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Gymnasium Laurentianum
[  Schülerreferat: in den USA  ]
 
 

Mein Jahr in den USA

von Florian Tillmann

In meinem 11. Schuljahr im Jahre 1998/99 besuchte ich in den USA eine High School und lebte in einer Gastfamilie um das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein wenig näher kennenzulernen. Ich war abseits der großen Metropolen wie New York, Chicago und LA und zwar in einer kleinen Stadt namens Bunker im mittleren Westen, genauer gesagt in Missouri. Ein schöner Staat, in dem hauptsächlich Wälder und Hügel die Landschaft ausmachen. Die Hauptstadt ist Jefferson City und ich war ca. 2 Stunden Autofahrt entfernt von St. Louis, der größten Stadt Missouris. In meiner Gastfamilie hatte ich noch zwei jüngere Gastgeschwister.

Besonders gespannt war ich natürlich auf die Schule und die Menschen in dem Land weit weg von zu Hause. Der Schulalltag ist anders als hier in Deutschland. So hat man z.B. einen festen Stundenplan, der 7 Stunden täglich und die ganze Woche lang gleich ist. Das heißt Montag hat man die selben Fächer wie an den anderen Tagen der Woche und zwar in der gleichen Reihenfolge. Die Schulstunden gehen über 50 Minuten und es gibt eine zwanzig minütliche Pause zum Lunch also Mittagessen. Zwischen den Stunden selber hat man 5 Minuten Zeit zu den jeweiligen Kursräumen zu gehen. Außerdem hat jeder Schüler einen sog. Locker, ein Schließfach in dem Bücher und Hefte verstaut werden können.

Der Unterricht ist auch anders als ich es in Deutschland gewohnt war. Abgesehen von der Sprache haben die Lehrer dort ein viel persönlicheres Verhältnis zu den Schülern und erzählen viel von sich, was dann natürlich auf die Zeit geht. Auch haben die Lehrer ihre eigenen Klassenräume, die dann auch schon mal mit Familienfotos etc. verschönert sind.

Zu der Notengebung ist zu sagen, dass praktisch keine mündliche Mitarbeit zählt, aber dafür viel mehr Tests geschrieben werden und deren Ergebnisse dann in Prozent ausgedrückt werden. Die Noten sehen so aus:
      A (90-100%)
      B (80-89%)
      C (70-79%)
      D (60-69%)
      F (-59)
Vierteljärlich erhält man dann eine sog. Report Card, wo die Noten dann ausgedruckt sind.

Sporthalle der Highschool

Abseits vom Lernen dient die Schule in Amerika aber auch in großem Maße dem Sport, was man an dem Angebot an Sportmöglichkeiten nach dem Unterricht erkennen kann. Ich selbst habe in der Herbstsaison Baseball gespielt dann im Winter Basketball und im Frühling dann wieder Baseball. Auf unserer Schule gab es leider nicht die Möglichkeit American Football zu spielen. Die Mädchen können anstelle von Baseball, Volleyball spielen und zusätzlich zu Basketball auch noch Cheerleaden.

Auch bietet die Schule Fahrten an, die man dann mit Klassenkameraden unternehmen kann. Z.B. war ich im St. Louis Zoo, im Science Center, im Vergnügungspark Six Flags oder auch mal im Kino. Die Krönung jedoch war mein Senior Trip auf die Bahamas auf einer großen Kreuzfahrt von Florida aus. Da ich in der 12. Stufe war, was gleichzeitig die Abschlussklasse ist, hatte ich die Möglichkeit diese tolle Erfahrung zu machen. Was auch sehr viel Spass gemacht hat, war meine Senior Prom, ein Abschlussball, wo nur 11. und 12. Klässler zugelassen waren und wo eine Tuxedo (ähnlich wie Frack) Pflicht besteht, und die Mädchen sich sehr aufwedige Kleider kaufen, wohingegen ich mir einen Tuxedo einfach leihen konnte.

Was die USA aber so interessant macht, sind natürlich auch die kleinen, aber feinen Unterschiede, deren Anzahl es tausende gibt. Die Tatsache, dass Benzin spottbillig ist und mit 16 Jahren bereits Auto gefahren werden darf, gehört genauso dazu wie die unendlich vielen Fast Food Ketten, die man überall findet und wo die Getränke Nachfüllungen(natürlich mit viel Eis) meistens umsonst sind.


Fastfood Restaurant


Text und Fotos von Florian Tillmann, Jahrgangsstufe 12, 8.2.2000


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