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Gymnasium Laurentianum
[  Schülerberichte 2002  ]
 




Hinfahrt nach Košice

25. Mai 2002, 8.30 Uhr, Abfahrt vom Hauptbahnhof Warendorf. Alle stehen am Gleis, warten darauf, dass es endlich los geht. Der Zug trifft ein, jeder packt seine Sachen zusammen und die ca. 30-köpfige Gruppe bewegt sich ächzend ins Abteil. Kurzer Stop in Beelen, um Eva O. auch noch mitzunehmen, dann weiter bis nach Gütersloh. Dort Umstieg in den ICE nach Leipzig, was sehr mühsam war, da man die Celli, Hörner und Bratschen jedes Mal mit großer Anstrengung verstauen musste. Nachdem im Zug etwas Ruhe eingekehrt war, packten die ersten Leute schon ihre Vorräte (Baguettes und Nudelsalat) aus und fingen genüßlich an, diese zu verzehren. Mit Hilfe von Kartenspielen, Rapmusik (die den Lehrern und einigen Schülern nicht gerade zusagte) und jeder Menge Lesestoff verlief die Fahrt relativ ruhig und zügig. Um ca.14 Uhr kamen wir in Leipzig an und mussten mit dem nächsten Zug ca. 1 1/2 Stunden nach Dresden fahren, wovon manche durch große Übermüdung überhaupt nichts mitbekommen haben (ne, Johanna?). Von Dresden aus ging es dann mit einem nicht ganz so komfortablen Zug weiter bis nach Prag. Auf der Strecke wurden wir erstmals vom Grenzschutz kontrolliert, um sicherzustellen, dass wir auch ja keine Schwerverbrecher bei uns hatten. Da dies natürlich nicht der Fall war, ging es munter weiter nach Tschechien. Hier begann der interessante Part der Reise. Raus aus dem uns schon zu genüge bekannten Deutschland, rein in die osteuropäische Fremde, wo wir uns von der Schönheit der Landschaft überzeugen konnten. Weite Felder, große Gebirgsketten und ländlich gelegene Dörfer begleiteten uns auf dem Weg nach Prag.

Endlich dort angekommen, es war bereits 20 Uhr (wir waren nun schon mehr als 12 Stunden unterwegs), begann der aufwendige Einstieg in die Schlafwagen, welche durch Platzmangel zunächst gewöhnungsbedürftig wirkten, wir aber trotzdem zu unserem wohlverdienten Schlaf kamen. Dann begann der Trubel mit den Koffern und Celli. WOHIN DAMIT? Schließlich musste sich alle 6er Gruppen damit abfinden, ein 5 qm großes Cello in ihr 3 qm großes Abteil zu pressen. Aber für unsere Orchesterfreunde machten wir das doch gerne. Nachdem die Betten bezogen, die Koffer verstaut und die letzten Vorräte vertilgt waren, begaben sich alle langsam in ihre Betten, um nach diesem anstrengenden Tag eine Mütze Schlaf zu bekommen. An dieser Stelle denken wir an all jene, die sich dazu bereit erklärten, in den obersten Betten zu nächtigen und aus diesem Grund regelmäßig an Atemnot litten, was dazu führte, dass das Fenster die ganze Nacht aufbleiben musste. Um 3 Uhr in der Nacht kam auch die Letzte endlich in die Kabine und musste feststellen, dass ihr 100 Euro geklaut worden waren. Das führte zu einer Massenhysterie, von der nur Johanna verschont blieb, da sie wie immer tief schlief und sich durch nichts stören lassen wollte ("Macht das Licht aus, ich will schlafen!"). Doch kurze Zeit später musste sie dann doch ihren Schlaf beenden, weil nämlich Grenzbeamten unsere Pässe sehen wollten, als wir die Grenze zur Slowakei überfuhren. Danach konnten wir endlich ungestört bis morgens um 6 Uhr schlafen, mussten dann die Abteile räumen und fuhren um 7.50 Uhr in Košice ein, wo wir von unseren Gastfamilien auf herzlichste Weise empfangen wurden.



Meine Erfahrungen mit der Gastfamilie

Am frühen Sonntagmorgen, nach einer abenteuerlichen Zugfahrt, erreichen 27 übermüdete und doch aufgeregte Schüler der Jahrgangsstufe 11 und des Orchesters des Gymnasium Laurentianum voller Erwartungen den Hauptbahnhof von Košice.

Während sich auf dem Bahnsteig lauter Gastfamilien tummeln, für mich noch alles fremde Gesichter, steigt im Zug die Nervosität an. "Wie wird wohl meine Gastfamilie sein? Wird sie mich freundlich aufnehmen? Was essen Slowaken wohl zu Mittag??".... Tausend Fragen, vielleicht sogar ein bisschen, heute würde ich sagen, unbegründete Angst.

Dann, die Erleichterung, mit einem Lächeln auf den Lippen werde ich von meiner Gastschwester, ein zierliches, hübsches Mädchen, etwa 16 Jahre alt , Zuzana Feherova begrüßt. Ihr erster Satz :" Hey I hate the German language, do you speak English?" Später erklärt sie mir, ihre Einstellung zur deutschen Sprache sei das Resultat aus mühevollem Lernen und doch nur enttäuschenden schulischen Leistungen im Fach Deutsch.

Als nächstes stellt mir Zuzana ihren 27-jährigen Bruder vor, der darauf besteht, meinen Koffer zum Auto zu tragen. Im Auto unterhalte ich mich mit meinem Gastbruder, der wegen seines einjährigen Aupair-Aufenthalts in Deutschland wie auch wegen seines Deutsch-Studiums bemerkenswert gut Deutsch spricht. (mein Glück).

Gleichzeitig kann ich meinen Blick unmöglich von der Fensterscheibe wenden. Obwohl ich mir die Stadt wesentlich verfallener vorgestellt habe, bin ich jedes Mal aufs Neue erleichtert, wenn wir an einem der doch recht hässlichen riesigen Plattenbauten vorbei fahren. Nach einer Viertelstunde Autofahrt erreiche ich das schöne am Rande des Vororts Kavecany gelegene Haus meiner Gastfamilie. Noch draußen werde ich herzlich von meiner Gastmutter in den Arm genommen und begrüßt. Die letzten beiden Familienmitglieder habe ich leider während meines gesamten Aufenthalts nicht kennen lernen können, da Herr Feherova zu dieser Zeit beruflich in den USA unterwegs ist und der zweite Sohn der Familie in Prag studiert.

Meine Gastmutter spricht weder deutsch noch englisch, so dass die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen ihr und mir ziemlich eingeschränkt sind. Trotzdem entwickelt sich ein recht inniges Verhältnis , ihre Gastfreundschaft ist bemerkenswert. Ich werde fürsorglich bemuttert und gut bekocht. Trotzdem ist gerade das slowakische Frühstück ( Heißwurst und Pfannekuchen) für mich etwas gewöhnungsbedürftig.

In meiner Gastfamilie wird vor dem Mittagessen gebetet. Dann beginnt eine ungezwungene Unterhaltung, eine bunte Mischung aus deutschen, englischen und slowakischen Satzteilen (was zu amüsanten Missverständnissen führen kann.) Falls ich dennoch einmal nicht verstanden werde oder etwas nicht verstehe, versuchen wir mit "Händen und Füßen" zu reden; auch dabei kommt es zu witzigen Situationen.

Geschlafen habe ich während des Aufenthalts in einem eigenen Zimmer, dass extra für mich geräumt worden ist. Notwendig ist das eigentlich nicht, wo ich tagsüber, wenn kein offizielles Pogramm vorgegeben ist, immer mit Zuzana was unternommen habe. ( schwimmen, Sommerrodelbahn fahren, Eis essen....) Zeit für mich allein bleibt da erst abends ab 23.00 Uhr, dann bin ich allerdings so müde, dass ich ins Bett falle um für den nächsten Tag fit zu sein.



Die Erfahrungen in der slowakischen Familie

Der Slowakei-Aufenthalt begann damit, dass ich am Sonntagmorgen von meiner Gastfamilie am Bahnhof in Empfang genommen wurde und in die Wohnung, die sich in einer Art Vorstadt befand, gebracht wurde. Dort lernte ich dann auch den Bruder meines Austauschschülers kennen und erhielt ein umfangreiches Frühstück. Den Rest des Morgens verbrachte ich in meinen Zimmer, das eigentlich das Wohnzimmer war, das aber extra für mich in ein Schlafzimmer umgewandelt worden war.

Gegen Mittag lernte ich dann den Freund der Mutter kennen, der zusammen mit der Familie in einer Wohnung wohnte. Das Mittagessen, an dem die gesamte Familie teilnahm, war sehr umfangreich. Es gab Suppe, unterschiedliche Hauptgänge, sowie Kaffe und Kuchen. Nach dem Mittagessen wurden mein Austauschschüler und ich in die Stadt gefahren. Am Abend fuhren wir mit dem Bus wieder nach Hause.

Wie der ersten Tag des Aufenthaltes verliefen alle Tage. Meine Gastfamilie war außergewöhnlich nett, fürsorglich und stets darum bemüht, dass ich genug zu Essen hatte. Ob zu Hause oder auf Ausflügen in Form von Lunchpaketen. Leider war es fast unmöglich, das ganze mir angebotene Essen zu essen. Dies war auch darauf zurückzuführen, dass die Essgewohnheiten etwas anders als in Deutschland waren. So war es sehr ungewohnt für mich, warmes Essen zum Frühstück zu bekommen.

Zudem wurde mir selbst nicht erlaubt, eine Gegenleistung in Form von Tischabdecken oder sonstigen Arbeiten zu leisten, da ich der Gast war. Sogar mein Bett wurde von der Mutter auf- und abgebaut. Außerdem wurden wir während der gesamten Woche in die Stadt gebracht und auch spät Abends wieder abgeholt.

Auffällig war die Begeisterung der gesamten Familie, Deutsch zu lernen, was dazu führte, dass meine Gastfamilie und ich abmachten, dass ich ihnen Deutsch und sie mir Slowakisch beibringen sollte. Ungewöhnlich (auf keinen Fall negativ gemeint) war die Geste, dass ich am Weltkindertag eine riesige Tüte mit Süßigkeiten geschenkt bekam. Eine weitere Tüte von der selben Größe erhielt ich am Tag der Abfahrt, damit ich auch bloß genug zu Essen hätte.

Sehr lange in Erinnerung bleiben wird mir der letzte Nachmittag zusammen mit meiner Gastfamilie. Wir fuhren in eine Art Erholungsgebiet, in dem man angeln, reiten, Tennis spielen, Tiere beobachten konnte und das direkt in freier Natur lag.

Der Abschied von meiner Gastfamilie, eine Woche nach unserer Ankunft war sehr schade und traurig, da ich mich nach einer Woche gerade erst eingelebt hatte und mich an die Familie gewöhnt hatte.



Das Leben in den Familien

26.5.02, 7.30Uhr, kurz vor Košice, langsam spüre ich die Aufregung, die Ungewissheit vor dem was nun auf uns zukommen wird. Gleich werden wir ankommen und in unsere Familien aufgeteilt. Wie wird es sein in diesem Land, von dem ich kaum etwas weiß? Werde ich mich mit Ludo, meinem Austauschpartner verstehen? Ein Jahr ist es schon her, dass die Slowaken uns in Deutschland besucht haben. Der Zug hält, müde stehen wir in Košice am Hauptbahnhof. Überall stehen Menschen, aber woher soll ich wissen zu welcher Familie ich gehöre?

Plötzlich spricht mich eine Frau an und fragt, ob ich Rebecca sei. Ich folgte ihr, Ludos Mutter, und begrüßte seinen Vater sowie seinen besten Freund Joszo. Sie erklärten mir, dass Ludo krank sei und Zuhause auf mich warte. Da Herr und Frau Coma kein Deutsch und kein Englisch sprachen, war Joszo, der fließend Deutsch sprach, mitgekommen. Es war ein ungewohntes Gefühl mit drei vollkommen fremden Menschen in einem fremden Land am Bahnhof zu stehen mit der Gewißheit, dass man nun für eine gute Woche mit diesen Personen leben würde. Sie fragten mich, wie die Fahrt war und ich hatte durch ihr offenes, freundliches Verhalten den Eindruck, dass sie sich wirklich freuten, mich zu sehen.

Danach fuhren wir nach Sena, einem Dorf 20 km außerhalb von Košice, wo die Familie lebte. Es war ein kleines Dorf, nur 8 km von der ungarischen Grenze entfernt. Die Comas besaßen ein großes zweistöckiges Haus mit einem großem Garten, in dem sie auch Gemüse und Obst anbauten. Nun wurde ich erst einmal von Ludo und seinem zwölfjährigen Bruder Matus begrüßt. Die ganze Familie versammelte sich im Wohnzimmer und es wurde mit Sekt auf mein Kommen angestoßen. Das Haus war für dortige Verhältnisse sehr wohlhabend eingerichtet, jedoch vollkommen anders als Häuser in Deutschland. Die Möbel wirkten antiquiert, schwer und dunkel. Mir fiel auf, dass obwohl die Eltern kein Deutsch sprachen, sie viele deutsche Fernsehprogramme empfangen konnten und der Fernseher die ganze Zeit (auch beim Essen etc.) lief.

Nachdem ich meine Gastgeschenke überreicht hatte und wir uns in einem Bildband über das Münsterland Bilder von Warendorf angeschaut hatten, zeigte Ludo mir sein Zimmer, welches mir in der Zeit meines Aufenthaltes zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem ich mich ein wenig von der Fahrt ausgeruht hatte, gab es ein typisch slowakisches Mittagessen, das für mich sehr ungewohnt war, jedoch sehr gut schmeckte. Nach dem Mittagessen ging ich mit Ludos Mutter in den Garten und half ihr Erdbeeren zu pflücken. Mit der Hilfe von Joszo als Übersetzer erzählte ich ihr von Deutschland und von meinem Zuhause. Abschließend zeigten mir meine Gastmutter, Matus und Joszo die ungarische Grenze und fuhren mit mir nach Košice. Dort führten sie mich durch die Stadt und wir gingen Eis essen. Obwohl ich sie erst kaum einen Tag kannte, fühlte ich mich wohl und merkte wie viel Mühe sie sich gaben, damit es mir gut ging.

Am Abend saß ich noch ein bisschen mit der Familie zusammen und wir unterhielten uns über das geplante Programm. Dabei fiel mir auf, dass sie mich eindringlich vor "gipsys" (Zigeunern) warnten und mir wurde bewusst, dass es doch einen großen Unterschied zwischen arm und reich zu geben schien. Da Ludo aufgrund seiner Krankheit am Programm nicht teilnehmen konnte, übergab er mir einen Umschlag mit Geld für den Aufenthalt. Ich habe diesen Umschlag aus Höflichkeit genommen, obwohl ich mir unsicher war, ob ich Geld von einer Familie annehmen sollte, die weniger wohlhabend sind als wir in Deutschland.

Am nächsten Morgen fuhr mich meine Gastmutter nach Košice zum Thomas von Aquin Gymnasium. Während des Programms kam Peter, ein Freund von Ludo und erzählte mir, dass Ludo wegen seiner Krankheit ins Krankenhaus müsste. Da ich nicht wusste warum und wie lange beschloss ich, erst abzuwarten, überlegte aber, wie ich mich nun mit meinen Gasteltern verständigen sollte. Als mein Gastvater mich gegen 22.30 Uhr aus Košice abholte, begleitete Peter, der ebenfalls gut Deutsch konnte, mich zum Auto und besprach mit meinem Gastvater wann ich am nächstem Morgen wieder in Košice sein müsste und übersetze für mich, dass Ludo länger im Krankenhaus bleiben müsse. Am nächstem Morgen brachte mich mein Gastvater zum Gymnasium Postova. Da die Verständigungsprobleme mit der Familie sich doch als schwerer erwiesen und ich durch die Lage des Dorfes von meinen Gasteltern abhängig war, wechselte ich am Dienstag nach Beendigung des Programmes die Familie.

Ich zog in dieselbe Familie wie Eva Ortmann. Dort wurde ich ebenfalls sehr gastfreundlich aufgenommen. Die Familie Feherova wohnte in einem Vorort von Košice, der Kavécany hieß. Mit meiner zweiten Austauschpartnerin Zuzana verstand ich mich sehr gut und es schien auch kein Problem, dass wir nun zu zweit in einer Familie waren. Zuzanas Bruder Marusch, der mit seiner Frau mit im Haus wohnte, hatte eine zeitlang in München gelebt und sprach deshalb sehr gut Deutsch. Unsere Gastmutter konnte kein Deutsch und kein Englisch, wir konnten uns mit ihr aber über Zuzana oder Marusch verständigen. Das Haus war ebenfalls zweistöckig Jedoch im Gegensatz zu dem Haus meiner anderen Familie westlicher eingerichtet, was vielleicht auch dadurch kam, dass Zuzanas Vater in Amerika arbeitet. Das Einleben in der zweiten Gastfamilie fiel mir wesentlich einfacher, sicher auch dadurch, dass wir zu zweit waren und man sich immer noch auf Deutsch besprechen konnte. Die Familie hatte einen großen Garten, in dem Obst und Gemüse angepflanzt wurden, hatte einen Hund und zwei Ziegen.

Gegenüber des Hauses lag eine Sommerrodelbahn, die Zuzana uns zeigte und auf der wir fahren konnten. Morgens wurden wir immer von Zuzana geweckt und mussten entweder mit dem Bus zur Schule fahren oder wir wurden von Marusch mit dem Auto gebracht. Auf einer unserer Busfahrten wurde mir noch einmal die große Kluft zwischen arm und reich bewußt, da mit unserm Bus oft auch die armen Bauern zu ihren Feldern fuhren. Man merkte, wie nah manchmal Menschen am Existenzminimum und in schön eingerichteten Wohnungen und Häusern beisammen leben. Ich hatte das Gefühl, dass besonders Zuzanas Mutter sehr besorgt um uns war und wollte, dass es uns an nichts fehlt. Dies zeigte sich besonders dadurch, dass sie uns immer sehr viel Essen anbot, dass in der Slowakei sehr fettig, sehr üppig, aber auch sehr lecker war. Von dem Aufenthalt in den Familie bzw. in der Slowakei allgemein war ich positiv überrascht, weil ich nicht mit so viel Freundlichkeit und Offenheit der Menschen uns gegenüber gerechnet hatte.



Was wird mir in Erinnerung bleiben?

Als Erstes fällt mir die ehrliche Gastfreundschaft der Slowaken ein; etwas vergleichbares habe ich persönlich noch in keinem Schüleraustausch kennen gelernt. Ich habe zu vielen netten Menschen Kontakte knüpfen können und hoffe, dass davon möglichst viele erhalten bleiben. Weiter werde ich die landschaftliche Schönheit der Slowakei nicht vergessen. Ein Land, dessen Natur noch ziemlich unberührt ist, gibt es in Europa nicht oft. Nicht vergessen sollte man, dass die Slowakei ein ausgesprochen preiswertes Land (zur Freude einiger Schüler kostet ein Pivo (Bier) 0,5l umgerechnet nur 50 Cent ) ist.



Rückfahrt von Košice

2. Juni 2002, 20.20 Uhr, Bahnhof Košice. Nachdem einige Tränen geflossen waren, fuhr der Zug uns nach einer erlebnisreichen Woche wieder nach Hause. An den Schlafwagen hatten wir uns nun gewöhnt, so dass es auch mit dem Abschließen des Abteils keine Probleme mehr gab und wir somit den dreisten Langfingern einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten. (Geld hatten wir eh keines mehr) Dennoch war die Nacht nicht so angenehm, weil die meisten von uns durch die Anwesenheit von fremden, betrunkenen Männern auf den Fluren nicht zur Ruhe kamen. Auch unsere Lehrer waren besorgt, weshalb sie uns auch relativ früh ins Bett schickten und uns ans Herz legten, nicht alleine das Abteil zu verlassen und immer abzuschließen. Dies galt besonders für die Mädchen (die damit sowieso kein Problem hatten, weil sie ja bekanntlich eh immer zu zweit aufs Klo gehen).

Nachdem wir wiederum die Passkontrollen hinter uns gebracht hatten, rüttelten weiterhin fremde Männer an unseren Türen, die uns unseren wohlverdienten Schlaf raubten. Müde, abgekämpft und genervt fuhren wir am nächsten Morgen in den Bahnhof von Prag ein. Dort trafen wir auch unsere lieben Orchesterfreunde wieder und verbrachten zwei Stunden in der wunderschönen Stadt. Danach hieß es erneut: "Es geht weiter!", sogar früher als geplant, weil uns das Reisebüro eine falsche Abfahrtszeit genannt hatte.

Es folgte eine 8-stündige Fahrt nach Hamburg, auf der wir trotz unserer Müdigkeit sehr viel Spaß und Essen hatten (dies verdanken wir unseren lieben Gastmüttern, die uns Essen für mindestens zwei Wochen eingepackt hatten). Auf dieser Fahrt begegneten uns viele skurrile Typen, die dazu beitrugen, dass die Fahrt noch um einiges witziger wurde, als sie ohnehin schon durch die vielen Späße war.

17 Uhr, Ankunft in Hamburg. Die gesamte Mannschaft stürmte in den McDonalds, um den Hunger mit Fritten und Burgern zu stillen. Nach 20 Minuten, Weiterfahrt nach Münster, dort Umstieg in den Bummelzug (na, ja!) nach Warendorf, mit dem wir um 20.50 Uhr ENDLICH dort eintrafen. Dort wurden wir herzlich von unseren Eltern, Geschwistern, Hunden, Freunden und Bekannten empfangen und mussten sofort alles über die erlebnisreiche, interessante und lohnenswerte Fahrt berichten.



Johanna Horstmann, Eva Ortmann, Rebecca Schöne,Laura Tienken, Julia Westhoff



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