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Gymnasium Laurentianum
[  SV-Fahrt 2004  ]



SV-Tage in Wulmeringhausen: 25. - 27. Februar 2004


SV in Wulmeringhausen 2004

Die schon zur Tradition gewordene SV-Fahrt, fand in diesem Jahr zu Beginn des 2. Halbjahres statt. Eingeladen waren neben der gesamten SV um Schülersprecher Paul Schulze Niehues und Vertreter Christoph Ossege alle Klassensprecher und auch wieder die Paten der Sextaner. Die Schüler wurden von den SV-Lehrern Herrn Röer und Herrn von Lehmden, so wie von Frau Voelker und der Referendarin Frau Obermüller begleitet.

So machten sich am Mittwoch dem 25. Februar 53 Schüler und Lehrer auf die Reise nach Wulmeringhausen, um dort die SV-Arbeit zu besprechen und zu vertiefen und über inner- und außerschulische Probleme und Konflikte zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Alles in allem kann man sagen, dass die 4. Auflage der SV-Fahrt auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg war und das Gemeinschaftsgefühl aller durch die gemeinsame Arbeit an den Themen, aber auch durch viele Aktionen in der Freizeit, die allen sehr viel Spaß gemacht haben, sehr gestärkt worden ist. Des Weiteren kann man resümieren, dass besonders die jungen Schülerinnen und Schüler viele Aspekte eingebracht haben, die den Älteren nicht eingefallen wären.

Insgesamt wurden im Plenum und in Teilgruppen drei große Themenkomplexe bearbeitet.

1. Projekt-Tage

Die meisten sprechen sich dafür aus, dass die Projekttage, die vom 15. - 20. Juli 2004 stattfinden werden, unter ein Leitthema gestellt werden sollen. Dieses Motto sollte allerdings Raum bieten für möglichst viele Projekte, sodass die unterschiedlichen Interessen von Schülern und Lehrern voll zum Zuge kommen können.

Als Leitthemen wurden zunächst "30 Jahre Lau im neuen Gewand" so wie "In drei Tagen um die Welt" in Betracht gezogen. In der Diskussion wurde dann eine Verknüpfung beider Oberthemen angeregt. Internationale Aspekte sollen mit unserer Schulwirklichkeit verbunden werden. Ein Motto könnte dann sein: " Eine Schule in einer Welt"

2. Allgemeine SV-Themen

Reform der Schulen

Zunächst wurden die Erwartungen der Schüler an eine gute Schule gesammelt. Besonders oft wurden folgende Aussagen getroffen: gute und moderne Räumlichkeiten, ausreichend aktuelles Lehrmaterial, selbstständiges Arbeiten der Schüler, gute Gemeinschaft zwischen Lehrern und Schülern, eine gezielte individuelle Förderung der Schüler und praktizierte Gewaltfreiheit. Allerdings sah es das Plenum als nahezu unmöglich an, dass alle diese Erwartungen an eine Schule erfüllt werden können.

Der Film "Schulen am Wendekreis der Pädagogik" zeigte dann jedoch Schulen in Skandinavien, die fast alle die von uns genannten Erwartungen erfüllen.

Besonders hervorgehoben wurden in diesem Film zwei Aspekte:

  • In Finnland wird den Schülern das Gefühl vermittelt, dass alle Jugendlichen gebraucht werden und deshalb gut ausgebildet werden müssen. Dementsprechend wird auch mehr Geld in den Bildungsbereich gesteckt als in Deutschland.
  • Die Schüler lernen sehr früh, selbst die Verantwortung für ihren Bildungsgang zu übernehmen. Deshalb spielt der Notendruck nur eine untergeordnete Rolle

Zur Erinnerung: Die Finnen haben beim Pisa-Test am besten abgeschnitten! Viele Schüler halten es in der anschließenden Diskussion für schwierig, solche Schule in Deutschland einzurichten, zumal viel Geld dafür erforderlich wäre.

Jugendkultur

Zunächst wurde der Begriff der "Jugendkultur" erläutert. Für die meisten wird er mit Alltag, Schule und Freunde in Verbindung gebracht. Es wurde gesagt, dass für viele Jugendliche Markenkleidung das Wichtigste sei. Deshalb würde man eine Schuluniform begrüßen, da niemand gemobbt werden kann, wenn er sich Markenkleidung nicht leisten kann. Des Weiteren werden die Jugendlichen immer mehr von ihren Idolen und Vorbildern (Schauspieler, Popstars, etc) beeinflusst. Eine kritische Einschätzung einer solchen Orientierung wird im Gespräch deutlich.

Kopftuch

Mit einem Kopftuchverbot würden öffentliche Institutionen von religiösen Symbolen befreit werden, was auch bedeuten würde, dass eigentlich keine Kreuze mehr in Klassenräumen hängen dürften. Dann stellt sich die Frage, ob das Tuch ein politisches oder religiöses Symbol ist und ob es nicht Mann und Frau separiert und somit den Gleichberechtigungsgrundsatz in Frage stellt. Letztlich blieb die Einschätzung des Kopftuchverbots kontrovers. Es ist die Frage, ob dieses Problem wirklich mit einem Gesetz gelöst werden kann.

Soaps

Daily Soaps wirken überspitzt und dramatischer als das echte Leben und sind zudem oft unrealistisch. Stars (J. Biedermann, Y. Catterfeld, ... ) sind Trendsetter und nutzen Soaps oft als Sprungbrett.

Auch die bekannten neuen Popstars aus den Casting-Shows wirken als Trendsetter und sind nicht selten Vorbilder für die junge Generation. Es wird negativ bewertet, dass die vielen neuen Popstars alte Lieder "schlecht" covern, nur um mehr Geld zu machen.

In Talkshows fällt ein niedriges Niveau auf. Oft werden auch noch Schauspieler eingesetzt und die Themen der jeweiligen Sendung sind zu extrem. Des Weiteren werden alle diese Formate mit x-beliebigen Artikeln (CDs, Klamotten, etc) vermarktet.

Verbesserung des Schulklimas

Die Arbeitsgemeinschaft ging aus vom Anti-Gewalt-Spot, den eine Klasse 8 aus Weilburg erstellt hat und der im Privatfernsehen wiederholt gezeigt wurde. Im Anschluss an die Beschreibung und Bewertung aktueller Gewaltakte in deutschen Schulen wurden Gründe für die Gewaltanwendung gesucht. An Beispielen aus dem eigenen Erfahrungsbereich wurde deutlich, dass auch in Schulen Warendorfs Gewalt existiert: "Burger", "Wrestling", "Taufe", "in die Mülltonne stecken", "Teufelskreis", Mobbing, verbale Gewalt von Schülern und Lehrern. Als sinnvolle Gegenmaßnahmen werden herausgestellt: Anti-Aggressions-Training, "Nein-Sagen-Lernen", Streitschlichtung, soziales Lernen, Ächtung von Gewalt in den Medien, gewaltfreie Erziehung.

Reform der Schulen

Anhand eines weiteren Films wurden die Ergebnisse des Vorabends vertieft. Es fällt auf, dass die Schüler in Skandinavien ein sehr offenes Verhältnis zu ihren Lehrern haben und bis zur 8. Klasse unter keinem Notendruck stehen. Die Schule haben alle Finanzen selbst in der Hand und können somit auch über die Einstellung von Lehrern selbst bestimmen.

Der heimliche Lehrplan

Zunächst wurde über typische Täuschungsversuche berichtet: Spickzettel, Abschreiben, Abgucken, Buch unterm Tisch, Handy, Internet, Hausaufgaben austauschen, etc.

Wichtigster Tipp: Unschuldsmiene aufsetzen!

Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob es sich nicht letztlich um Selbstbetrug und eine Vorspiegelung falscher Tatsachen handelt. Kommt man nur durch Mogeln voran, geht das Gefühl für die eigene Leistungsfähigkeit verloren. Auf jeden Fall sollte man bedenken, dass Mogeln keine Alternative darstellt zu Wissen, das man selbst erwirbt. Auch in diesem Punkt scheint in den skandinavischen Schulen ein anderes Bewusstsein zu herrschen.

3. Konkrete SV-Themen

Alltagsprobleme

Die Schüler regen an, wieder ein Nachhilfebrett einzurichten, an dem man zum einen Gesuche aufgeben kann, aber auch Nachhilfe für andere Schüler anbieten kann. Des Weiteren werden die teils zu schweren Taschen der Schüler bemängelt, da die Bücher oft zu schwer und groß sind und so besonders die 5er und 6er betroffen sind. Dann wurde ein Streitfall in einem Rollenspiel nachgestellt, und es wurden friedliche Lösungen gesucht. Auch an dem Zustand der Toiletten wurde Kritik geübt.

Energiesparen an Schulen

Herr Röer stellte das Projekt vor, das die Schulen dazu anregen soll, Energie und somit Geld zu sparen. 10 % der Einsparungen gehen an das Energieberatungsbüro E&U, die den Schulen mit Rat und Tat zur Seite steht. Die restlichen 90% teilen sich die Schule und die Stadt. An unserer Schule sollte sich aus Schülern und Lehrern ein Team bilden, das konkrete Energiespartipps entwickelt und ganz allgemein dem Energiespargedanken eine größere Resonanz verschaffen sollte. Interessenten können sich bei Herrn Röer melden.

Über die Verwendung der Ersparnisse sollten die Schüler mitentscheiden können. Es wurde angeregt, die Hälfte für unsere Schule und die andere Hälfte für ein Projekt in der dritten Welt zu verwenden. Wenn wir gut sparen, könnte hier durchaus eine Summe von 2000 Euro zur Verfügung stehen.

Also: Licht aus und Heizung auf Stufe drei drehen.

Interessenten für so eine AG sollten sich bei Herrn Röer melden.

SV-Arbeit

Ausgehend von einem vorgegebenen Konfliktfall wurden zunächst die Verhaltensweisen beteiligter Personen analysiert. Im anschließenden Rollenspiel wurden dann Verbesserungsvorschläge erprobt. Besonders die Rolle des Klassensprechers stand im Mittelpunkt: Welche Aufgaben hat er? Welche Eigenschaften sollte er haben, um diesen Aufgaben gerecht zu werden?

Der Blick ins Schulmitwirkungsgesetz zeigte: Der Klassensprecher vertritt die Interessen der Klassen. Er führt die Beschlüsse der Klasse aus, informiert die Klasse über wichtige Angelegenheiten der SV und solche, die für sie von allgemeiner Bedeutung sind. Es ist also z.B. nicht Aufgabe der Klassensprecher für Ruhe im Klassenzimmer zu sorgen.

Dann wurde die Durchführung einer SV-Stunde besprochen, die jeder Klasse einmal im Monat zusteht. Nach vorheriger Anmeldung beim Klassenlehrer, der die SV-Stunde genehmigen muss, kann man in dieser Stunde über Probleme und Konflikte in der Klasse oder über Aktivitäten wie Ausflüge oder Klassenfahrten reden. Allerdings sollte die SV-Stunde nicht dazu missbraucht werden, nur Zeit zu schinden. Sie sollte sinnvoll angelegt werden.

Verhältnis Paten-Lehrer-Schüler:

Das Verhältnis der Paten mit den dazugehörigen 5ern wird von diesen als äußerst positiv dargestellt, da die Paten immer für die "Kleinen" zu erreichen sind. Es wird allerdings angeregt, dass man ein regelmäßiges Treffen einmal im Monat vereinbart. Dazu bietet sich die SV-Stunde sehr gut an, in der zum Einen über Probleme geredet werden könnte, aber auch gespielt werden könnte, um sich besser kennen zu lernen. Ebenfalls ist ein Treffen mit Lehrern und Paten geplant, in dem man z.B. über außerschulische Aktivitäten reden könnte. Am 18. Mai findet ein von der SV organisierter Spielenachmittag mit anschließendem Grillen für die Sextaner statt.

Girls-Day

Am 22. April findet der Girls-Day ( www.girls-day.de ) statt. An diesem Tag soll Mädchen die Möglichkeit eröffnet werden, männertypische Berufe kennen zu lernen. Interessentinnen können sich an Kathy Wekeiser und Kathy Koch in der Jahrgangsstufe 11 wenden.

Fazit:

Die SV-Fahrt wurde wie auch schon in den Vorjahren von allen Teilnehmern als äußerst positiv bewertet, da die ungezwungene Atmosphäre sehr viel dazu beigetragen hat, dass offen über Probleme und Konflikte gesprochen wurde und Lösungen gesucht wurden, mit denen alle einverstanden sind.SV-Küchenteam

Nur so können wir eine Schule schaffen, in der sich alle wohlfühlen und in gute Leistungen von Lehrern und Schülern erbracht werden.

Last but not least:

Das Küchenteam, in dem auch noch drei Schüler des letzten Abiturjahrganges mitgearbeitet haben, leistete dieses Jahr eine hervorragende Arbeit sodass alle rundum zufrieden waren.






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