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Themen für 1983:
 Wahlhochrechnung durch Schüler des Laurentianum
 Neubau der Kreisberufsschule


 
> Öffentliche Wahlhochrechnung durch Schüler des Laurentianum

Plakat
Plakat, Entwurf Michael Schlingmann,
Druck Christof Huil, beide Abitur 1983
Die "Generalprobe" lief glatt. Die Laurentianum-Arbeitsgruppe "Wahlhochrechnung" probte am Donnerstagnachmittag den Ernstfall. Es ging noch alles durcheinander und etwas hektisch zu, aber im Großen und Ganzen sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe zufrieden. Mit den Daten der Wahl 1976 und den Schnellmeldungen von 1980 wollte die Arbeitsgruppe feststellen, ob ihre ausgearbeiteten Computerprogramme richtig sind und welche Komplikationen unter Umständen auftreten könnten.

Es war schon eine Freude, sich auf dem Fernsehbildschirm die farbigen Schaubilder und Graphiken anschauen zu können. Schon nach den ersten vier Eingaben stand die erste Hochrechnung fest, die, so Harald Otto, erfreulicherweise sehr nah an das Endergebnis herankommt.

Hochrechner
Generalprobe, in der Mitte: Informatiklehrer H.M.Otto
So schrieb 1983 "Die Glocke". Die Lokalzeitungen waren bei der Generalprobe anwesend und berichteten vor und nach dem Ereignis ausführlich über die Wahlhochrechnung der Laurentianer. Das war das erste größere Projekt der Informatiker am Lau und es wurde mit viel Einsatz durchgeführt. Klappern gehörte auch zum Handwerk und so wurden Plakate in der Stadt aufgehängt, um auf die Aktion am Wahlabend hinzuweisen. Die Aktion war öffentlich und fand in den Räumen der Stadtverwaltung statt. Direkt mit den Schnellmeldungen aus den Wahllokalen, die beim Wahlleiter der Stadt aufliefen, wurden die Computer des Lau gefüttert, die dann kurz darauf die Hochrechnungen ausdruckten und auf Bildschirmen graphisch anzeigten. In den Wochen zuvor waren mit Hilfe der Mathematiklehrer Josef Muth und Harald Otto die mathematischen Grundlagen erarbeitet worden und die nötigen Programme erstellt worden.

Hochrechner 2
Ralf Grosse-Kunstleve, Abitur 1983, erklärt einem Passanten die Hochrechnung
Am Tag der Bundestagswahl, 6. März 1983, klappte die Wahlhochrechnung für die Stadt Warendorf dann auch prima. Mit dem Wahl-Computer aus der Arbeitsgemeinschaft Informatik stand gegen 19 Uhr die Hochrechnung schon fest, die mit dem Endergebnis erstaunlich gut übereinstimmte. Die Schülergruppe feierte diese beachtliche Leistung als Erfolg. Das Interesse bei den Schülern und Zuschauern im Haus der Stadtverwaltung war entsprechend groß. Einige Tage später spendierte Schulleiter Gruhn allen Beteiligten eine Runde Kaffee und Kuchen.

 
 

Quellen: Archiv Laurentianum,  Autor: André Altenau


 

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> Neubau der Kreisberufsschule

Im Jahr 1983 wurde nach längerer Planung endlich der Neubau der Berufsschule errichtet. Bis dahin waren die einzelnen Teil-Schulen dieses großen Schulsystems, die jetzt in der Kreisberufsschule zusammengefasst sind, in mehreren Einzelgebäuden untergebracht.

Aus kleinen, örtlichen Fortbildungsschulen, die von Gemeinden, Innungen oder Verbänden getragen wurden, wurde die Kreisberufsschule 1934 gegründet. Die Vorgängerschulen waren zum Teil Sonntags- oder Abendschulen. Die neue Schule, damals noch für einen kleineren Kreis Warendorf, begann mit 624 Schülern in 27 Klassen in den Standorten Warendorf (23 Klassen), Freckenhorst (1), Sassenberg (1) und Greffen (2 Klassen). Seit 1936 waren alle Jugendliche bis zum 18.Lebensjahr schulpflichtig.

Die Berufschule hat sich dann in den folgenden Jahrzehnten dynamisch entwickelt. Die klassische Berufsschule entwickelte die Abteilungen gewerblich-technisch-landwirtschaftlich, kaufmännisch und hauswirtschaftlich-allgemeingewerblich. Dazu kamen Berufsfachschulen für Wirtschaft (zweijährige Handelsschule) und die Berufsfachschule für Ernährungs- und Hauswirtschaft. Dann gibt es noch die Fachoberschule, die den Abschluss Fachhochschulreife vermittelt.


Berufsschule 1974
Berufsschule mit Turnhalle am Siskesbach 1974

Das Schulgebäude mit Turnhalle am Siskesbach ist mehrfach umgebaut und erweitert worden. Für einige Abteilungen wird es heute noch genutzt, weil sogar der Neubau für die immer weiter gewachsene Schule nicht ausreicht. Bereits 1973 beschloss der Kreistag den Neubau und 1974 war bereits ein Architektenwettbewerb gelaufen.

Dieses Schulgebäude wurde nun am 14.1.1983 offiziell eingeweiht. Damit auch die Öffentlichkeit von den neuen Möglichkeiten und der modernen Einrichtung erfuhr, wurde am 18.1.1983 erstmals ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Dieser wurde zu einem großen Erfolg und alle 2000 Besucher waren begeistert von den Möglichkeiten, die die Berufsschule den Schülern bieten kann. Dieses lag nicht nur an der großen Vielfalt von verschiedenen Fachräumen, sondern auch an der besonderen Einrichtung dieser Räume. So wurden 1983 einige der Maschinen zur Metallbearbeitung extra für die Berufsschule entwickelt und angefertigt.


Berufsschule 1999
Berufskolleg Warendorf 1999

Der immer noch populäre Begriff "Berufsschule" stimmt heute nicht mehr. Die Berufsschule im engeren Sinn ist heute eine der Schulformen des Berufskolleg Warendorf. In der Berufsschule werden die Schüler unterrichtet, die sich in einer Berufsausbildung befinden und einen Berufsabschluss (z.B. Facharbeiterbrief) anstreben. Diese Schüler haben 10 bis 14 Unterrichtsstunden in der Woche oder aber 13 Wochen Blockunterricht. Diese Mischung aus betrieblicher Ausbildung und Berufsschule wird duales System genannt.

Heute werden fast 2000 Schülerinnen und Schüler von 85 Lehrern im Berufskolleg Warendorf unterrichtet. Das Berufskolleg Warendorf ist heute eine Bündelschule, ihr gehören die folgenden Schulformen an:

  1. Berufsschulen im gewerblich-technischen, allgemeingewerblichen, landwirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich
  2. Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr in den Berufsfeldern Metalltechnik, Holztechnik, Elektrotechnik, Ernährung und Hauswirtschaft
  3. Berufsgrundschuljahr in den Berufsfeldern Holztechnik, Elektrotechnik und Metalltechnik
  4. 2-jährige Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung (Handelsschule)
  5. 2-jährige Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft
  6. 2-jährige höhere Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule)
  7. 1-jährige höhere Berufsfachschule im Bereich Wirtschaft und Verwaltung für Abiturienten
  8. 1-jährige Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschhaft
  9. Höhere Berufsfachschule für Sozialpädagogik (Fachschule für Sozialpädagogik)
  10. Fachoberschule Technik (Bereiche Metall und Elektro)
  11. Höhere Berufsfachschule mit gymnasialer Oberstufe, Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung

 

Quellen: Kreisarchiv,Glocke ,  Autor: Ingo Meierhoff


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