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> Firma Zurwieden in Freckenhorst,
ein mittelständischer Textilbetrieb

Die Geschichte der Firma Zurwieden & Co hat schon vor dem 2.Weltkrieg begonnen. Noch vor der Rückkehr des Firmenleiters Heinz Zurwieden aus Krieg und Gefangenschaft verstarb der damalige Firmenleiter und sein Onkel Johannes Zurwieden. Nachdem Heinz sich wieder an seine Heimat gewöhnt hatte und seinen Betrieb wieder konkurrenzfähig gemacht hatte, kam die große Währungsreform im Jahre 1948, die ihre Schwierigkeiten mit sich brachte. Jedoch führte die von diesem Tag an beginnende Befreiung der Wirtschaft aus den ihr bisher auferlegten Fesseln der Planung, Zuteilung und staatlichen Bevormundung zu einer gesunderen Entwicklung. Man konnte freizügiger disponieren, da das Geld einen realen Wert wiedererlangt hatte.


Fabrik
Die Fabrik um 1948
Villa
Das Wohnhaus Zurwieden

Ab da an ging es mit der Firma Tag für Tag bergauf. Es wurden neue, schnellere und bessere Maschinen gekauft und der Bereich der Kundschaft wurde vergrössert. Im Jahre 1954 bot sich der Firma die einmalige Gelegenheit ein anliegendes Grundstück zu erwerben. Auf dieser 12000 Quadratmeter großen Fläche konnte aber erst im Jahre 1955 mit einem großen Hallenbau begonnen werden. Auch dort wurden neue Hochleistungsmaschinen eingerichtet.

Da aber die Produktion der Textilien immer weiter stieg, hatte schon bald die alte Pferdekutsche ausgedient. Es wurden einige geeignete Fahrzeuge angeschafft, und nach nicht allzu langer Zeit steigerte sich der Versand dermaßen, dass regelmäßig Speditionsfirmen kamen, um die Waren abzuholen.

Im Jahre 1955 hat es die Firma als ihre vordringliche Aufgabe angesehen, ihr Vertriebsnetz auszubauen, da sie sich trotz anhaltend guter Beschäftigung um den Vertrieb ihrer Erzeugnisse selbst bemühen wollte. Auf einige erfahrene Vertreter konnte sie zu diesem Zeitpunkt zurückgreifen. Es galt jedoch bei steigender Produktion neue Kräfte anzuwerben. So gelang es der Firma bis 1956/57, nahezu das gesamte Bundesgebiet bezirksweise mit Vertretern zu besetzen, die auf Provisionsbasis den regelmäßigen Besuch und die Betreuung der Kundschaft übernahmen.

Hierin erblickte der damalige Firmenleiter einen wichtigen Teil seiner Tätigkeit in der Firma, da er eine gute und treue Kundschaft immer als das wertvollste Kapital eines Unternehmens angesehen hat. In regelmäßigen Abständen, mindestens zweimal im Jahr, besuchte er selbst mit seinen Vertretern die Kundschaft, und dieser persönliche Kontakt hat sich sehr zum Vorteil des Betriebes ausgewirkt. Schon sehr bald kannte er etwa 90% seiner Abnehmer persönlich. Über alle Besuchsreisen schrieb er damals ausführliche Berichte, und es entstand dadurch ein Nachschlagewerk, das uns noch heute noch überaus dienlich ist.


Quellen: Kreisarchiv Warendorf,  Autor: Stefan Pohlmann


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