Herr Zwicker von der Flugwetterwarte am FMO zeigt den Sextanern vom Lau das Messfeld.
Besuch der Flugwetterwarte am
Flughafen Münster-Osnabrück
Am 18.Mai 2005 fuhren die Schülerinnen und Schüler zweier Klassen 5 mit
ihren Lehrern Michael Sternberg und Alwin Frerich zur Flugwetterwarte des
Flughafens Münster-Osnabrück, um das im gemeinsamen Projekt der Fächer
"Erdkunde" und "Naturwissenschaft" zum Thema "Wetter und Klima" erlernte
Wissen in seiner konkreten Anwendung zu erleben. Empfangen wurden sie vom
Leiter der Flugwetterwarte Heinz Peter Zwicker, der zusammen mit seiner
Mitarbeiterin Sandra Fabig die beiden Schülergruppen in die Geheimnisse der
Flugwetterbeobachtung einwies.
Besonders beeindruckend war die gute Sicht
vom Landebahnbeobachtungshaus auf die Start- und Landebahn. Immer wenn
Flugzeuge zur Landung einschwebten oder starteten, mussten die beiden
Wetterexperten ihre Ausführungen unterbrechen, so fasziniert waren die
Schülerinnen und Schüler von der Nähe zu den Maschinen. Erläutert wurden
gerade die im Hinblick auf den Flugverkehr wichtigen Wetterelemente
Bewölkung, Sicht am Boden, Lufttemperatur, Luftdruck, Windrichtung
und -stärke. Der Pilot, so erklärte Heinz Peter Stricker schmunzelnd, stelle
seinen Höhenmesser auf den am Boden gemessenen Luftdruck ein. Wenn dieser
Wert nicht korrekt durchgegeben werde, lande er eben unter der Grasnarbe.
Das sei aber am FMO noch nicht vorgekommen.
Auf dem Messfeld vor dem
Beobachtungshaus wurde den Schülerinnen und Schülern anschaulich die
Entwicklung der Messtechnik demonstriert. Mussten die Metereologen vor
wenigen Jahren noch täglich in Wind und Wetter Regenmesser,
Temperaturschreiber, Hygro- und Barometer ablesen, so erledigen dies heute
elektronische Geräte, die ihre Messergebnisse sogleich an die zahlreichen
Computer im Beobachtungshaus übermitteln. Die Entwicklung sei atemberaubend,
so Zwicker. Mittlerweile würden die Piloten selbst dazu übergehen, sich
durch sogenanntes "Briefing" die notwendigen Wetterdaten selbst per Internet
zu beschaffen. Dies würde zwangsläufig bei zunehmender Automatisierung der
Datenermittlung zum Abbau von Arbeitsplätzen bei den Wetterfröschen führen.
Besonders gefragt sei aber ihre Tätigkeit, wenn es um die Erstellung von
Gutachten z.B. für Versicherungen oder Privatleute gehe. Wenn es nach
Auskunft des Deutschen Wetterdienstes an einem bestimmten Tag nachweislich
Windstärke 8 oder starken Hagelschlag gab, so werde der Sturm- oder
Hagelschaden bezahlt.
Mit einer Besichtigung der Terminals I und II ging es
über die Besucherterrasse zurück zum Bus, der die Ausflügler am Boden bei
guter Sicht und ohne Turbulenzen nach Warendorf zurückbrachte.