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> Erster Internationaler Fünfkampf-Wettbewerb in Warendorf

  im Rathaus
Oberst Nobs, Chef der schweizerischen Delegation, trägt sich in das Gästebuch im Rathaus ein. Im Hintergrund Bürgermeister Menge im Gespräch mit dem britischen Delegationschef Brigadier Wieler
Am 22.7.1961 sollte zum ersten Mal in Warendorf ein Internationaler Wettkampf stattfinden, nachdem der Verein für den Modernen Fünfkampf e. V. erst einige Wochen zuvor gegründet worden war. Am 21.7.1961 trafen die Wettkämpfer aus der Schweiz und aus England bei strömendem Regen und unter den neugierigen Blicken der Bürgerschaft in Warendorf ein, um am nächsten Tag gegen zwei Mannschaften aus Deutschland anzutreten. Aus diesem Anlass hatte man die Fahnen der drei antretenden Länder, der Stadt Warendorf und des Landes Nordrhein-Westfalen gehisst und ließ von in Trachten gekleideten jungen Mädchen Wein servieren und kleine Erinnerungsgeschenke überreichen.

Aufgrund der erst kürzlich erfolgten Gründung des Modernen Fünfkampf e. V. konnte aber nur ein Vierkampf stattfinden, weil gerade durch diese Neugründung ein akuter Mangel an "Pferdematerial" bestand - schon seltsam in der "Stadt des Pferdes".

Die vier Disziplinen des Wettkampfes waren: Geländelauf, Schwimmen, Fechten und Schießen. Am 21.7. wurden die Mannschaften, die jeweils aus vier Mitgliedern bestanden und in Begleitung der Delegationsvorsitzenden und deren Begleiter erschienen waren, im Warendorfer Rathaus empfangen. SignetBegrüßt wurden sie vom neuen Vorsitzenden des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf Generalmajor a.D. Hax und von den Vorsitzenden der vier Disziplinen W. Beuys (Fechten), F. Bucherer (Schießen), H. Schmitz (Schwimmen), A. Middendorf (Geländelauf). Gleichzeitig waren bei dieser Begrüßung die Delegationsvorsitzenden, unter diesen auch Brigadier Wieler (England), als Kommandant des Tower of London zuständig für die Sicherheit der britischen Königsfamilie, und des Weiteren Bundeswehr-Generalmajor von Baer, Generalmajor a. D. Niemack, Landstallmeister Schulze-Diekhoff, Oberstudienrat i.R. Blum, ehemals am Gymnasium Laurentianum, und Olympiasieger Hans Günter Winkler, die stellvertretenden Bürgermeister Frau Haunhorst und Möller sowie Stadtdirektor und Fünfkampf-Vizepräsident Dr. Maertens.

Um die Durchführung des Wettkampfes zu gewährleisten, boten die Fechtergilde Münster, der deutsche Schützenbund, der Westdeutsche Schwimmverband, der Kreis- Leichtathletikverband Warendorf, der Verein "Hinter den Drei Brücken" Warendorf und das Deutsche Rote Kreuz Warendorf ihre Dienste an. Die Bundeswehr sorgte unter anderem für die Unterbringung der Funktionäre und für die Fahrzeuge für die Delegationsführung und die Mannschaften, wobei diese in der DEULA untergebracht wurden.

Dirk Knapheide Im Jahr 1961 begann eine bis heute währende fruchtbare Verbindung von Warendorf mit dem Modernen Fünfkampf, nicht frei von Rückschlägen und Problemen, aber bis heute ein bedeutender Pluspunkt in der Stadt der Pferde und des Sports. Eine Institution ist heute noch das Leistungszentrum für Modernen Fünfkampf und das Sportinternat im Schulzentrum, das seit den siebziger Jahren besteht und ursprünglich als "Kaderschmiede" für den Modernen Fünfkampf geplant war.  (Anmerkung 2006: Zwischenzeitlich sind beide Einrichtungen aufgelöst worden.)

Zahlreiche Olympiateilnehmer haben in Warendorf trainiert oder sind sogar Warendorfer. Einer davon ist der nebenstehend abgebildete Dirk Knapheide, der an der Olympiade in Barcelona teilnahm.


 

Quellen: Kreisarchiv Warendorf,  Autor: Sebastian Niermann


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