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Themen für 1974:
 Der Emssee
 Ein Neubau für das Gymnasium Laurentianum


 
> Der Emssee

Hochwasser 1998
Hochwasser 1998 am Lohwall
Die Warendorfer erlebten immer wieder schlimme Hochwasser der Ems. Im Jahr 1946 fand zuletzt eine Hochwasserkatastrophe statt, die sehr große Schäden am Emslauf anrichtete. Es waren sogar Brücken eingestürzt. Jahrzehnte zuvor hatte der Ausbau der Ems bereits begonnen - aus heutiger Sicht nicht immer sehr vernünftig. In den Jahren 1948/49, 1951 und 1962/63 wurden weitere Maßnahmen durchgeführt mit dem Ziel größere Sicherheit gegen Hochwasser zu erreichen und die Wirtschaftsflächen zu sichern. In Warendorf wurde die Ems im Bereich des Betriebsgeländes der Firma Brinkhaus kanalisiert.

Emssee
Überlaufschwelle 1974
Im Jahr 1974 fand der Ausbau der Ems seinen Abschluss mit der Fertigstellung des Emssees. Ein Teil der Emsaue neben dem ausgebauten Emslauf wurde zu einem See ausgebaut, der in eine großzügige Parkanlage eingebettet ist. Bei Hochwasser tritt die Ems über die im Bild gezeigte Überlaufschwelle (Foto rechts, von 1974 und Foto unten rechts, von 1974, unten rechts mit der Maus berühren!) und ergießt sich in den Emssee, der hier wie ein Polder wirkt. Bei starkem Hochwasser werden dann weitere Teile der Emsaue überflutet, besonders die Lohwallwiesen (Foto oben, von 1998), die auch speziell als Überflutungsgebiet vorgesehen sind. Normalerweise beschränken sich heute die Auswirkungen der jährlichen Emshochwasser auf die Überflutung dieser Gebiete und insofern waren die Maßnahmen zum Hochwasserschutz erfolgreich.

Karte Dort, wo früher Ödland, Wiesen und Warendorfs ehemals in Europa berühmte Bleichen waren, erstreckt sich heute ein in Ost-West-Richtung rund 1,4 km langer See, der von der Überlaufschwelle der Ems bis zum Lohwall reicht und hier den Altarm des Flusses einbezieht. Er soll sowohl dem Hochwasserdurchfluss der Ems dienen, um die fast jedes Frühjahr eintretenden Überschwemmungen zu steuern, als auch Freizeit- und Erholungsfunktionen, die hier bereits mit dem Bau des Freibades 1959 einen Schwerpunkt erhielten.

Emssee 1974
Emssee im Luftbild 1974
Der Emssee mit der Parkanlage hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet der Warendorfer entwickelt. Seit 1978 konnte der Emssee-Park auch um das Gelände des ehemaligen Parks von Haus Bleiche erweitert werden. Ein Reitweg, Wanderwege über den leichten Geländemodellierungen der Ufer des Sees und des Flusses erschließen den Park, in dem ein Kinderspielplatz und Freizeitgelände, auch ein Bootshaus mit Bootsstegen weitere Schwerpunkte bilden und Aktivmöglichkeiten bieten. Sogar einige Segelboote findet man auf dem See. Standortgerechte heimische Bäume und Gewächse gestalten Ufer und Parklandschaft. Eine neue Brücke verbindet das Erholungsgebiet mit der Altstadt auf dem Südufer der Ems unweit des Marienheimes für ältere Mitbürger.

Das Luftfoto (rechts) zeigt die regulierte Ems mit dem Emssee und Emsseepark zwischen Altstadt und den Neubaugebieten nördlich des Flusses an der Kreutzbrede und Sassenberger Straße. Obgleich zum überwiegenden Teil noch im Gebiet der Josefs-Pfarrei gelegen, ist der Emssee-Park ein Freizeit- und Erholungszentrum und Treffpunkt für die ganze Stadt. Der Emssee ist in doppelter Sicht eine Einrichtung, auf die heute kein Warendorfer verzichten möchte.


Emssee 1998


Quellen: "170 Jahre Kreis Warendorf",1974,Kreisarchiv,Laurentianum  Autor: Christian Holtkötter


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> Ein Neubau für das Gymnasium Laurentianum

Das Laurentianum, zurückgehend bis zur Schola Latina von 1329, ist in den Jahrhunderten in mehreren Gebäuden untergebracht. Die ältesten Gebäude findet man nicht mehr, aber die letzten drei Schulhäuser - alle drei bemerkenswerte Beispiele der Architektur ihrer jeweiligen Zeit - sind im Stadtbild von Warendorf präsent.

Diese drei Schulgebäude wurden jeweils am Stadtrand errichtet. Das klassizistische Gebäude von 1828 wurde am kurz vorher niedergelegten Wall am Rande der südlichen Altstadt errichtet. Es war für 100 Jahre bis 1928 das Laurentianum. Heute ist es das Haus der Volkshochschule. Das große, typisch preußische Backsteingebäude, das dann zum Laurentianum wurde, war vorher lange Jahre als Lehrerseminar benutzt worden. Es wurde südlich der Innenstadt jenseits der alten Stadtwälle errichtet. Bis 1974 beherbergte es die Schule.


1828-1928   1928-1974
Gymnasium Laurentianum von 1828 - 1928, heute Volkshochschule Gymnasium Laurentianum von 1928 - 1974, heute Abteilungen der Stadtverwaltung

Auch das folgende Schulgebäude wurde am damaligen Südwestrand der Stadt Warendorf errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich nur das Hallenbad und Sportanlagen. Dahinter waren Äcker bis nach Freckenhorst, wo sich heute weitere Schulen und das Wohngebiet Hanseviertel befinden. Anders als die beiden vorherigen Bauten, die eine repräsentative Frontseite haben, ist das neue Laurentianum ein Betonbau, der von jeder Seite ähnlich aussieht, aber bei genauem Hinsehen doch interessante Merkmale aufweist.


Hallenbad
Der Parkplatz vor dem Laurentianum, Hallenbad und Fünfkampf-Zentrum im Jahr 1974.
Heute ist die freie Landschaft im Hintergrund mit Berufsschule, Augustin-Wibbelt-Gymnasium
und Kreishandwerkerschaft bebaut.

 
1975
Das Gymnasium Laurentianum, Südseite, im Jahr 1975,
gesehen vom Parkplatz vor dem Hallenbad

 
1978
Das Gymnasium Laurentianum, Südseite, im Jahr 1978.
 
1999
Das Gymnasium Laurentianum, Nordseite und Schulhof, im Jahr 1999.
 

Das neue Gymnasium Laurentianum wurde seit 1968 geplant und 1974 fertiggestellt und bezogen. Es wurde in Sichtbetonbauweise nach Plänen des namhaften Architekten Professor Deilmann aus Münster errichtet. Im Einzugsjahr 1974 befanden sich 780 Schüler und 47 Lehrer an der Schule. Zu dieser Zeit war das Lau noch eine reine Jungenschule. Dennoch befanden sich im Jahre 1974 auch drei Mädchen an der Schule. Seit 1981 ist das Laurentianum eine koedukative, das heißt für Jungen und Mädchen offene Schule.

Die Geschichte des Lau weist bis in das Jahr 1329 zurück. Dazu findet man auf der Website des Laurentianum mehrere Texte. 1979 feierte die Schule ihr 650jähriges Bestehen. Seit 1973 hat es seine jetzige Form als Gymnasium in städtischer Trägerschaft. Heute, im Schuljahr 1999/2000, befinden sich 1021 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Laurentianum, davon sind 405 Mädchen. Es unterrichten 68 Lehrer an der Schule. Und nach all den Jahrhunderten Laurentianum ist seit 1998 eine Frau, Marlis Ermer, die Schulleiterin der Traditionsschule.


Quellen: Archiv Laurentianum;  Fotos: S.Otto (4,1999), Lau-Archiv (1,1978).  Autorin: Claudia Riesenbeck


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