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Themen für 1989:
Das Landgestüt wurde 1826 auf Bitten der Pferdezüchter Westfalens und der Rheinprovinz von der preußischen Gestütsverwaltung am Münstertor gegründet. Der Pferdebestand betrug damals, am 1. Februar 1826, 13 ostpreußisch gezogene Hengste. Ihnen wurden im Gründungsjahr 943 Stuten zugeführt. Der Bestand wurde jedoch ständig vergrößert. Im Jahre 1839 waren bereits 70 Hengste im Einsatz. In diesem Jahr wurde Warendorf auch "Westfälisches Landgestüt", da das Landgestüt Wickrath für die Rheinprovinz gegründet wurde. Als 1878 der Hengstbestand auf 100 angewachsen war, reichte die alte Anlage am Münstertor nicht mehr aus. Sie wurde auf die rechte Emsseite, ihrem heutigen Standort, verlegt. Im Jahre 1889 wurde die Anlage vom Landgestüt in Betrieb genommen. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz.
1989 war das neue Landgestüt dann 100 Jahre in Betrieb. Heute ist das Nordrhein-Westfälische Landgestüt in Warendorf das einzige in NRW. Die Fläche des Gestüts beträgt heute ca. 8 ha. Die alten Bauten von 1889 mit dem Rondell prägen auch heute noch das Landgestüt.
In den Stallungen sind zur Zeit insgesamt 123 Pferde untergebracht. Insgesamt kümmern sich 60 Arbeiter und 9 Auszubildende um die Pferde. Das Wahrzeichen des Warendorfer Landgestüts ist natürlich die Hengstparade, zu der zu jeder der vier Veranstaltungen pro Jahr fast 8000 Besucher kommen.
Die Liste der Gestütsleiter ist lang und enthält bekannte Namen. Es ist vielleicht interessant, einen Blick darauf zu werfen. Mancher war lange Zeit in seinem Amt, manche haben große Verdienste um die westfälische Pferdezucht erworben.
![]() Susanne Rimkus, Leiterin des Landgestüts, vor einer Statue des Hengstes Paradox, des erfolgreichsten Vererbers für Springpferde.
Am 9.November 1989 öffnete sich ganz überraschend die Mauer in Berlin. Der Grundkurs Sozialwissenschaften, Jahrgangsstufe 13 des Laurentianum, war mit Studienrat Gerhard Waibel gerade in dieser Zeit zu einem Seminar unter dem Thema "Zwei deutsche Staaten - eine Nation ?" in Berlin.
"Flucht" von Tisa v.d. Schulenburg, Originalgraphik aus den Beständen des Gymnasium Laurentianum Das geplante Programm der Tagung war mehr oder minder hinfällig geworden. Stattdessen erlebten die Laurentianer den Windhauch der Geschichte. Ein Bericht darüber ist in "KUNST-WERK-STATT Schule? Zwanzig Jahre Arbeit und Leben im neuen Laurentianum", Warendorf 1994, Hrsg.K.Gruhn, abgedruckt. Im gleichen Buch schreibt der damalige Schulleiter Klaus Gruhn zum Thema "Der Deutsche Herbst und das Laurentianum" und lässt dabei zwei Schüler, die direkt betroffen waren, zu Wort kommen. Dieser Text steht hier zur Verfügung. Quellen: Archiv des Landgestüts, E.Feldmann(2 Fotos), T.Flaute(1 Foto), Laurentianum Archiv, Autor: Thomas Flaute |
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