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Gymnasium Laurentianum
[  Referat: Schloss Harkotten  ]
 
 

Doppelschloss Harkotten

von Thomas Böckenholt

Unter den Burgen des Kreises Warendorf nimmt die Doppelburg Harkotten die erste Stelle ein. Von hier aus leiteten nicht nur die Geschicke des Kreises Warendorf, sondern Macht und Ansehen der Burgherren von Harkotten erstreckten sich weit ins osnabrücksche und münstersche Land. Harkotten ist nicht nur die einzige Doppelburg des Kreises, sondern es kann sich auch rühmen, daß hier seit der Gründung im Jahre 1309 die unmittelbaren Nachkommen des Gründers in ununterbrochener Reihenfolge ansässig sind.

Geschichte Harkottens

Der Bau der ersten Burg

Statue

Statue eines ehemaligen Burgherrns
Im Jahr 1250 heiratete Heinrich von Korff die Tochter eines Burgherrn in Füchtorf. Der Sohn Heinrichs erbaute 1309 die Burg Harkotten, da er nur hier aufgrund des Wasserreichtums eine Wasserburg bauen konnte. Einige Jahre später gab dann der Bischof die Erlaubnis eine Kapelle zu errichten. Dass der Geistliche, der auf Harkotten wohnen sollte, die Vorderburg bewohnte, lässt darauf schließen das man aufgrund der vielen Plünderungen zu dieser Zeit eine Vor- und Hauptburg gebaut hatte. Schon bald tat sich die Burg Harkotten mit der in der Nähe liegenden Iburg zusammen und unternahm mit dieser zahlreiche Beutezüge in alle Teile des Landes. So legte die Grundlage zum Ansehen und Reichtum harköttischer Ritter. Durch einige gewonnene Kriege konnte man die Burg weiter ausbauen. Auch bekam er mit der Zeit die absolute Grundherrschaft über Kirchen und Höfe im Kreis Warendorf. Als er dann 1324 starb teilte er seinen Besitz in zwei Teile. Seitdem leben zwei Familien auf Harkotten. Die eine Familie lebt noch heute auf dem Schloss. Dann folgte eine Zeit mit vielen Stürmen auf die Burg, die aber alle abgewehrt wurden. Als das deutsche Reich einige Zeit später zerfiel gewann die Burg noch mehr Macht und war aus Füchtorf nicht mehr wegzudenken.



Die zweite Burg

Als es dem zu der Zeit auf Harkotten regierenden Goswin von Ketteler zu eng und unbequem wurde errichtete er 1755 das Kettelersche Schloss. Dieses wurde dann aber nach einem 7-jährigen Krieg abgebrochen. Später wurde dann das heute noch bestehende Kettelersche Schloss zu Ende gebaut und auch die Familie von Korff ließ ihre Burg renovieren (1806) wobei die Schauseite nach Westen verlegt wurde. Zwischen diesen beiden Burgen befinden sich auch heute noch immer die Wirtschaftsgebäude mit Mühle, Kerker, Gerichtshaus, Gärtnerei und Kapelle. Seitdem diese beiden Burgen bestehen, halfen deren Besitzer den Füchtorfer oft mit bezahlter Arbeit über Hungernöte und schlechte Zeiten hinweg.

Die heutigen Bewohner

Familie von Korff

Die Familie von Korff ist immer noch eine der Nachfahren der früheren Burgbewohner. Nachdem die Burg renoviert wurde zogen die Korffs wieder ein und leben bis heute noch dort. Heutzutage ist es allerdings schwer das Schloss noch aufrechtzuerhalten. Heizkosten und Wasserkosten fallen an, und sind mittlerweile zu hoch um sie zu bezahlen.

Familie von Ketteler
Bis vor ein oder zwei Jahrzehnte war es Tradition der Familie von Ketteler auf der Burg zu leben. Doch da die Kosten für Strom Wasser und Heizung zu hoch waren zog die Familie in ein altes Herrenhaus, das sich ungefähr 1km entfernt befindet. Nachdem die Familie weggezogen war, zog der Designer Dieter Sieger und die beiden Söhne, die ihn unterstüzen, in das Haus ein. Die vielen Räume werden als Lager-oder Werkshallen benutzt.


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