aufmerksam und holten ihn in den D-Kader des Landes (die Kader werden von D zu A immer besser und älter). Durch das spezielle Training mit anderen Talenten folgten in den nächsten Jahren die ersten richtig großen Erfolge: 1997 gewann er den NRW-Cup in der Altersklasse U15, obwohl er erst 14 war. Er wurde Landesmeister seiner Alterskonkurrenz beim Dreiländersee bei Gronau. Im Steinhuder Meer errang er den zweiten Platz (U15). Diesen Erfolg konnte er im darauffolgenden Jahr wiederholen, allerdings diesmal in der Altersklasse U17. Des weiteren gewann er 1998 mit seinem Team den Titel des deutschen Jugendmeisters. Beim Warsteiner Möhne-Cup konnte keiner seiner Jugendlichen Konkurrenten ihm das Wasser reichen, nur ein Seniorensurfer war besser als er, was ihm den zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte. Eine weitere herausragende Leistung am Auesee brachte ihm den ersten Platz in der Einzelwertung und seiner Manschaft ebenfalls das oberste Treppchen auf dem Podium. Außerdem konnte er in diesem Jahr erste internationle Erfahrungen bei der Jugend-WM sammeln. Durch den Altersvorteil der anderen war eine vordere Platzierung nicht möglich.

Malte hat sehr viel Spaß am Surfen, da er oft unterwegs ist und neue Leute kennen lernt. Natürlich ist auch der Erfolg verantwortlich dafür, dass er in der kommenden Saison wieder ehrgeizig auf den Seen und Meeren Deutschlands und Europas an den Start geht. Eines seiner Ziele ist die weitere Vebesserung seiner Leistung, was zur Folge hätte, dass er vom D-Kader eine Stufe höher in den D/C-Kader käme.


Fotos: Kumpf,  Im Gespräch mit Malte Kumpf: David Pahl


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> Ordensschwestern nicht länger am Josephs-Hospital

Bürgermeister Drescher

"Die Stadt Warendorf wird um ein Stück ärmer" - "Eine Aera geht zu Ende" - "Heute ist kein Tag der Freude"

Nur drei von vielen Stimmen anlässlich des Abschiedes der Clemensschwestern aus dem Warendorfer Josephs-Krankenhaus, wo sie seit über 146 Jahren tätig waren. Sie gingen aus personellen Gründen und auf Beschluss des Ordens weg aus Warendorf. Zum Teil zurück ins Mutterhaus nach Münster, einige wird aber auch eine neue Aufgabe erwarten. Vor 146 Jahren haben zwei Schwestern in Warendorf angefangen, sich um die Patienten im Krankenhaus kümmern, zu ihren "Spitzenzeiten" waren es 37. Die letzten neun waren zusammen 231 Jahre im Josephs-Hospital tätig. Vielen, vor allem älteren Patienten fiel es schwer von dieser Tradition Abschied zu nehmen. Die Clemensschwestern waren immer für sie da, wenn sie gebraucht wurden - sei es bei persönlichen Problemen, schweren Entscheidungen, vor denen die Patienten standen, in Momenten der Trauer oder aber auch einfach nur, um sein Herz mal wieder auszuschütten und wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

 

Immer standen die Schwestern des Clemensordens zur Seite, wenn sie gebraucht wurden. Kurator Anton Frisch betonte in seiner Abschiedsrede, dass es nur ein kleiner Dank sei, wenn man den Schwestern zum Abschied ein Geschenk überreiche, da der eigentliche Wert ihrer Arbeit wohl kaum mit Geschenken verdeutlicht werden könne. Zum Abschied überreichte er den Schwestern einen Gutschein für eine siebentägige Reise nach Frascati, Assisi und Rom. Außerdem bekamen die Schwestern die "Brückner-Madonna" überreicht, die lange Zeit auf dem Flur des Krankenhauses gestanden hat. Dr. Kahlert hob damals in seiner Funktion als Sprecher für die Ärzteschaft und Betriebsleitung hervor, dass "sie eine Lücke hinterlassen werden, die nur schwer zu schließen sei", womit er der Beliebtheit der Schwestern bei den Patienten noch einmal Nachdruck verlieh. Auch Weihbischof Friedrich Ostermann und Bürgermeister Dr. Günther Drescher bedankten sich bei den Schwestern für ihre gute Arbeit in Warendorf. Die Clemensschwestern hinterließen eine Lücke, die bis heute nicht vollständig geschlossen werden konnte.


Quelle: Kreisarchiv,  Autor Thomas Skerhutt


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