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Gymnasium Laurentianum
[  Die Streitschlichter  ]



Mit Konflikten und Emotionen richtig umgehen

Warendorf. Streitigkeiten und Konflikte unter Schülern kommen tagtäglich in der Schule vor und lassen sich kaum vermeiden. "Dies ist grundsätzlich nicht weiter beunruhigend, wenn sie unter Vermeidung von Gewalt und Aggressionen ausgetragen werden," so Marlies Ermer, Schulleiterin am Gymnasium Laurentianum. Genau diese Voraussetzung als Basis angemessener zwischenmenschlicher Interaktionen erfüllten jedoch zahlreiche Schüler nicht mehr. "Viele Schüler neigen zu jähzornigen und brutalen Reaktionen, da sie nicht gelernt haben, konstruktiv mit ihren Emotionen und Konflikten umzugehen," so Ermer weiter.

Die Gruppe der Streitschlichter

Um der Problematik der mangelnden Konfliktfähigkeit sowie daraus resultierender zunehmender Gewalt- und Aggressionsbereitschaft unter den Schülern wirksam entgegenzutreten, beschloss das Kollegium des Gymnasium Laurentianum eine Schüler-AG zur kooperativen Streitschlichtung anzubieten. 15 Schüler nutzten dieses Angebot. Heidi Mertens, eine Diplom-Sozialpädagogin, brachte ihnen zwischen Februar und Mai das notwendige Rüstzeug als Streitschlichter bei.

Drei Lehrkräfte haben sich außerdem im vergangenen Jahr an vier Fortbildungstagen zum Thema Streitschlichtung an Schulen weitergebildet und übernehmen nach der ersten Ausbildung durch Heidi Mertens jetzt die weiterführende AG, um die Streitschlichter in ihrem neuen Aufgabenfeld zu unterstützen. Das Gymnasium Laurentianum hat außerdem das schuleigene Streitschlichtungs-Konzept "Wir sind im Gespräch" in ihr Schulprogramm aufgenommen. um den Schülern Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln, mit denen sie eine aktive und verantwortungsbewusste Rolle bei der Lösung von Konflikten und Streitigkeiten in Unterricht und Schulleben übernehmen können.

Schüler sollen durch die Anwendung der Schlichtung umfassende soziale Kompetenz erwerben und befähigt werden, ihre Probleme und Konflikte mit mehr Eigenverantwortlichkeit zu regeln. Die Grundidee der Streitschlichtung ist, dass Streit und Konflikte zum Alltag der Schüler gehören und es nicht in erster Linie darum geht, Streit zu vermeiden, sondern ihn im gegenseitigen Kompromiss so auszutragen, dass ein friedlicher Umgang untereinander möglich ist.

Streitschlichterschulung

Maßgeblich ist dabei die "Mediation"‚ das heißt die Vermittlung zwischen Konfliktparteien durch unparteiische Dritte, die "Streitschlichter", die von allen Seiten akzeptiert werden. Mit der Schlichter-Schulung haben Lehrer die Möglichkeist, Schüler zu mehr Verantwortung, mehr Selbstbewusstsein und Selbstkontrolle anzuleiten und damit zu einer Stärkung ihrer sozialen Kompetenz beizutragen. Die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte alternativ, also ohne Aggression und Gewalt zu lösen. Gefordert werden insbesondere soziale Schlüsselkompetenzen wie Empathiefähigkeit, Teamfähigkeit, Perspektivenübernahme und Kommunikationskompetenz.

Die Schlichter-Schulung hat das Ziel, in vielfältigen Wahrnehmungsübungen, Gesprächs- und Streitsimulationsübungen, in Reflexionsphasen und Spielsituationen die Fähigkeit der zukünftigen Schlichter-Schüler zu stärken, Konflikte zu durchdenken und gewaltfrei zu lösen.

WN, 6.6.2002

Streitschlichterschulung




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