Zurück zur Startseite Was geschah zwischen 1949 und 1959 ? Was geschah zwischen 1960 und 1969 ? Was geschah zwischen 1970 und 1979 ? Was geschah zwischen 1980 und 1989 ? Was geschah zwischen 1990 und 1999 ?
Road Ahead Prize 2000
1969  1970  1971  1972  1973  1974
1975  1976  1977  1978  1979  1980
Navigation
Unser ProjektThemen aus der großen, weiten WeltZur Lau Suchmaschine




international Krieg zwischen Indien und Pakistan, in der Folge wird Bangla Desh souverän   -   Streiks in Polen
  
deutsch Nobelpreis für Kanzler Willy Brandt   -   Transitabkommen   -   Ulbricht geht, Honnecker kommt

 

> Alljährlich Fettmarkt

In unserer kleinen Stadt findet alljährlich im Oktober der weithin bekannte Fettmarkt statt. Seit 1675 gibt es in Warendorf im Herbst diesen Vieh- und Krammarkt. Die ursprünglich wichtige Funktion für den Warenaustausch zwischen Stadt und Land hat der Fettmarkt lange verloren, obwohl auf den Emswiesen auch heute noch aus Tradition ein Vieh- und Landmaschinenmarkt durchgeführt wird. Heute ist mit dem Fettmarkt ein beachtliches Reitturnier und eine große Kirmes verbunden. Der eigentliche Fettmarkt mit dem Viehmarkt findet immer am Mittwoch nach dem 18.Oktober statt oder am 18.Oktober, wenn dieser ein Mittwoch ist.

Für Jugendliche und Familien ist es die Kirmes, die den Reiz ausmacht. Die wirkliche Attraktion des Fettmarkts ist seit den frühen 70er Jahren der große Trödelmarkt, der in der ganzen historischen Altstadt stattfindet, mit mehreren Hundert Ausstellern, dabei viele Privatleute, und etwa 100000 Besuchern.

Es gibt vieles zu sehen. Von allen Straßen strömen die Menschen über die Teufelsbrücke in Richtung Lohwall, dem Platz auf dem die Fettmarktkirmes stattfindet. Auf dem Weg dahin kommt man an vielen kleinen Ständen vorbei, wo man jede Menge Krimskrams kaufen kann. Alles, von der Hose bis zum Taschenmesser, ist zu erwerben.

Wenn man weiter geht, kommt man auf den Viehmarkt, wo seit Jahrhunderten die Bauern aus der Umgebung zusammenkamen und ihr Vieh zum Verkauf anboten. Wie früher ist auch heute der Handel erst abgeschlossen, wenn sich die Geschäftspartner die Hand geben.

Aber es wurden nicht nur Tiere und Waren verkauft. Bauern kamen von weit her um ihren Sönen eine angemessene Gattin zu "kaufen"! Ja, kaufen, denn andere Bauern kamen mit ihren Töchtern auf den Fettmarkt und boten sie zum Verkauf an.

Auf dem Weg hört man auch eine Menge Geschrei: "Bananen, Äpfel, Weintrauben". Ja, das ist der allseits bekannte billige Jakob, der sprichwörtlich für einen Appel und ein Ei sein Obst zum Verkauf anbietet. "Stadt und Land Hand in Hand" behauptet ein Slogan. An diesem einen Mittwoch im Oktober stimmt er jedenfalls.


Fettmarkt Plakat 1984


Quelle, Bild: http://www.warendorf.de,  Plakat: Kreisarchiv,  Autor: Ulf Schwekendiek


zum Textanfang



| Start | Projekt | Warendorf | Bundestag | Ereignisse | Eindrücke | Ergänzungen | Suchen | Lau-Homepage |