
Das Galvanometer




Das Galvanometer, benannt nach dem italienischem Arzt und Forscher Luigi
Galvani (1737-1798) ist ein hochempfindliches Instrument zur Messung (bzw. zum
Nachweiß) kleiner elektrischer Ströme. Es wurde erstmals 1882 von J. A.
d`Arsonval entworfen und ist auch unter dem Namen Galvanoskop bekannt.
Die Funktionsweise dieses Amperemeters beruht auf der Kraftwirkung die eine Magnetnadel
oder eine stromdurchflossene
Spule in einem äußeren Magnetfeld erfährt. Dem entsprechend unterscheidet man
zwei Bauformen von Galvanometern:
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Nadelgalvanometer
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Drehspulgalvanometer
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Nadelgalvanometer
Beim Nadelgalvanometer ist eine Magnetnadel (Kompassnadel) in der Nähe oder
im Innern einer
Spule drehbar gelagert. Um störende Reibungskräfte zu vermeiden, kann die
Magnetnadel an einem dünnem Metalldraht, dem sogenannten. Torsionsfaden in die
Spule gehängt werden. Diese Aufhängung erzeugt gleichzeitig eine
Rückstellkraft die die Nadel in die Ruhestellung dreht. Wird diese Spule vom
elektrischen Strom durchflossen, so entsteht in ihrem Innern ein magnetisches Feld, dass ein Drehmoment auf die
Magnetnadel bewirkt und die
Nadel ablenkt. Das
Drehmoment ist umso größer, je größer die Stromstärke in der Spule ist.
Da das rückstellende Drehmoment des Torsionsfaden gering ist , ergibt sich
schon bei geringen el. Strömen eine
relativ große Auslenkung der Nadel. Die Stromstärke kann auf einer Skala abgelesen werden, die unmittelbar
unter der Nadel angebracht ist.
Eine besonders
empfindliche Variante des Nadelgalvanometers ist das
Spiegel-Nadelgalvanometer
:
Die
Auslenkung der Nadel kann auf einer vom Galvanometer entfernt angebrachten Skala durch einen Lichtzeiger verfolgt
werden. Dies ist ein Lichtstrahl, der an einem kleinem , an dem Torsionsfaden
befestigten Spiegel reflektiert wird (siehe Abbildung).
Drehspulgalvanometer
Das Drehspulgalvanometer bildet die heute noch gebräuchlichste Ausführung der Galvanometer.
Beim Drehspulgalvanometer befindet sich eine drehbar gelagerte Spule,
"Drehspule" im Innern eines Magnetfeldes, dass von einem starken
Permanentmagneten (häufig ein Hufeisenmagnet) erzeugt wird. Fließt ein elektrischer Gleichstrom durch die
Windungen der Spule im
Magnetfeld, so verursacht die Lorentzkraft eine Drehung der Spule. Dieser
Effekt ist um so stärker, je mehr Windungen die Spule besitzt. Ein
Zeiger, der an der "Drehspule" angebracht ist, bewegt sich dabei über
eine Skala und erlaubt das bequeme Ablesen der Auslenkung und damit der Stärke
des elektrischen Stromes durch die Galvanometerspule.
Auch unter den Drehspulgalvanometern findet man die Bauform des
Spiegelgalvanometers. Dabei hängt die Spule an dem Torsionsfaden, der auch gleichzeitig als
Stromzuleitung genutzt wird.