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> Die Pferdestadt wird Filmstar

WAFSchon 1967 war die Stadt Warendorf in aller Welt bekannt, da sie aufgrund ihrer Beziehung zum Pferde schon immer ausgezeichnete Sportler hervorgebracht hat. Das war wohl auch der Grund, warum sich ein kleines Filmteam aus Köln gerade auf den Weg nach Warendorf neben neun anderen Städten, wie zum Beispiel Kiel, gemacht hat, um als Schauplatz für einen Film zu dienen, der in Japan, Frankreich, England, Amerika und vielen, vielen anderen Nationen über die Bildschirme von Millionen und aber Millionen Menschen flackern sollte. Schon bald sollte der ganzen Welt zugänglich sein, wie es in der kleinen Kreisstadt Warendorf aussah. Da waren die "gute Stube" der Kreisstadt, der alte Markt, das damals moderne Freibad, die Doppelturnhalle an der Breslauer Straße, das Landgestüt und das Olympiade-Komitee für Reiterei, die Deula sowie die Reitanlage an der Tönneburg. Kurz gesagt, Warendorf gehörte mit zu den "Stars", die von Regisseur Willi Purucker und seinem dreiköpfigen Team auf einen Zelluloidstreifen gebannt wurden. Der Film wurde unter anderem den Nationen zur Verführung gestellt, die sich an den Olympischen Spielen in Mexiko 1968 und 1972 in München beteiligt hatten.

Insgesamt vier Tage weilten der Regisseur, seine zwei Kameramänner und ein Toningenieur in Warendorf, nachdem sie den Auftrag vom Bundespresseamt und dem Außenministerium erhalten hatten, jenen Sportstätten einen ausgiebigen Besuch abzustatten, in denen die Sportler für die Spiele in Mexiko und München trainiert wurden. Überrascht von dem, was Warendorf zu bieten hat, zeigten sich vor allem diejenigen, die glaubten, dass Warendorf nur ein kleines Provinzstädtchen sei, welches keine Reize habe. Und so war Willi Purucker nicht nur erstaunt über die vorbildlichen Sportanlagen und das malerische Städtebild Warendorfs, er sorgte auch dafür, dass all diese Dinge ihren Platz auf dem Filmstreifen fanden und ins rechte Licht gerückt wurden. Glück hatte er ebenfalls in der Hinsicht, dass zur gleichen Zeit die Spitzensportler im Fünfkampf in ihrem Ausbildungszentrum in Warendorf weilten und für ihre WM in Schweden trainierten. Das Filmteam folgte den Fünfkämpfern auf Schritt und Tritt, indem es sie dabei verfolgte, als sie im Schwimmbad mit kraftvollen Zügen das Wasser teilten, als sie ihre Schießkünste auf dem Schießstand an der Tönneburg unter Beweis stellten, ihre Pferde zum Ritt sattelten oder sich spannende Gefechte in der Doppelturnhalle an der Breslauer Straße lieferten.

Eines steht jedoch fest: Warendorf wurde von seiner besten Seite gezeigt, wofür selbstverständlich Willi Purucker gesorgt hatte, denn er fühlte schon recht bald eine Ader für das "Provinzstädtchen" schlagen.

Doch nicht nur in der fernen Vergangenheit war Warendorf als filmische Kulisse gefragt, denkt man zum Beispiel an den Film "Leo Leo" mit Jürgen von der Lippe und Harald Schmidt, der sich dann allerdings nicht zu einem ganz großen Hit entwickelte. Warendorfs "Gute Stube", der historische Marktplatz, bildete auch schon mehrfach die Kulisse für Fernsehsendungen. Auch in Zukunft wird man Warendorf vielleicht wieder über die Bildschirme huschen sehen, denn die beliebte Stadt wird immer reizvoller.


Quellen: Kreisarchiv Warendorf,  Autor: Alexander Fölling


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