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Gymnasium Laurentianum
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Auftakt zur bundesweiten Aktion "Jugend recherchiert Umwelt"

Münster. Der Auftakt hatte eine durch und durch westfälische Note: ein herzlicher Empfang mit Bürgermeister Fritz Krüger im Friedenssaal des Rathauses, ein Abendschmaus mit Hochzeitssuppe und Zwiebelfleisch, gefolgt von Stippmilch mit Sauerkirschen und Pumpernickel.

Das bundesweite Projekt "100 Schulen im Dialog - Jugend recherchiert Umwelt" ist eröffnet. Auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des IZOP-Instituts waren gestern und Donnerstag 100 Schulleiter aus ganz Deutschland zu Gast in Münster, um sich über das Projekt und seine Dimensionen zu informieren. Neben dem DBU-Generalsekretär, Fritz Brickwedde, und dem Leiter des IZOP-Instituts, Peter Brand, begrüßte auch Reimar Bage, stellvertretender WN-Chefredakteur, als Sprecher der beteiligten 20 Zeitungsverlage die Pädagogen im Stadtweinhaus.

Mit 2,1 Millonen Euro unterstützt die DBU das Dialogprojekt, das den beteiligten Jugendlichen Umweltthemen näher bringen und gleichzeitig ans Medium Zeitung heranführen möchte. "Emotional bewegt mich besonders der dritte Projektaspekt: junge Menschen aus den alten und neuen Bundesländern zusammenzubringen", kommentierte Brickwedde.

Damit die Schulen durchstarten können, treffen sich alle Projektlehrer nächste Woche in Erfurt. Sie werden die Details der weiteren Organisation der Partnerschaften und den Recherche-Katalog der Bundesstiftung besprechen. Die DBU-Mitarbeiter haben für die Klassen in Ost und West einen dicken Ordner erarbeitet - voll mit Themen, die die jungen Leute für die Leser ihrer Tageszeitungen aufarbeiten können. Das wird verbunden mit einer Fahrt zur Partnerschule: Denn dort gehen die Pennäler mit Kamera und Block auf Recherche.




Ribnitz-Damgarten Die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler im Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten.


Die Schulleiterinnen und die Projektbetreuer, von links: Ermer, Schermuck, Pfüller, Röer. Ribnitz-Damgarten



Recherche mit Herz

Erfurt/Warendorf. Gerhard Herz ist kein Freund von Bummeltouren. Wenn er Touristen durch seine Heimatstadt Erfurt führt, dann legt er Tempo vor. Nicht, dass die Gäste der thüringschen Landeshauptstadt nicht mithalten könnten. So rasend ist er nun auch nicht unterwegs. Aber um zusätzliche Informationen aufzuschnappen, die der pensionierte Geschichtslehrer en passant zwischen Krämerbrücke und Altstadtgassen über Erfurts berühmte Söhne Adam Riese und Martin Luther fallen lässt, ist Trödeln tabu. Insbesondere dann, wenn die Ausführungen über das mittelalterliche Städtchen später in einen Zeitungsartikel umgesetzt werden sollen.

Beim Auftaktseminar zum bundesweiten Projekt "Jugend recherchiert Umwelt - 100 Schulen im Dialog" in Erfurt, verlangten die Pädagogen ihrer künftigen Schulpartnerschaft einiges ab. Denn nachdem sich die Paare - jede westdeutsche Schule kooperiert für drei Jahre mit einer Schule in den neuen Bundesländern - beschnuppert hatten und Bedingungen des Projektes aufgenommen waren, stand für die Lehrer ein gemeinsamer Sprung ins kalte Wasser an. Sie sollten am eigenen Leib erfahren, was es heißt, aus einer Fülle von Eindrücken und Informationen eine Reportage zu verfassen. Denn das macht das Projekt, das von der deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert und dem Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP) pädagogisch begleitet wird, aus: Jugendliche recherchieren Umweltthemen und schreiben darüber in Partnerzeitungen wie den WN.

Folglich machten sich die Schulvertreter mit Kugelschreiber und Notizblock auf die Socken. Für das Münsterland tauchten Christoph Lammen (Schillergymnasium Münster), Hermann Röer (Gymnasium Laurentianum, Warendorf) Fosel Timmermann (Realschule im Kreuzviertel, Münster) sowie Margrit Grosche (Werner-von-Siemens-Gymnasium, Gronau) mit dem "herzigen" Stadtführer in Erfurts Geschichte ein. Mit dabei waren natürlich auch die Kollegen der Partnerschulen aus Mecklenburg-Vorpommern und zwei "Profis" - Vertreter der beteiligten Projektzeitungen.

"Puh, ganz schön schwer, die Informationen sinvoll zu sortieren", seufzte so mancher Lehrer nach eineinhalb Stunden Stadtrundgang durch mittelalterliche Gässchen. Aller Anfang ist schwer. Das stellten die Reporter auf Zeit anschließend fest. Wie nur einen Artikel so fesselnd starten, dass die Leser überhaupt einsteigen? Bloß nicht chronologisch schreiben - Redakteure haben gut reden... Hier wurde gestrichen, dort radiert und neu formuliert. So manche Nachtruhe war hin, als den Lehrern zum guten Schluss die Hausaufgabe verordnet wurde: 50 Zeilen Text bis zum Frühstück.

Die Ergebnisse ließen sich übrigens allesamt sehen. Abgesehen von Tipps fürs Schreiben und dem Verständnis, dass Textarbeit nicht so einfach ist, wie sie ausschaut, hat die Übung den Projektlehrern auch gezeigt: Eine Recherche mit Herz ist eine gute Recherche.

Doerthe Rayen, WN 19.1. und 26.1.2002




Ribnitz-Damgarten Der Recherchetag bei der WÖDA Agrar GmbH in Wöppkendorf.


  Ribnitz-Damgarten



Landwirtschaft unter der Lupe

Ribnitz-Damgarten. Hartnäckig halten sich die Vorurteile zwischen Ost und West. "Um sich näher kennen zu lernen, ist es das Beste, sich persönlich zu treffen", kommentierte Sigrid Schermuk, Leiterin des Richard-Wossidlo-Gymnasiums, das seit Februar laufende Projekt "100 Schulen im Dialog". Seit Montag besuchen 24 Schüler und drei Lehrer aus dem nordrhein-westfälischen Warendorf ihre Partnerschule, das Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten. Untergebracht sind die Gäste bei Familien von Schülern der neunten Klasse. Unter dem Motto "Jugend recherchiert Umwelt" - eine Aktion der Deutschen Bundesstiftung Umwelt - nimmt die neunte Klasse aus Warendorf unsere Agrarwirtschaft unter die Lupe. Ziele dieses Projektes sind die Begegnung mit der Partnerschule, das Umweltprojekt und die Aufbereitung für die Zeitung. Hermann Röer, Lehrer in Warendorf, hat großes Interesse an mecklenburg-vorpommernscher Landwirtschaft: "In Westfalen kennen wir nur Familienbetriebe, die Landwirtschaft betreiben. In Mecklenburg-Vorpommern sind es ganz andere Dimensionen." Besonders faszinierend findet er die Arbeit mit den Computern auf dem Feld und im Umgang mit Tieren. In dieser Woche sammelten die Gäste unter anderem Eindrücke in Wöpkendorf. Die zusammengetragenen Fakten wollen die Warendorfer aufarbeiten, damit sie später in ihrer regionalen Zeitung veröffentlicht werden können.

Im Oktober werden die neunten Klassen des Richard-Wossidlo-Gymnasiums nach Warendorf fahren. Maria Krumnow ist schon jetzt gespannt auf die Schule. Ihr Eindruck von den Gästen: "Ich war gespannt, ob die Vorurteile stimmen, die man so hört. Sie haben sich aber nicht bewahrheitet".

(S. Ritter, Ostsee-Zeitung, 14.06.2001)




Ribnitz-Damgarten Der Recherchetag bei der WÖDA Agrar GmbH in Wöppkendorf, hier Dorothea Zywietz aus Ennigerloh im Kuhstall.


Frau Pfüller vom Richard-Wossidlo-Gymnasium und Herr Röer vom Laurentianum. Ribnitz-Damgarten




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