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Themen für 1974:
Das Luftfoto (rechts) zeigt die regulierte Ems mit dem Emssee und Emsseepark zwischen Altstadt und den Neubaugebieten nördlich des Flusses an der Kreutzbrede und Sassenberger Straße. Obgleich zum überwiegenden Teil noch im Gebiet der Josefs-Pfarrei gelegen, ist der Emssee-Park ein Freizeit- und Erholungszentrum und Treffpunkt für die ganze Stadt. Der Emssee ist in doppelter Sicht eine Einrichtung, auf die heute kein Warendorfer verzichten möchte.
Quellen: "170 Jahre Kreis Warendorf",1974,Kreisarchiv,Laurentianum Autor: Christian Holtkötter
Das Laurentianum, zurückgehend bis zur Schola Latina von 1329, ist in den Jahrhunderten in mehreren Gebäuden untergebracht. Die ältesten Gebäude findet man nicht mehr, aber die letzten drei Schulhäuser - alle drei bemerkenswerte Beispiele der Architektur ihrer jeweiligen Zeit - sind im Stadtbild von Warendorf präsent. Diese drei Schulgebäude wurden jeweils am Stadtrand errichtet. Das klassizistische Gebäude von 1828 wurde am kurz vorher niedergelegten Wall am Rande der südlichen Altstadt errichtet. Es war für 100 Jahre bis 1928 das Laurentianum. Heute ist es das Haus der Volkshochschule. Das große, typisch preußische Backsteingebäude, das dann zum Laurentianum wurde, war vorher lange Jahre als Lehrerseminar benutzt worden. Es wurde südlich der Innenstadt jenseits der alten Stadtwälle errichtet. Bis 1974 beherbergte es die Schule.
Auch das folgende Schulgebäude wurde am damaligen Südwestrand der Stadt Warendorf errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich nur das Hallenbad und Sportanlagen. Dahinter waren Äcker bis nach Freckenhorst, wo sich heute weitere Schulen und das Wohngebiet Hanseviertel befinden. Anders als die beiden vorherigen Bauten, die eine repräsentative Frontseite haben, ist das neue Laurentianum ein Betonbau, der von jeder Seite ähnlich aussieht, aber bei genauem Hinsehen doch interessante Merkmale aufweist. ![]() Der Parkplatz vor dem Laurentianum, Hallenbad und Fünfkampf-Zentrum im Jahr 1974. Heute ist die freie Landschaft im Hintergrund mit Berufsschule, Augustin-Wibbelt-Gymnasium und Kreishandwerkerschaft bebaut. ![]() Das Gymnasium Laurentianum, Südseite, im Jahr 1975, gesehen vom Parkplatz vor dem Hallenbad ![]() Das Gymnasium Laurentianum, Südseite, im Jahr 1978. ![]() Das Gymnasium Laurentianum, Nordseite und Schulhof, im Jahr 1999. Das neue Gymnasium Laurentianum wurde seit 1968 geplant und 1974 fertiggestellt und bezogen. Es wurde in Sichtbetonbauweise nach Plänen des namhaften Architekten Professor Deilmann aus Münster errichtet. Im Einzugsjahr 1974 befanden sich 780 Schüler und 47 Lehrer an der Schule. Zu dieser Zeit war das Lau noch eine reine Jungenschule. Dennoch befanden sich im Jahre 1974 auch drei Mädchen an der Schule. Seit 1981 ist das Laurentianum eine koedukative, das heißt für Jungen und Mädchen offene Schule. Die Geschichte des Lau weist bis in das Jahr 1329 zurück. Dazu findet man auf der Website des Laurentianum mehrere Texte. 1979 feierte die Schule ihr 650jähriges Bestehen. Seit 1973 hat es seine jetzige Form als Gymnasium in städtischer Trägerschaft. Heute, im Schuljahr 1999/2000, befinden sich 1021 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Laurentianum, davon sind 405 Mädchen. Es unterrichten 68 Lehrer an der Schule. Und nach all den Jahrhunderten Laurentianum ist seit 1998 eine Frau, Marlis Ermer, die Schulleiterin der Traditionsschule. Quellen: Archiv Laurentianum; Fotos: S.Otto (4,1999), Lau-Archiv (1,1978). Autorin: Claudia Riesenbeck |