Homepage |  Wegweiser |  Termine |  Lau Suche


Gymnasium Laurentianum
[  Kino gegen Gewalt  ]
 


Collage


Kino gegen Gewalt

Am 16.11.2001 fand in Warendof die Aktion 'Kino gegen Gewalt' statt. Diese wurde vom Kreis Warendorf entwickelt und auch mit Geld unterstützt, so dass der Film vielen Jugendlichen der Klassen 10 und 11 vorgeführt werden konnte. Die Klassen des Laurentianums besuchten die Vorstellung von 8.15 Uhr bis 10.45 Uhr. Nach dem Film konnten sich noch acht Schüler des Laurentianums an einer Diskussion über den Film beteiligen.



Der Film

  • Gedreht: 1999 in Duisburg
  • Regie: Tamara Staudt
  • Darsteller: Marina Podlich(Swetlana), Denis Burgazliev(Artur),
  • Abdelwahab Achouri(Said), Olga Schischkin(Vika)
  • Länge: 88 Min.
  • FSK: offen, empfohlen ab 14 Jahren

Swetlana in der Schule
Er handelte von der sechzehnjährigen Swetlana die mit ihrer Familie aus Russland, genauer Kasachstan, nach Deutschland gekommen war und von ihren Problemen mit der neuen Kultur auf die sie trifft. Sie hat Probleme mit der Integration, da sie sich zwar gerne "westlich" verhalten und kleiden würde, ihre Eltern dies aber verbieten wollen. Hinzu kommen noch ihre Konflikte mit anderen Aussiedlern die alle zusammen in einer Siedlung wohnen und dort ihr eigenes Leben mit allen Problemen aber auch mit allen schönen Dingen leben.

Swetlana lebt in Duisburg in einer Ausländersiedlung in einer sehr kleinen Wohnung. Deshalb muss sie mit ihrem jüngeren Bruder in einem Zimmer wohnen.
Duisburg
Swetlana ist gegen ihren Willen zusammen mit ihrem Bruder und ihren Eltern aus Russland weggezogen. Ihr Vater ist Deutscher, aber ihre Mutter Russin. In Russland wurde ihr Vater als Faschist bezeichnet und das war der Hauptgrund für ihren Umzug. Es sind aber auch noch viele Bekannte und Freunde aus Russland mitgekommen, die auch in den gleichen Ort gezogen sind. In der Schule ist Swetlana ganz gut, sodass ihre Klassenlehrerin sie für den Realschulabschluss vorschlägt.

Svetlana lebt in einem sehr durchwachsenen Freundeskreis, die meisten ihrer Bekannten, alles Einwanderer aus Russland, verbringen ihre Zeit in einem Keller, wo sie trinken und feiern. Svetlana selber darf aber nicht in diesen Keller, da ihr Vater nicht möchte, dass sie mit solchen Leuten Umgang hat. So fängt langsam ein Streit mit ihrem Vater an.

Im Mittelpunkt der Handllung steht die Beziehung zwischen Swetlana und ihrem Freund Arthur.
Arthur und sein angeblicher Freund
Er probiert in Deutschland Fuss zu fassen und arbeitet als Automechaniker in einer Tankstelle. Vorher verdiente er sein Geld durch Erpressung, wobei ihm sein Freund half. Doch nach einem Einbruch in die Tankstelle, den sein Freund verübt, wird Arthur entlassen obwohl er mit der Sache nichts zu tun hat. Daraufhin will er Deutschland wieder verlassen und fragt Swetlana ob sie ihn begleiten will. Anfangs möchte sie, um den Problemen mit ihrem Vater aus dem Weg zu gehen doch als sie in Arthur's Wagen eine Waffe findet und Arthur die Tankstelle überfällt mach sie einen "Rückzieher" und nimmt den nächsten Bus nach Hause.

Im aller letzten Moment merkte Svetlana, dass Arthur nicht der ist, den sie will. Am Ende geht natürlich alles gut aus. Sie verträgt sich mit ihrem Vater, sie findet sich nun besser zurecht, sie macht ihren Realschulabschluss und sie freundet sie sich auch wieder mit ihrem marrokanischem Freund vom Lebensmittelladen nebenan an, den sie in Wirklichkeit liebt und der vorher eine böse Schlägerei mit Arthur hatte, als er Svetlana küssen wollte. Es entwickelte sich eine Schlägerei zwischen den beiden. Schließlich ging der Bruder des Marokkaners dazwischen und verhindert eine Messerstecherei.

Den inneren Zusammenhang der Handlung, die sich in 9 Großabschnitte gliedert, bildet die Auseinandersetzung Swetlanas mit ihren Eltern und der Liebe zu Artur. Es gibt ca. 70 Unterabschnitte, die meist in sich geschlossen sind. Zwischen den Unterabschnitten gibt es allerdings große Kontraste z.B. durch einen Ort oder Personenwechsel und der Zuschauer muss sich Zusammenhänge selbst denken.

Die Kamera folgt der Handlung und deutet das innere Geschehen durch die Einstellungen aus. Blicke, Körpersprache und Gestik werden zum Hauptbestandteil des Bildes. Durch die Köerpersprache wird die Dramaturgie dargestellt, die in dem Film herrscht. Die Wohnung und die Umgebung z.B werden meist grau und trist dargestellt.

Es gibt nur 7 Hauptakteure in dem Film: Swetlana, Mutter, Vater, Artur, Vika, Said und Roman. In fast allen Sequenzen werden nur 2 Akteure gezeigt, damit diese beiden dann in die Aufmerksamkeit rücken. In der mehr als der Hälfte aller Szenen spielt Swetlana die Hauptrolle.Sie wird dargestellt und man sieht wie sie sich verändert. Nur selten werden Personen in Gruppen gezeigt, was die Isolation der Aussiedler unterstreicht. Sie haben nur Kontakt unter sich und vielleicht noch zu anderen Ausländern. Man kann das daran erkennen, dass kaum deutsche gezeigt werden.

Die Zahl der Räume ist genauso reduziert wie die Zahl der Personen. Diese Begrenzung stellt die engeschränkten räumlichen Bezugspunkte der Aussiedler dar(Wohnung, Schule, Wohnheim, Fluss). Die Umgebung zeigt die alten,tristen und düsteren Wohnviertel der Aussiedler. Die arbeitslosen und armen Aussiedler können nich nichts besseres leisten.

Die Musik untermalt bestimmte Stimmungen, Szenen und verschiedene Personen. Es wird allerding nur russische Musik gespielt und das zeigt die Errinnerung und die Sehnsucht nach der Heimat Russland. Die russischen Akteure haben fast alle einen Akzent, wenn sie Deutsch reden. Dies ist ein u.a ein Grund warum sie in der Schule asugelacht werden. Dieser Akzent und auch russische Sätze zeigen, dass die Aussiedler noch nicht so lange in Deutschland wohnen und sich noch nicht integriert haben.



Meinungen

Meiner Meinung nach zeigt dieser Film sehr gut die Probleme von Ausländern in Deutschland. Allerdings hätte das Thema Gewalt mehr angesprochen werden sollen, da es nun mal bei der Aktion 'Kino gegen Gwalt' um Gewalt geht. Außerdem hätte der Film mehr Personen haben können, um es noch realistischer aussehen zu lassen. Trotz dieser kleinen Fehler finde ich, dass der Film sein Ziel erreicht hat, so dass wir es uns jetzt gut vorstellen können, wie schwer das Leben von Ausländern sein kann. Alles in Allem finde ich ihn also gut gelungen.   S.L.

Der Film beschreibt zwar sehr gut die Probleme von Aussiedlern mit der neuen Kultur auf die sie treffen, doch befasst er sich zuwenig mit den Konflikten von Deutschen Schülern mit Russischen Schülern. Der Zuschauer, wenn er nicht selbst Aussiedler ist findet, sich zuwenig in der Handlung wieder. Note: Befriedigend   J.T.

Ich bewerte diesen Film mittelmässig bis schlecht, da ich nicht direkt verstanden habe, was in diesem Film das "KINO gegen Gewalt" war. Das ist eigentlich der Hauptgrund. Darüberhinaus finde ich, dass der Film rein gar nichts aussagt. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich dem Film 3 Punkte geben.   F.H.

Der Film ist im großen und ganzen mittelmäßig. Die Schauspieler waren sehr gut ausgewählt und haben die Rollen gut gespielt. Es kam jedoch nicht zum Ausdruck, was dieser Film mit dem Thema "Kino gegen Gewalt" zu tun hatte. Ebenfalls kam nur ein einziger Kontakt mit einem Deutschem in dem Film vor, und in dieser Szene wurde der Deutsche erpresst und zusammengeschlagen. Ich meine, dass der Film ganz gut gelungen ist. Mich hat jedoch genervt, dass die Integrationsprobleme nicht durch Konflikte mit den anderen Jugendlichen dargestellt wurden. Auch passt der Film nicht ganz zu dem Thema "Kino gegen Gewalt", da fast keine Gewalttaten in dem Film vorhanden waren. Der Film ist aber trotzdem sehenswert. Die anschliessende Diskusion über den Film war nicht das, was die Klassen sich davon erhofft hatten. Da der Raum schnell wieder freiwerden musste für die nächste Gruppe, hatten wir nicht genug Zeit um ausführlich über die einzelnen Meinungen der Schüler zu diskutieren. Die Gruppe war ebenfalls viel zu groß wodurch es im Saal zu unruhig wurde. Es konnten auch nur sechs Schülerinnen und Schüler diskutieren, so dass nicht alle eingeschlossen wurden.   C.D.

Es hat natürlich einen Grund, warum Schüler diesen Film innerhalb der Schulzeit zusammen angucken. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Institutionen und des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Schüler sollen sich in die Situationen von Spätaussiedlern und deren Problemen hineinversetzen und sie verstehen. Über die Aktion hinaus finden in den Klassen Nachbesprechungen und Disskussionen zum Thema statt. Svetlana ist natürlich kein normaler Film und nicht zur Unterhaltung der Zuschauer gemacht. Vielmehr soll er zun Nachdenken anregen, was zu Folge hat, dass er nicht besonders interessant ist. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass es sich um eine Low-Budget Produktion handelt. Alles in allem kommt er seiner Funktion trotzdem doch recht nahe und der Unterhaltungswert ist dabei nebensächlich.   T.H.

Also, mir persönlich brachte der Film rein gar nichts, da ich weder vor noch nach ihm meine Einstellung gegenüber Aussiedlern geändert habe. Ich kann Swetlanas Gefühle zwar nachvollziehen, bin aber mehr der Meinung ihrer Eltern. Doch habe ich auch großes Verständnis für ihr Heimweh. Wenn man plötzlich aus seiner gewohnten Umgebung "gerissen" und an einen Ort gebracht wird, wo man die Sprache komplett neu erlernen muss, kann man in eine tiefe Depression fallen, die sogenante Heimweh-Depression.   O.B.

Ein insgesamt interessanter Film, allerdings ohne künstlerische Höhepunkte.    H.S.



Diese Seite ist eine Gemeinschaftsarbeit von Olga Bograd, Sebastian Danwerth, Christopher Dierkes, Till Heine, Frederik Heins, Tim Hölscher, Sebastian Loos, Bastian Pöppelmann, Henrike Sondermann, Henning Stickel, Johannes Tönne, David Wiedau. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe der Fotos.


Homepage |  Wegweiser |  Schule |  Stadt & Region |  Unterricht |  Arbeitsgemeinschaften
Latein |  Titanic Projekt |  Alte Laurentianer |  Aktuelles,Infos |  Dateien laden |  Suche