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Gymnasium Laurentianum
[  Projekttage 2000, Seite 58  ]


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9.9.2000


Geschichte der Juden erarbeitet

Flucht und Vertreibung: Nur wenige kamen nach Warendorf zurück
Projektteilnehmer

Zusammen mit einer engagierten Mutter arbeitete diese Gruppe die Geschichte der Juden in Warendorf auf.

-chs- Warendorf.   Im Projekt "Jüdisches Leben - Familien in Warendorf" werden die Schüler in die Ausarbeitungen stark mit einbezogen. Geleitet wird das Projekt von Rita Schulze, engagierte Mutter einer Schülerin. Als Einführung in das Projekt wurde das Judentum allgemein mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus behandelt. So wurde zunaächst das Schicksal dreier jüdischer Familien in Warendorf von den Schülern ausgearbeitet und von Rita Schulze näher erläutert.

Des weiteren wurde den Schülern ein umfangreicher Rückblick in 800 Jahre "Jüdisches Leben in Warendorf" vorgeführt: So kam es 1387 zur ersten Erwänung einer Ailka van Warendorf in den Kölnern Stadtrechnungen. Nach dem Neubau einer Synagoge und jüdischer Schule 1808 erhielten Juden 1810 das Stadtbürgerrecht. Im Zuge der Nazi-Herrschaft kam es am 1. April 1933 zum Boykott jüdischer Geschäfte, Praxen und Kanzleien. Zwei Jahre später wurden die jüdischen Viehhändler dann vom Fettmarkt ausgeschlossen. Weitere traurige Höhepunkte der Stadtgeschichte waren die "Reichskristallnacht" am 9./10. November 1938 und der Verkauf der Synagoge wenige Tage darauf. Zahlreiche Juden flüchteten. 1941 wurden die letzten sechs noch in Warendorf lebenden Juden nach Münster abtransportiert, von wo sie dann in das Ghetto Riga gelangten. Hugo Spiegel war dann 1945 der erste Jude, der nach Warendorf zurückkehrte. Sein Sohn Paul Spiegel ist heute der Zentralratvorsitzende der Juden in Deutschland.


 

In der Glocke:   Jüdische Familien in Warendorf
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