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Gymnasium Laurentianum

[  Literaturkurs Thüss, 2004  ]


Geiler Geiz und ganz viel Liebe

Lau-Literaturkurs spielt Molière


Literaturkurs Thüss, 2004, Ensemble 'Der Geizige'

Geiz ist geil!? Mit diesem hochaktuellen Thema beschäftigte sich schon Mitte des 17. Jahrhunderts der französische Komödienschreiber Jean Baptiste Paquelin, besser bekannt als Molière, in seinem berühmten Theaterstück "Der Geizige". Der Literaturkurs der Stufe zwölf des Gymnasium Laurentianum griff das Thema auf und brachte die Komödie auf die Bühne.

In dem Stück geht es um den Geizhals Harpagnon, der sich mit der schönen Marianne verheiraten möchte, die jedoch von dessen Sohn Cleante begehrt wird. Dieser Konflikt führt zu heftigen Streitereien. Des Weiteren verlieben sich Elise, die Tochter des Geizigen und Velère, dessen Verwalter, ineinander, obwohl Elise eigentlich einem Anderen versprochen war.

Zu allem Überfluss wird Harpagnon dann auch noch eine Kassette mit seinem ganzen Geld gestohlen. Das Geld taucht aber wieder auf und am Schluss findet sich für jeden Verliebten und jede Verliebte der passende Partner. Kann Liebe schöner sein?

Die beiden Vorstellungen im "Pädagogischen Zentrum" des Laurentianum versetzten die Zuschauer ins 17. Jahrhundert zurück und wurden vom Publikum abschließend mit großem Applaus bedacht.

Dieser Erfolg bedurfte einer langen Vorarbeit: Schon im November 2003 wurden die Rollen des Stücks unter den Schülern verteilt, damit sie sich mit dem Studium ihres Textes befassen konnten. Zudem musste "Der Geizige" an einigen Stellen gekürzt und an anderen sogar ganz umgeschrieben werden, um das Stück unter den gegebenen Voraussetzungen aufführen zu können.

Doch nach einigen Anlaufschwierigkeiten nahm das Theaterstück langsam Gestalt an: Die Schüler wurden in ihren Rollen immer sicherer, und das, obwohl einige Charaktere aufgrund von Krankheit und Umdisponierungen erneut verteilt werden mussten.

Durch diese Verzögerungen kam die Theatergruppe um Lehrer Willi Thüß, der sich mit viel Einsatz auch in der Freizeit für seine Nachwuchsschauspieler engagierte, einige Wochen vor der Premiere heftig unter Zeitdruck. Deshalb wurden sogar die Projekttage des Laurentianums dazu verwendet, um zusätzliche Probenzeit zu schaffen und endgültige Textsicherheit zu erreichen.

Das gelang den Oberstufenschülern und so sah das Publikum zwei bravouröse Aufführungen, an deren Ende die beide Harpagnons, stellvertretend für den ganzen Literaturkurs, mit einer Flasche Wein ihrem Lehrer Danke sagten für die Mühen, die er sich mit ihnen gemacht hatte.

Selbst die Frage "Ist Geiz geil?" konnte annähernd beantwortet werden.


WN, 22.7.2004


Literaturkurs Thüss, 2004, Moliere: 'Der Geizige'

Literaturkurs Thüss, 2004, Moliere: 'Der Geizige'


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