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Gymnasium Laurentianum
[  Referat: Karl Weierstraß  ]



Der Mathematiker Karl Weierstraß

von Peter Woste
Quelle: www.wias-berlin.de

Weistraß Karl Weierstraß (1815- 1897) ist den meisten Mathematikern vor allem dafür bekannt, dass er mit allen Konsequenzen die exakte Grundlegung der Analysis durchgeführt hat. Geradezu sprichwörtlich wurde die Weierstraßsche Strenge. Heute begegnet jedem Studierenden der Mathematiker Weierstraß schon in den ersten Semestern, etwa beim Satz von Bolzano-Weierstraß, beim Weierstraßschen Konvergenzkriterium oder dem Weierstraßschen Summensatz.

Weierstraß hatte erst mit 41 Jahren die akademische Laufbahn begonnen. 1854 erschien im Crelleschen Journal ein Übersichtsartikel über Ergebnisse zur Theorie der Abelschen Funktion, die der Lehrer Weierstraß fernab von den Zentren der mathematischen Forschung in Abgeschiedenheit gefunden hatte. Schlagartig ist sein Name bekannt. Die exakte Begründung und die Entwicklung einer Theorie der Abelschen Funktionen standen ein Leben lang im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Werkes von Weierstraß. Seine erste Arbeit zu diesem Thema hatte er bereits 1849 auf den Markt gebracht, allerdings an so entlegenden Stellen, dass sie von den Mathematikern unbeachtet blieben.

 Weierstraß schon etwas älter 1856 kam Weierstraß nach Berlin. In den Folgejahren stieg er zu einer der ersten Autoritäten in der mathematischen Welt auf. Charles Hermite bezeichnete ihn als unser aller Meister. Zusammen mit den seinen beiden Berliner Kollegen Ernst Kummer und Leopold Kornecker begründete er den Ruf Berlins als Zentrum der Mathematik. Studenten und bereits ausgebildete Mathematiker kamen nach Berlin, um Vorlesungen bei Weierstraß zu hören. Was hier geboten wurde, war oftmals noch nirgends gedruckt. Hier empfinden sie Anregungen für ihre eigene wissenschaftliche Arbeit und trugen ihrerseits zur Verbreitung der Weierstraß Mathematik bei. Es gab Vorlesungen von Weierstraß mit mehr als 250 Hörern. Manche späteren Universitätsprofessoren finden wir unter seinen Hörern und Schülern, wie Georg Cantor, Georg Frobenius, und viele mehr. Besonders zu erwähnen ist Sofia Wassilewna Kowalewskaja, die im Herbst 1870 nach Berlin kam und der man den Zutritt zu den Universitätsvorlesungen verwehrte. Daraufhin bekam sie bis zu ihrer Abreise nach Russland (1874) Privatunterricht von Weierstraß.

Zu Ehren Weierstraß wurde in den 90der Jahren eine Auszeichnung des Mathematik-Informatik Fachbereiches ins Leben gerufen. der Preis enthält eine Geldprämie von 4000 DM für den Dozenten bzw. die Dozentin und 2000 DM für die Übungsgruppenleiterin bzw. Übungsgruppenleiter. Der Preis wird jährlich im Rahmen der Feier der Diplomübergabe am Ende des jeweiligen Wintersemesters in Berlin überreicht.

Lebenslauf von Karl Weierstraß

Weierstraß in jungen Jahren
  • 1815 31.10. Geburt in Ostenfelde (Westfalen)
  • 1829- 1834 Besuch des Theodorianischen Gymnasium in Paderborn
  • 1838 Lehramtstudium in Münster
  • 1842 Lehrer in Deutsch- Krone (Westpreußen) und in Braunsberg (Ostpreußen)
  • 1854 Ehrenpromotion durch die Universität Königsberg
  • 1856 Lehrer in Berlin Gewerbeinstitut
  • 1856 Okt. Außerordentlicher Professor an der Berliner Universität
  • 1856 Nov. Ordentliches Mitglied der Berliner Akademie
  • 1864 Ordentlicher Professor an der Berliner Universität
  • 1873 Okt.- 1874 Okt. Rektor an der Berliner Universität
  • 1894 Der erste Band von Weierstraß Werken erscheint
  • 1897 19.2. Tod in Berlin


Spuren von Weierstraß in Ostenfelde

Karl Weierstraß Schule in Ostenfelde In Ostenfelde findet man noch viele Hinweise auf Weierstraß. So zum Beispiel die Karl-Weierstraß-Grundschule und das Geburtshaus, in dem jetzt die Familie Knoop wohnt. Wie bei anderen Berühmtheiten, wurde auch hier eine Straße nach Weierstraß benannt. Neben diesen Hinweisen kann man in Ostenfelde auch zwei Gedenktafeln zu Ehren Weierstraß finden: An der hiesigen Grundschule und am Geburtshaus. In einer Umfrage mit der Frage "Was man spontan mit Weierstraß in Ostenfelde verbindet", nannte die Mehrheit die Karl Weierstraß Grundschule und das Haus, in dem der berühmte Mathematiker geboren wurde. Nur wenige nannten den Weierstraß-Weg. Den Jugendlichen aus Ostenfelde ist der Name Weierstraß kaum noch ein Begriff, sie haben zwar mal den Namen gehört, aber wissen nicht, dass er aus Ostenfelde stammt. Den Älteren ist der Name jedoch noch im Gedächtnis geblieben, denn in der Schule wurden sie früher über Weierstraß aufgeklärt. Dass Vielen der Name aber kein Begriff ist, kann darauf zurückzuführen sein, dass Weierstraß schon in jungen Jahren Ostenfelde in Richtung Paderborn verlassen hat.




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