|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
|
Am 7. Juni 1959 war es endlich soweit: Das Warendorfer Freibad wurde unter den Augen von Hunderten begeisterter Zuschauern, die schon eine Stunde zuvor am Freibad auf das Ereignis des Jahres warteten, eröffnet. Nachdem 1958 bereits in Sassenberg ein Freibad fertiggestellt worden war, entschloss man sich, trotz hoher Kosten, nun endlich auch in Warendorf zum Bau dieser Freizeiteinrichtung. Nunmehr möge man das Bad nicht nur als Stätte des Leistungssports ansehen, sondern in erster Linie als Platz der Erholung, sagte der Vorsitzende des Freibadausschusses bei der Eröffnung. Damals waren Freibäder noch relativ selten zu finden und als ein Zeichen des Fortschritts angesehen, weshalb man in Warendorf ganz besonders stolz war. Ausgestattet war das Freibad damals schon mit zwei 1-m-Sprungbrettern, einem 3-m-Sprungbrett und einem Planschbecken für Kleinkinder. Stolz war man auch auf die Ausmaße: Die Gesamtgrösse betrug 25.000 qm, wovon 15.600 qm auf die Liegewiesen entfielen. Jedoch gab es nur für 1.500 Personen die Möglichkeit zur Ablage von Kleidung. Diese Besucheranzahl wurde aber schon kurz nach der Eröffnung durch einen Rekord von 2.500 Badegästen überschritten.
Einige Wochen nach der Eröffnung wurde bereits das erste Schwimmfest vom Warendorfer Wassersportverein veranstaltet. Den über 1.200 Zuschauern wurde ein Wasserballspiel, ein Staffelschwimmen, Wasserballett, Turmspringen und eine Vorführung der Rettungsschwimmgruppe geboten. Erfolgreich teilgenommen haben an diesem Ereignis auch Schwimmer aus Schweden. Doch trotz allen Lobes kam es schon bald nach der Freigabe des Bades
zu Unfällen. Da die Randsteine und der Boden in den Duschen zu glatt
waren, rutschten mehrere Badegäste aus und sogar zwei Knochenbrüche
kamen vor. Aufgrund dieser Unfälle wurde das Freibad sofort saniert. Quellen: Kreisarchiv, Autor: André Altenau |