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Die Wirtschaftsschau "Treffpunkt Warendorf", die ein Spiegelbild der heimischen Wirtschaft sein sollte, versank am Dienstag, den 29.5.1984 in den schlammigen Fluten der Ems. Aufgrund der heftigen Regenfälle am Vortag schwoll sie innerhalb kurzer Zeit so an, dass sie um vier Uhr morgens ihr Flussbett verließ und das Ausstellungsgelände am Warendorfer Lohwall überflutete. Innerhalb von zwei Stunden standen die Ausstellungshallen bis zu 1,70 Meter unter Wasser. In Folge des Wasserdrucks hatten sich die Holzböden gelöst und waren an die Wasseroberfläche geschwemmt worden. Zu dieser Flutkatastrophe war es nach tagelangen Regenfällen in Ostwestfalen und im Warendorfer Raum gekommen. ![]() Die überfluteten Zelte auf den Emswiesen. Es gab jedoch heftige Vorwürfe der Aussteller gegenüber den Veranstaltern, da es tagelang geregnet hatte und somit ein Hochwasser zu erwarten gewesen war. Doch sowohl dieses, als auch, dass die Lohwallwiesen im Flächennutzungsplan als Emsüberschwemmungsgebiet eingetragen waren, übersah der Veranstalter, die Halle Münsterland. Zumindest einige Aussteller hatten mitgedacht und wollten noch am Vorabend ihre wertvollen Waren in Sicherheit bringen, wurden jedoch vom Wachpersonal daran gehindert. Diese hatten strikte Anweisungen bekommen, keine Waren vom Gelände zu lassen, da mit einer Überflutung nicht zu rechnen sei. Doch nicht nur in diesem Fall wurden Vorwürfe laut. Die Rettungseinheiten arbeiteten für sich alleine, ohne eine Art der Koordination. Es gab weder einen Krisenstab, noch übernahm irgendeiner die Organisation der Rettungsmaßnahmen. Es herrschte das reine Chaos: Schaulustige, Aussteller, Wachpersonal, Feuerwehr und Bedienstete der Halle Münsterland liefen durcheinander. Doch die wirklichen Betroffenen sind die vielen kleinen Betriebe, die teilweise die Hälfte ihres Betriebsvermögens in die Ausstellung gesteckt hatten und jetzt vor dem Ruin stehen. Quellen: "Die Glocke" 29.5.1984 aus dem Kreisarchiv in Warendorf , Autor: Thomas Gewering |