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Schiffshebewerke

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Wie funktioniert ein Hebewerk ?



Es kann natürlich nicht sein, dass der Trog mit dem Schiff allein durch Motorkraft bewegt wird. Die aufzuwendende Energie für die mehreren 1000 Tonnen Gewicht, die bewegt werden müssen, wäre viel zu groß. Die Hebewerke werden so gebaut, dass entweder Gegengewichte oder Schwimmer die allergrößte Last tragen. Die Hebewerke bei Henrichenburg haben Schwimmer.

Das Gesamtsystem aus Schwimmern, daran befestigtem Trog, Wasser im Trog und eventuell ein Schiff im Trog ist im Gleichgewicht. Es schwimmt auf den Auftriebskörpern (Schwimmern) in entsprechend tiefen wassergefüllten Schächten (Brunnen). Ob ein Schiff im Trog ist oder nicht ist gleichgültig. Ohne Schiff ist entsprechend mehr Wasser im Trog. Das System ist immer im Gleichgewicht. Eine kleine Menge Wasser zusätzlich im Trog bewirkt, dass das ganze System tiefer sinkt. Etwas weniger Wasser lässt das System steigen.

Damit das System gleichmäßig bewegt wird und nicht verkantet, wird es über Spindeln geführt. Dafür wird etwas Motorkraft benötigt. Das ist schon alles.


Hebewerk Rothensee: Führungsspindel   Hebewerk Rothensee: Träger, Schwimmer, Brunnen
Hebewerk Rothensee: Führungsspindel
 
Hebewerk Rothensee: Träger, Schwimmer, Brunnen

Die Konstruktion von Hebewerken ist aufwendiger als die von Schleusen. Der Aufwand relativiert sich, wenn der Höhenunterschied sehr groß ist. Der Vorteil der Hebewerke liegt im Betrieb. Bei einer Schleuse geht immer eine große Menge Wasser verloren, wenn ein Schiff absteigt. In Kanalsystemen muss dann entsprechend viel Wasser irgendwann wieder nachgefüllt werden. Das kann großen Aufwand bedeuten. Beim Hebewerk geht hingegen nur eine sehr geringe Wassermenge verloren.


Skizze Hebewerk Henrichenburg


Die Arbeitsweise eines Schiffshebewerks und die einer Schleuse mit Sparbecken haben wir in einem animierten GIF-Bild dargestellt und mit etwas Text erläutert.




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Hebewerke in Deutschland



Es gibt insgesamt nur sehr wenige Hebewerke. In Deutschland wurden insgesamt acht Hebewerke gebaut und davon sind nur fünf erhalten und nur vier in Betrieb.



  1. Kahnhebehaus Halsbrücke bei FREIBERG in Sachsen
    Betrieb von 1789 bis 1868
    3 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 8 m
     
     
     
  2. Kahnhebehaus Großvoigtsberg bei FREIBERG in Sachsen
    1791, nie fertiggestellt
    Hubhöhe 6 m
     
     
     
  3. Altes Schiffshebewerk HENRICHENBURG bei WALTROP in NRW
    Betrieb von 1899 bis 1970, jetzt Museum
    750 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 13,50 m
    mit Schwimmern

    Hebewerk Henrichenburg

    Trog Henrichenburg
     
     
     
  4. Schiffshebewerk NIEDERFINOW bei EBERSWALDE in Brandenburg
    Betrieb von 1934 bis heute, ein Neubau ist geplant
    1000 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 36 m mit Gegengewichten

    Hebewerk Niederfinow

    Trog Niederfinow
     
     
     
  5. Schiffshebewerk ROTHENSEE bei MAGDEBURG in Sachsen-Anhalt
    Betrieb von 1938 bis heute
    1000 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 18,7 m
    mit Schwimmern

    Hebewerk Rothensee

    Hebewerk Rothensee

    Trog Rothensee
     
     
     
  6. Doppelhebewerk HOHENWARTHE bei MAGDEBURG in Sachsen-Anhalt
    Fertigstellung für 1942 geplant,
    nie fertiggestellt, stattdessen ging 2003 eine neue Doppelschleuse in Betrieb, die Teil des Elbe-Wasserstraßenkreuzes ist. Der Vorhafen dieser Doppelschleuse befindet sich heute dort, wo sich bis vor wenigen Jahren die Bauruine des Hebewerks Hohenwarthe befand. Das Foto zeigt die Buruine etwa im Jahr 1970. Das Foto wurde uns von Herrn Ralf Vorreyer aus Magdeburg eingesandt.

    Bauruine Hebewerk Hohenwarthe 1970
     
     
     
  7. Neues Schiffshebewerk HENRICHENBURG bei WALTROP in NRW
    Betrieb von 1962 bis heute
    1300 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 13,5 m
    mit Schwimmern

    Hebewerk Waltrop/Henrichenburg

    Trog Waltrop
     
     
     
  8. Doppelhebewerk SCHARNEBECK bei LÜNEBURG in Niedersachsen
    Betrieb von 1975 bis heute
    1800 t Tragfähigkeit, Hubhöhe 38 m mit Gegengewichten

    Hebewerk Lüneburg

    Trog Lüneburg
     
     
     



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