Homepage |  Wegweiser |  Projekttage 2000 |  Suche


Gymnasium Laurentianum
[  Projekttage 2000, Seite 68  ]


  Startseite
  vorhergehende Seite
  nächste Seite


Inschrift über dem Eingangsportal des Franziskanerklosters in Warendorf

Franziskanerkloster


D(EO) O(PTIMO) M(AXIMO) S(ACRUM)
Gott dem besten und größten geweiht

FERDINANDUS DEI ET APOSTOL(ICAE)
Ferdinand, durch Gottes und des Apostolischen

SEDIS GRATIA EPISCOP(US) MONAST(ERIENSIS) ET
Stuhles Gnaden Bischof von Münster und

PADERBORN(ENSIS) BURGRAV(IUS) STROMB(ERGENSIS) S(ANCTI) R(OMANI) IMPE(RII)
Paderborn, Burggraf von Stromberg, des Heiligen Römischen Reiches

PRIN(CEPS) COM(E)S PYRMONT(ANUS) ET DOM(INUS) IN BORKELO
Fürst, Graf von Pyrmont und Herr in Borkeloh,

LIB(ER) BARO DE FURSTENBERGH IN HONOREM
Freiherr von Fürstenberg ließ zur Ehre

QUINQUE VULNERUM CHRISTI MONASTE-
der fünf Wunden Christi dieses Klos-

RIUM HOC PERFICI CURAVIT A(NNO) MDCLXXXIII.
ter im Jahre 1683 vollenden.

Die ersten Franziskaner kamen 1628 nach Warendorf, um den katholischen Glauben wieder zu festigen. Anfangs in er Nähe des Münstertors untergebracht, wurde aufgrund ihrer wachsenden Anzahl bald eine größere Herberge benötigt. Man entschied sich dann dazu, das Burghaus Bentheim zu mieten, welches 1631 gekauft werden konnte. An dieser Stelle steht auch das heutige Kloster. Anfangs wurden die Messen in der Kapelle abgehalten, die aber bald zu klein war um alle Gläubigen zu fassen. Darum beschloss man den Bau einer größeren Kirche. Den Grundstein dieser heutigen Kirche legte Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen am 4. Januar 1652. Durch die allgemeine Verarmung des Dreißig-jährigen Krieges bedingt, gingen die Arbeiten an der Kirche eher schleppend voran, so dass das Gotteshaus erst am 29. Oktober 1673 konsekriert werden konnte. Der Bau weist deutliche Einflüsse des italienischen Barocks auf.

Nach Fertigstellung der Kirche wurde schließlich der Klosterbau in Angriff genommen. Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg der von 1678 - 1683 Bischof von Münster war, stiftete 2000 Taler für dieses Bauvorhaben. Als Dank ehrte man ihn mit seinem Familienwappen und einer Inschrift (siehe Bild) über dem Kirchenportal. Da die vorhandene Lateinschule den Ansprüchen der Stadt nicht mehr genügte bat man die Franziskaner 1675 die Schule -das heutige Laurentianum- zu übernehmen.

<Thies Bornemann, Martin Jürgens>


 

Ähnlich:   Chronogramme
In der Glocke:   Lateinische Inschriften
Lateinseiten:   Texte zu Chronogrammen
Homepage |  Wegweiser |  Projekttage 2000 |  Suche