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Gymnasium Laurentianum
[  Besuch in Košice 2004  ]
 




Europa wird größer - Laurentianer dabei

Schon seit 1997 besteht die Schulpartnerschaft des Gymnasium Laurentianum mit zwei Schulen im ostslowakischen Košice, der zweitgrößten Stadt des neuen EU-Mitglieds - mit stabiler Tendenz für die Zukunft. Eine Gruppe von 25 Schülerinnen und Schülern, begleitet von den Lehrkräften Martin Heil, Sandra Otterpohl und Willi Thüß, machte sich erstmals per Bus auf die mehr als 20-stündige Fahrt, ohne Grenzkontrollen, unterbrochen durch eine Blitzbesichtigung der Zipser Burg, einer der größten Burgen Europas, die einstmals das Siedlungsgebiet der Zipser Sachsen bewachte. Nach der Ankunft überfiel die slowakische Gastfreundschaft förmlich die Gruppe. "Ehe man sich versah, saß man schon mit der Gastfamilie bei einem reichhaltigen Abendessen und testete die Verständigung mittels der deutschen Sprache aus. Wenn auch bei Englisch der Kopf geschüttelt wurde, nahm man halt Hände und Füße zu Hilfe", so die ersten Erfahrungen Julia Mehlichs. Die slowakischen Schüler verfügen zumeist über gute Sprachkenntnisse, konnten so als Dolmetscher fungieren. Carina Plugge nahm zu ihrer Überraschung wahr, dass die ganze Gastfamilie Deutsch sprach, stellten sich doch die Familienmitglieder als Angehörige der deutschstämmigen Minderheit heraus.

Laurentianer in Košice

Der Aufenthalt in den Schulen, dem staatlichen Gymnasium Postova und dem kirchlichen Gymnasium des Hl Thomas von Aquin, sowie die Teilnahme am Unterricht bildeten einen Schwerpunkt, ergänzt durch ein wohlorganisiertes Programm mit einer Besichtigung des historischen Stadtkerns, einem Theaterbesuch und mehreren Ausflügen, von denen die Wanderung im "Slowakischen Paradies", einer wildromantischen Mittelgebirgslandschaft, den deutschen Teilnehmern wohl den stärksten Eindruck bereitet hat. Natürlich gehörte auch ein Bummel über die Hlavna, die Haupt- und Prachtstraße der Stadt, zum Reiseerlebnis; die vielen Straßencafes und Geschäfte locken zunehmend deutsche und vor allem ungarische Touristen an. Stand für die Gruppe von Schülern aus den Stufen 10 und 11 das Thema Europa im Vordergrund, verwirklichten die Mitglieder des Schulorchesters erneut ein gemeinsames Projekt mit den Schülern des GTA (s.unten). Die Erwartungen der slowakischen Gastgeber an das neue Europa sind zweigeteilt; während die Älteren sich ein Zurechtkommen mit niedrigen slowakischen Löhnen im teuren Euro-Land nicht vorstellen können, hegen die Schülerinnen und Schüler eher positive Erwartungen, können sie sich doch auf eine hervorragende Ausbildung stützen.

Nach einem intensiven Zusammenleben in oft ganz engen Wohnverhältnissen (Zimmer wurden für die Gäste geräumt.) fiel der Abschied von den Gastfamilien tränenreich aus.

Eine Besonderheit: Bei der Rückkehr vergrößerte sich die Gruppe um einen slowakischen Schüler, der bis zu den Sommerferien eine Klasse 7 des Laurentianums besuchen wird.



Europa - durch Musik verbunden

"Musik verbindet" - so lautete das Motto, unter dem das Orchester des Gymnasium Laurentianum mit den slowakischen Schülern des Aquin-Gymnasiums zwei Konzerte aufführten - das erste am Morgen vor den Schülern, ein weiteres abends für die Öffentlichkeit.

Nach drei gemeinsamen Proben mit dem slowakischen Schulchor und dem deutschen Orchester, das von einigen slowakischen Schülern unterstützt wurde, stand das Programm. Das gemeinsame Projekt beider Schulen war Beethovens neunte Sinfonie "Ode an die Freude", die anlässlich des Beitritts der Slowakei in die EU aufgeführt wurde. Außerdem begleitete das Orchester, geleitet von Sandra Otterpohl, den Chor bei drei weiteren Stücken von Dvorak, Mozart und einem Beispiel aus der slowakischen Chorliedtradition. Unter der Leitung von Martin Heil intonierte das Orchester Vivaldis "Sommer", in dem Stephan Rinschen die Sologeige übernahm.

Musik verbindet

Die slowakischen Schüler des GTA begeisterten ihr Publikum wie im Jahr zuvor in Warendorf mit Volksmusik und schwungvoll dargebotenen Volkstänzen - faszinierend wieder einmal Martin Holy, der die Zuschauer durch sein Spiel auf dem Zimbal begeisterte. Durch die gemeinsamen Proben und Konzerte wurden nicht nur alte Bekanntschaften wieder aufgefrischt und neue geknüpft, sondern auch, wie die slowakischen Schüler sagten, ein kleiner Tropfen Europa geschaffen, aber genau aus solchen Tropfen besteht das Meer. (Anna Maria Dorenberg)






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