Zurück zur Startseite Was geschah zwischen 1949 und 1959 ? Was geschah zwischen 1960 und 1969 ? Was geschah zwischen 1970 und 1979 ? Was geschah zwischen 1980 und 1989 ? Was geschah zwischen 1990 und 1999 ?
Road Ahead Prize 2000
Bundestag Ereignisse Ergänzungen
Navigation
Unser ProjektThemen aus der großen, weiten WeltZur Lau Suchmaschine




Rückkehr zu den Themenseiten:
> Adenauers Europapolitik
> Was ist die EU ?
> Daten zur EU
> Montanunion und EU
> Euro: Bilder der Münzen und Banknoten
> Euro-Info der Europäischen Kommission
> zur Seite 1951
> zur Seite 1999
> zur Seite mit der Themenübersicht
> zur Seite mit den Nebenthemen




> Der Euro !

Eurozeichen

Die europäische Einheitswährung

Seit dem 1.1.1999 ist es nun offiziell: der Euro ist da!

Auf dem Kontoauszug,an der Börse und auf den Kassenbons überall findet man ihn. Überall? - noch nicht ganz, als Bargeld wird man ihn erst 2002 in den Händen halten können. Ab diesem Datum werden sämtliche Bank- und Sparkonten, die bis dahin auf D-Mark lauteten, automatisch auf Euro umgestellt. Auch Briefmarken wird es dann nur noch in der neuen Währung geben. Doch die Mark wird nicht über Nacht aus dem Verkehr gezogen, sondern bleibt uns als Zahlungsmittel noch ein wenig erhalten, bis es dann schließlich ab dem 1.3.2002 nur noch den Euro geben wird.

Der Weg zum Euro führte über drei wichtige Abschnitte:

Der erste Teil erfolgte im Zeitraum von 1990-1993. In dieser Zeit haben die Staaten begonnen ihre Wirtschafts- und Währungspolitik stärker aufeinander abzustimmen.Dadurch sollte eine zu abrupte Umstellung von der inländischen zur europäischen Währung vermieden werden, denn mit der Veränderung der Währung entsteht auch ein neues Zinsniveau uvm.

Der zweite Abschnitt begann 1994 und endete 1998. In dieser Zeit mußten sich die Teilnehmerländer um die Einhaltung der Konvergenzkriterien bemühen.

Diese verlangten von den Regierungen der jeweiligen Länder strikte Disziplin im Umgang mit den Haushaltsgeldern und von den Nationalbanken Feingefühl hinsichtlich der Zins-, und Währungspolitik.Z.B. galt es die Inflationsrate (Anstieg der Verbraucherpreise) unter 1,5% zu drücken. Außerdem durften das Haushaltsdefizit des jeweiligen Staates nicht über 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen und die Staatsverschuldung mußte unterhalb der 60%-Marke des BIP fallen.Abgesehen davon, sollten die europäischen Währungen untereinander stabil geblieben sein. Alles in allem mußte viel getan werden, bis der Traum von einer geseinsamen Währung wahr werden konnte.


Die dritte und letze Etappe läuft seit dem 1.1.1999: Seit diesem Datum sitzen die Währungshüter der Europäischen Zentralbank, deren oberstes Ziel die Stabilität des Euro ist, in Frankfurt a.M. unter der Leitung des Vorsitzenden Wim Deusenbergs. Ihre Aufgabe ist es, den Euro stabil zu halten, um den verschiedenen früheren Landeswährungen Parole bieten zu können. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe der Konvergenzkriterien, die auch weiterhin erfüllt bleiben müssen, ansonsten drohen Bußgeldzahlungen.


Der Euro ist also schon da, und bleibt aller Vorraussicht nach stabil. Doch was nutzt einem der Euro?- Die Währungsunion ist die Antwort der Europäer auf die Globalisierung der Wirtschaft mit immer mobileren Handels- und Finanzströmen. Durch den Euro wird Europa in die Lage versetzt, sich im Wettbewerb der Wirtschaftregionen zu behaupten. Währungsturbulenzen, die in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze gekostet haben - gerade in Deutschland - wird es im Euroraum nicht mehr geben. Durch die Einführung des Euro entfällt innerhalb des gemeinsamen Währungsgebietes das Wechselkursrisiko. Der Euro wird - neben Dollar und Yen - zu einer Währung mit Weltgeltung. Dies sorgt dafür, daß der Euro-Raum als "Stabilitätsinsel" von internationalen Investoren anerkannt wird. Dieses neugeschaffene Wirtschaftsklima wird sich dann im Endeffekt auch in den Geldbörsen der Verbraucher niederlegen.

Und so sieht unser neues Geld aus:
Euros

So wird das Eurogeld aussehen, mit dem wir ab 2002 bezahlen können. Die Gebäude auf der Rückseite der Euro-Scheine, zeigen Baustile aus verschiedenen Epochen der europäischen Kulturgeschichte: von der Antike bis heute. Drei Architekturelemente werden besonders hervorgehoben: Fenster, Brücken und Tore; Symbole für Zukunftsorientierung, Weltoffenheit,und Zusammenarbeit. Bei den Euro-Münzen, gibt es die Besonderheit, daß sie eine europäische und eine nationale Seite aufweisen. Auf den deutschen Rückseiten sind das Eichenlaub, das Brandenburger Tor und der Bundesadler zu sehen.

Es folgt eine Liste mit allen Umrechnungskursen von Euro zur Nationalwährung. Diese Kurse wurden Ende 1998 festgelegt und werden nicht mehr verändert.

LANDWÄHRUNGKURS
BelgienBelgischer Franc1 Euro = 40,3399 bfrs      
Deutschland   Deutsche Mark1 Euro = 1,95583 DM
FinnlandFinnmark1 Euro = 5,94573 Fmk
FrankreichFranzösischer Franc1 Euro = 6,55957 FF
ItalienItalienische Lira1 Euro = 1936,27 Lit
IrlandIrisches Pfund1 Euro = 0,787564 Ir.£
LuxemburgLuxemburgischer Franc1 Euro = 40,3399 lfrs
NiederlandeHolländischer Gulden1 Euro = 2,20371 hfl
ÖsterreichÖsterreichischer Schilling    1 Euro = 13,7603S
PortugalPortugiesischer Escudo1 Euro = 200,482 Esc.
SpanienSpanische Peseta1 Euro = 166,386 Ptas.

 

Autor: Ron Heise    Quellen: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bundesministerium der Finanzen


zum Textanfang



| Start | Projekt | Warendorf | Bundestag | Ereignisse | Eindrücke | Ergänzungen | Suchen | Lau-Homepage |