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Gymnasium Laurentianum
[  Projekttage 2000, Seite 29  ]


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9.9.2000


HoT: Viele haben kein Interesse

Freizeitgestaltung der Jugendlichen

Warendorf (lau).  Am Tage der Präsentation besuchte "Die Glocke" gestern das mit Abstand größte Projekt. Das Thema "Wo sollen Jugendliche in ihrer Freizeit hin?" interessierte 85 Schüler. In der abschließenden Podiumsdiskussion mit zwei Vertretern der Stadt Warendorf brachten die Schüler ihre Kritik an den lokalen Freizeitangeboten an, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Bei ihren Nachforschungen der vergangenen Tage hatten sie festgestellt, dass es gerade für JugendJiche im Alter über 14 Jahren kaum Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gibt.

Da eine Arbeit mit einer solch großen Gruppe nicht möglich war, hatten sich vier Gruppen zu je etwa 20 Schülern gebildet, die verschiedene Teilbereiche zum Oberthema untersuchten.

So beschäftigte sich eine der Gruppen mit dem Jugendzentrum HoT. Nach einer Führung durch das Gebäude und der Auswertung des im Vorfeld erstellten Fragebogens kamen die Schüler zu folgenden Ergebnissen: Zum einen stellten sie fest, dass es gerade bei deutschen Jugendlichen sehr an Interesse für das HoT mangelt, was vielleicht auch durch die fehlende Werbung zu erklären sei.

Auch die Angebote seien unattraktiv, und Neulinge könnten nur schwer integriert werden. Zudem gebe es dort viele soziale Probleme wie Gewalt und Mobbing.

Natürlich hatten sich die Laurentianer im Rahmen ihres Projektes auch Verbesserungsvorschläge ausgedacht. Hierzu zählen beispielsweise die Verbesserung des Ambiente und der sozialen Situation, mehr sportliche Aktivitäten und Werbung sowie der Vorschlag, die Räumlichkeiten für private Partys zu vermieten. Dennoch mussten viele der Schüler zugeben, dass ihre Vorurteile auch nach der Projektarbeit erhalten geblieben sind.

Eine zweite Gruppe beschäftigte sich mit dem Wohngebiet des Hanseviertels und den dort angebotenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Hierbei stellte sich heraus, dass die meisten Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit entweder bei Freunden oder außerhalb des Viertels, zumeist im Sportverein, verbringen und der benachbarte Spielplatz dabei kaum genutzt wird. Vorschläge, wie die Organisation eines Jugendtreffs und die Schaffung weiterer Sportmöglichkeiten, wurden hier sogar von den Befragten selbst angebracht.

Weitere 25 Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 hatten sich "Jugendkneipen in Warendorf" zum Thema ihrer Untersuchung gemacht. Mit Hilfe eines Bewertungsbogens, auf dem sie Preise, Musik, Getränke, Ambiente, Leute und einiges mehr aufführten, testeten sie die verschiedenen Warendorfer Kneipen. Hierbei kamen die Schüler zu dem Ergebnis, dass es in der ganzen Stadt keine einzige Kneipe gebe, die sie mit dem Prädikat "sehr gut" versehen würden. Dennoch lobten sie besonders das "Irish Pub"‚ das als einzige aller mit der Note "gut" abschnitt, während alle weiteren nur gut bis mittelmäßig seien. Verstärkt wiesen sie aber noch einmal darauf hin, dass sie die Pubs vom Standpunkt Jugendlicher beurteilt hätten. Um der Öffentlichkeit gestern ihre Vorstellung von einer Kneipe, die besonders Jugendliche anspricht, darzulegen, hatten sie ihre Gedanken anschaulich zu Papier gebracht.


 

Ähnlich:   Podiumsdiskussion
In den Westfälischen Nachrichten:   Freizeit in Warendorf
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