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Gleich in zwei Jugendzentren wurde im Jahr 1977 die Arbeit aufgenommen: in Warendorf und Everswinkel. Schon Anfang des Jahres - 18. Februar - erfolgte die offizielle Einweihung des HOT in Everswinkel, Warendorfs Jugendzentrum folgte fast auf den Tag genau vier Monate später. Beide Gemeinden hatten die Häuser einer "Konjunkturspritze" zu verdanken, die im Herbst 1975 verteilt worden war (das waren noch Zeiten). Das Land übernahm einen erheblichen Teil der Kosten. ![]() Ein Luftbild, das auch den Bereich zeigt, in dem das HOT gebaut wurde. ![]() Das Hot am Emskolk 1977 Während jedoch das Jugendzentrum Everswinkel nach einigen Querelen um die Satzung aus den Schlagzeilen verschwand, sorgte das Jugendheim Warendorf für weit mehr Diskussionsstoff, hatte allerdings auch größere Probleme zu bewältigen. Denn im Gegensatz zu Everswinkel hatte in der Kreisstadt bereits ein Jugendzentrum bestanden - EmsPOT genannt. Die Arbeit in diesem Haus war nicht leicht, zahlreiche Schwierigkeiten mussten beseitigt werden. Mehrmals kam es zur Schließung des Hauses, das letzte Mal zwei Monate vor der Eröffnung des neuen an der Ems am 27. April. Den Jugendlichen fiel außerdem der Übergang vom alten Bau des EmsPOT in den neuen, modernen des HOT nicht leicht. Und so nahm man am 13. Juni wehmütig Abschied vom alten Haus, das symbolisch begraben wurde. ![]() Das Hot am Emskolk 1999 Am 27. Juni fand dann die offizielle Einweihung des neuen Jugendzentrums an der Ems statt. Doch aus den Schlagzeilen kam dieses Haus nicht heraus. Hatte schon im Februar eine hauptamtliche Fachkraft gekündigt, so folgte im September die Kündigung der neu eingestellten Fachkraft. Nicht zuletzt Schwierigkeiten mit dem Heimrat - dem obersten Hausgremium - hatten dazu den Ausschlag gegeben. Der Heimrat wurde nun immer mehr kritisiert, die Forderungen nach einem Heimleiter wurden lauter. 1977 konnten die Diskussionen darüber noch nicht abgeschlossen werden, am 20. Dezember hatte ein erstes Gespräch zwischen Vertretern der Stadt, des Heimrates und des Trägervereins stattgefunden, die noch ungelösten Probleme gingen jedoch ins Jahr 1978. Heute - über 20 Jahre später - erfreut sich das HOT bei vielen Warendorfer Jugendlichen großer Beliebtheit und hat zudem nicht mehr mit Negativschlagzeilen zu kämpfen. Wie auch in Everswinkel ist das HOT zu einer zentralen und wichtigen Einrichtung des Stadtbildes geworden und wäre aus den Köpfen der Einwohner und vor allem der Jugend nicht mehr wegzudenken. Quellen: Stadtarchiv/Glocke, Foto(1): Otto, Autor: Jan Meiners |