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Als 1973 die Organisation der erdölexportierenden Staaten OPEC den Ölhahn dramatisch drosselte, kamen die vom arabischen Öl sehr abhängigen Industriestaaten in arge Bedrängnis. Schon Ende Oktober wurden die Stimmen lauter, die ein Sondergesetz gegen die bevorstehende Energiekrise forderten. Dann, am 25. November, war es soweit: Generelles Fahrverbot am Sonntag und Tempobeschränkungen auf deutschen Straßen (80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen). Doch Deutschland war nicht das einzige Land, in dem diese neue Regelung angewandt wurde. Daneben durfte man auch in Holland, Belgien, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz am Sonntag nicht mehr fahren. Während die bis dato boomende Industrie immer schlechtere Wachstumszahlen vorwies, nahmen es die Warendorfer wesentlich gelassener.
Besonders die jüngere Generation erfreute sich an den neuen Umständen und nutzte die gähnend leeren Straßen zum Rollschuh- und Fahrradfahren, und sogar zum Reiten. Dies braucht nicht zu verwundern, denn Warendorf ist eine berühmte Pferde- und Reiterstadt. Quellen: Kreisarchiv, Bilder: "Die Glocke", Autor: Ron Heise |
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