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Lau Musical Company


Gymnasium Laurentianum
[   Musical: Les Miserables   ]
 



 


Les Misérables

Eine Konzertaufführung des Gymnasium Laurentianum

Die Musical-Band und die Chöre des Gymnasium Laurentianum Warendorf proben derzeit eine Konzertaufführung des Musicals "Les Misérables". Das Konzert wird zweimal, am 19. und 23. Juni im Theater am Wall aufgeführt.

Das beliebte Musical von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg, das schon mit überragendem Erfolg in New York, London, Wien und Duisburg gespielt wurde, wird vom Laurentianum als Konzertfassung, gespickt mit reizvollen Licht- und Videoeffekten, vorbereitet.

Das Orchester besteht im Wesentlichen aus den Mitgliedern der Laurentianum-Big-Band, ergänzt um einige Instrumentalisten, die bereits im "Tanz der Vampire"-Orchester gespielt haben.

Das Stück erzählt die Lebensgeschichte von Jean Valjean. Dieser wird nach 19-jähriger Kettenhaft aus dem Gefängnis entlassen. Sein Entlassungsschein brandmarkt ihn als ehemaligen Häftling. Es gelingt ihm nicht, in der Gesellschaft Fuß zu fassen.

Acht Jahre später ist Valjean zum Fabrikdirektor und Bürgermeister aufgestiegen. Die Not einer seiner Arbeiterinnen zwingt Valjean schließlich, seine wahre Identität preiszugeben. Am Sterbebett verspricht er der Frau, sich um das Wohl seiner Tochter zu kümmern. Neun Jahre lang leben die beiden als Tochter und Vater unerkannt in Paris. Doch als sie in die Wirren der Barrikadenkämpfe geraten, holt sie ihre Vergangenheit wieder ein.

Die Glocke, 1.6.2002



 


"Kleines" Musical, große Leistung

Zeitgeschichte, Milieustudie, Liebe und Leid - der Roman "Les Miserables" von Victor Hugo hat alles, was ein Musical braucht. Warendorf hat mit André Auer einen Regisseur und mit dem Gymnasium Laurentianum ein Ensemble, die eine attraktive Konzertfassung mit den musikalischen Glanzlichtern für Warendorfer Bühnenverhältnisse zuschneiden können.

Das Ergebnis war am Mittwochabend im Theater am Wall zu sehen. Und der minutenlange Applaus war nicht nur Dank an die Akteure, er war gleichzeitig Ermunterung zum Weitermachen: Neben der ohnehin geplanten Aufführung am Sonntag (20 Uhr) schiebt das Lau-Ensemble eine zusätzliche Vorstellung am Samstag (18 Uhr) ein. Karten (für beide Termine) gibt es im Vorverkauf beim Verkehrsverein.

Alle zwei Jahre erfreut das Laurentianum das Publikum mit einer großen Musical-Inszenierung - in den Jahren dazwischen gibt es nur "kleinere" Aufführungen. Und von diesen Kleinen war dieses die bislang Größte: Melodien aus "Les Misérables" (Original von Alain Boublil und Michael Schönberg) hat die Bigband des Lau schon seit Jahren im Repertoire, und so lag es für den musikalischen Leiter Reinhard Tautzt nahe, die Fragmente zu einem musikalischen Ganzen zu arrangieren. André Auer, ehemaliger Laurentianer (Abi 1996), Mitarbeiter des städtischen Kulturamtes und Student im Fachbereich "Kulturmanagement" bei der Fernuniversität Hagen, übernahm Konzeptarbeit, Regie und eine Hauptrolle (Jean Valjean). Vorbild war für ihn eine Konzertfassung, die 1990 aus Anlass des zehnten Bühnenjubiläums des Musicals in London gespielt worden war. Die Produktion verzichtet auf schauspielerische oder tänzerische Elemente und auf ein klassisches Bühnenbild. Für die Effekte sorgen Video- und Lichtdesign. Michael Marberg, der in Köln seine Ausbildung als Veranstaltungstechniker abgeschlossen hat, installierte hundert zusätzliche Scheinwerfer im Wall-Theater. Den Handlungsrahmen vermittelt ein Erzähler (Peter Sondermann). Die Solisten rekrutieren sich vornehmlich aus Protagonisten, die beim Musical "Tanz der Vampire" im vorigen Jahr noch in der zweiten Reihe, im Chor, standen. Sie qualifizieren sich durch ihre Leistungen in "Les Misérables" für die nächste große Musical-Produktion unter Regie von Dr. Winfried Grohe im Jahr 2003. Man darf sich freuen auf "Zauberhafte Venus".

Peter Wild, Die Glocke, 21.6.2002










Schlummerndes Musical-Talent

Am Ende standen sie fast alle wieder auf der Bühne. Noch einmal zeigten Sänger und Musiker vom Gymnasium Laurentianum beim Schlusslied ihr Können - dann fiel der Vorhang. Applaus brandete im voll besetzten Theater am Wall auf, das spürbare Lampenfieber der Darsteller wich der Erleichterung über eine gelungene Vorstellung. Die Premiere des Musicals "Les Misérables" war geschafft. Und ohne Zugabe wollte das Publikum niemanden von der Bühne gehen sehen.

In schöner Regelmäßigkeit entzückt das Gymnasium Laurentianum schon seit Jahren mit gelungenen Musical-Aufführungen. Die neue Produktion der Gymnasiasten, das Musical "Les Misérables", macht da keine Ausnahme. Doch etwas war anders am Mittwochabend: Das Laurentianum führte erstmals kein gesamtes Werk auf, sondern ein Musical-Konzert. Orchester, Chor und Solisten spielten die Lieder des Erfolgsmusicals von Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg und verzichteten weitgehend auf das schauspielerische Element. Kein Bühnenbild, keine Inszenierung - die Laurentianer konzertrierten sich ganz auf die musikalische Umsetzung des Musicals. Dazu gehörte, dass sich Orchester und Chor nicht vor, sondern auf der Bühne befanden. Mit diesem Konzept demonstrierten Schüler und Lehrer vor allem ihr musikalisches Selbstbewusstsein. Gehört doch einiges an Mut dazu, die nicht immer ganz einfachen, oft getragenen Lieder von "Les Misérables" ohne Inszenierung in den Vordergrund zu stellen.

Auf die Optik wurde dennoch nicht verzichtet: Lichteffekte entwarfen sowohl auf der Bühne als auch im Zuschauerraum immer wieder dramatische Szenerien. Auf einer Leinwand ergänzten Videosequenzen die ansonsten fehlenden Bilder der Handlung. Die Kostüme der Solisten taten ihr Übriges, um die Zuhörer in die Welt von "Les Misérables" zu führen.

Das einzige Manko der Aufführung - ohne Inszenierung wirkten die einzelnen Lieder manchmal etwas zusammenhanglos, so dass sich kaum ein dramatischer Bogen spannen konnte - machten die Schüler durch ihren spürbaren musikalischen Enthusiasmus wett. Unter der musikalischen Leitung von Reinhard Tautzt zeigte das Laurentianum, wie viele Talente an dieser Schule schlummern. Mit Jeanne Scholz (Cosette), Shayne Ann Marquez (Eponine), Eva Bröckelmann (Fantine), Milena Wohlgemuth (Mme. Thénadier), Carlotta Seitzer (kleine Cosette), Silvia Fröhling (Prostituierte), Robert Giacinto (Marius) und Michael Kanthrowitsch (Thénadier) bewiesen alle Nachwuchs-Solisten, dass sie das Zeug haben, auch mal ein "ganzes" Musical durchzustehen. Dazu kam der überragende André Auer als Jean Valjean. Der ehemalige Laurentianer überzeugte nicht nur als Solist, sondern war auch für das Konzept verantwortlich. Eine zweite Aufführung folgte am Sonntag um 20 Uhr.

Jochen Krühler, 2002












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