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Gymnasium Laurentianum
[  Projekttage 2000, Seite 69  ]


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Chronogramme in Warendorf

Allgemein zu Chronogrammen ist zu sagen, dass Chronogramme Inschriften an Gebäuden sind, die meist etwas über das Haus und über ihre Besitzer aussagen. Da sie meist in Latein sind, ergibt sich eine hübsche Spielerie mit den römischen Zahlen, die ja bekanntlich in großen lateinischen Buchstaben geschrieben werden. Im Chronogramm wird durch manche groß geschriebene römische Zahlen ein Datum gegeben, wann das Haus gebaut oder erneuert wurde. Das Datum im Chronogramm rechnet man wie folgt aus: Man sucht die hervorgehobenen Buchstaben, die auch Zahlzeichen sind, dann addiert man alle Zahlzeichen miteinander und erhält so das Datum. Zur Erinnerung steht unten eine Tabelle mit den römischen Zahlzeichen.

Chronogramm der Josefskapelle

Das folgende Chronogramm (oben im Foto):

Aere IosephInI
resta VraVere CLIentes,
QVoD fVerat p(ro)Vgos p(er)
LapsVM pene p(er) a(nn)os.


zu Deutsch:

Verehrer des Hl. Josef
haben mit ihrem Geld
dieses Bauwerk wiederherstellen lassen,
das im Laufe der Jahre fast ganz verfallen war.


befindet sich an der Josefskapelle an der Dreibrückenstraße auf dem Grundstück der Sparkasse. Ursprünglich stand hier die St.-Annenkapelle, die 1533 erbaut wurde. Das war eine Wege- und Prozessionskapelle im nördlichen Stadtfeld am alten Osnabrücker Landweg. 1734 wurde anstelle der St.-Annenkapelle die heutige Josefskapelle erbaut.

Bei der Suche nach dem versteckten Datum in der Inschrift, kann die folgende Tabelle helfen:

Tabelle mit Römischen Zahlen und dezimaler Bedeutung
Römische Zahl Dezimalzahl
I 1
V 5
X 10
L 50
C 100
D 500
M
1000


Von Sebastian Otto und Markus Hunkenschröder, Klasse 8b, 9.9.2000


 

Ähnlich:   Inschrift am Kloster
In der Glocke:   Lateinische Inschriften
Lateinseiten:   Texte zu Chronogrammen
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