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Gymnasium Laurentianum
[  Projekttage 2000, Seite 63  ]


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12.9.2000


Zwei von drei Kneipen geschlossen

Schülergruppe analysierte selbstständig die Gastronomie in Warendorf
Alte Kneipen

Alte Kneipen nahm ein Projektgruppe des Laurentianum unter die Lupe. Hier arbeiten Johannes Hörnemann und Susanna Kirsch an der Fragebogenaktion.   Foto: Tobias Folker

-tf- Warendorf. Früher gab es in Warendorf viel mehr Kneipen. Fast zwei Drittel der früher existierenden Gaststätten sind inzwischen geschlossen. Dies und noch viel mehr fand das Projekt "Kneipen als Zentren sozialen Lebens" heraus. Die Gruppe begann unter der Leitung von Sophie Haring und Juliane Kirsch mit der Arbeit. Zunächst entwarf die Gruppe einen Fragebogen, der die Kneipen auf soziale und historische Gesichtspunkte hin erfassen sollte. Auch wurde zwischen alten und neueren Kneipen differenziert. Danach wurde es ein wenig praxisorientierter. Die Schüler besuchten das Stadtarchiv und forschten nach altem Bildmaterial und Sekundärliteratur. Als älteste Urkunde fand das Team eine Zulassung für eine Schankwirtschaft aus dem Jahre 1328. Auch die Bedeutung des Kolpinghauses als sozialer und kultureller Treffpunkt wurde belegt. Vor allem aber suchten die Teilnehmer die Gründungsjahre alter Kneipen aus dem Archiv. Am Donnerstag traf sich die Gruppe in der Schule, um dann in die Stadt zu ziehen und verschiedene Kneipen zu untersuchen. Die Gruppe fand viele interessante Aspekte heraus. So war zum Beispiel schon mal der englische Prinz Phillipp in Warendorf im Hotel "Im Engel". "Der ist hier mit seinem ganzen Hofstaat eingezogen." erzählt Christian Leve, "Es war schon interessant, abends hier zu sitzen und die Bediensteten aus dem Nähkästchen plaudern zu hören." Eine große Hilfe bei der Aktion waren die heimischen Kneipen. Bis auf eine Ausnahme nahm sich immer jemand Zeit und Geduld, die Fragen genau zu beantworten. Bis zum späten Mittag gingen die Jugendlichen durch die Wirtschaften und trugen viel Material zusammen. Am Freitag ging es dann in die heiße Phase. Das gesammelte Material wurde ausgewertet und die Präsentation vorbereitet. Das Projekt wurde von der Schülern sehr selbstständig mit viel Spaß und Elan durchgeführt, und als großer Erfolg gewertet.


 

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