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Themen für 1965:
Dank des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und des 1. deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer wurde am 22.1.1963 zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland ein Freundschaftsvertrag in Paris unterzeichnet. Dadurch reichten zwei Nachbarstaaten, die jahrhundertelang zerstritten waren, sich endlich wieder die Hände zur Versöhnung. Auch in Warendorf gab es einige Frankreichfans, die wenig später, am 30.3.63, die Deutsch-Französische Gesellschaft Warendorf gründeten. Diese Gesellschaft machte es sich zur Aufgabe für Warendorf eine französische Partnerstadt zu finden. Mit besonderem Engagement verfolgte der damalige Vorsitzende Dr. Freiburg-Rüter dieses Ziel. So wurde am 11.4.1965 die Partnerschaftsurkunde im alten Rathaus der Stadt Warendorf unterzeichnet. Auf dem Foto stoßen der Barentiner Bürgermeister André Marie (links) und der Warendorfer Bürgermeister Dr. Kluck auf die "jumelage" (dt.: Städtepartnerschaft) an. Rechts im Bild befindet sich Dr. Freiburg-Rüter; im Hintergrund der CDU-Bundestagsabgeordnete Heinrich Windelen. Wie wird nun die Partnerschaft in Warendorf und Barentin gelebt? Es gibt zum Beispiel den Austausch französischer und deutscher Schüler. Weiterhin besuchen sich sportlich oder musikalisch orientierte Gruppen gegenseitig. Bei offiziellen Anlässen ist stets eine kleine Delegation aus der Partnerstadt anwesend. Aber auch die Bevölkerung allgemein erhält im Schnitt alle 5 Jahre die Gelegenheit, die Partnerstadt zu besuchen. So wurden beispielsweise 1985 anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der "jumelage" 10 Bürgerbusse in Richtung Barentin eingesetzt. Alle Warendorfer waren in französischen Familien untergebracht, so dass zahlreiche Freundschaften entstanden. Für das Jahr 2000 und gleichzeitig zum 35-jährigen Bestehen der Partnerschaft werden zu Pfingsten Bürger aus Barentin erwartet; die Warendorfer hingegen werden im Herbst nächsten Jahres zum Gegenbesuch starten.
Das Plakat zur beliebten Unterhaltungssendung "Spiel ohne Grenzen" erinnert an die Jugendjahre des Fernsehens. Das "Zweite Deutsche Fernsehen" hatte gerade einmal seinen Sendebetrieb aufgenommen, die in der "ARD - Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands" zusammengeschlossenen Sender entwickelten damals die "Dritten" Programme. Längst nicht jeder Haushalt verfügte über einen Fernseher - aus heutiger Sicht ein kaum vorstellbarer Zustand. Die Sendung Spiel ohne Grenzen lief viele Jahre in der ARD. Sie erreichte hohe Einschaltquoten, wie sie heute nicht mehr möglich sind. Die Spielrunden gegen ausländische Städte und natürlich die Finalrunden waren Eurovisionssendungen. Die Spiele waren immer mit viel Wasser und Schmierseife verbunden. Als Reporter vor Ort wirkte der später sehr bekannte Frank Elsner. In den 70er Jahren war die Spielidee dann ausgereizt und die Sendefolge wurde eingestellt. Quellen: Deutsch-Französische Gesellschaft, Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv,Reihe 2,Heft 3,W.Grabe:Plakatsammlung, 1994, Autor: Christian Binkhoff |