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Es kann natürlich nicht sein, dass der Trog mit dem Schiff allein durch Motorkraft bewegt wird. Die aufzuwendende Energie für die mehreren 1000 Tonnen Gewicht, die bewegt werden müssen, wäre viel zu groß. Die Hebewerke werden so gebaut, dass entweder Gegengewichte oder Schwimmer die allergrößte Last tragen. Die Hebewerke bei Henrichenburg haben Schwimmer.
Das Gesamtsystem aus Schwimmern, daran befestigtem Trog, Wasser im Trog und eventuell ein Schiff im Trog ist im Gleichgewicht. Es schwimmt auf den Auftriebskörpern (Schwimmern) in entsprechend tiefen wassergefüllten Schächten (Brunnen). Ob ein Schiff im Trog ist oder nicht ist gleichgültig. Ohne Schiff ist entsprechend mehr Wasser im Trog. Das System ist
immer im Gleichgewicht. Eine kleine Menge Wasser zusätzlich im Trog bewirkt, dass das ganze System tiefer sinkt. Etwas weniger Wasser lässt das System steigen.
Damit das System gleichmäßig bewegt wird und nicht verkantet, wird es über Spindeln geführt. Dafür wird etwas Motorkraft benötigt. Das ist schon alles.
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| Hebewerk Rothensee: Führungsspindel |
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Hebewerk Rothensee: Träger, Schwimmer, Brunnen |
Die Konstruktion von Hebewerken ist aufwendiger als die von Schleusen. Der Aufwand relativiert sich, wenn der Höhenunterschied sehr groß ist. Der Vorteil der Hebewerke liegt im Betrieb. Bei einer Schleuse geht immer eine große Menge Wasser verloren, wenn ein Schiff absteigt. In Kanalsystemen muss dann entsprechend viel Wasser irgendwann wieder nachgefüllt werden. Das kann großen Aufwand bedeuten. Beim Hebewerk geht hingegen nur eine sehr geringe Wassermenge verloren.

Die Arbeitsweise eines Schiffshebewerks und die einer Schleuse mit Sparbecken haben wir in einem animierten GIF-Bild dargestellt und mit etwas Text erläutert.
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