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Fußball - ein Mannschaftssport




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Das Spiel

  • Spielfeld
  • Spielgerät und Ausrüstung
  • Spielzeit
  • Spielregeln
  • Spieltaktik
  • Spieltechnik
  • Spielwertung

Das Spielfeld

Das rechteckige Spielfeld ist zwischen 90 und 120 Meter lang und zwischen 45 und 90 Meter breit. Als Norm hat sich eine Länge von 105 Metern und eine Breite von 70 Metern durchgesetzt. Das Feld wird durch die Mittellinie in zwei Hälften geteilt, es wird begrenzt durch die Torlinien und durch die Seitenlinien. Die zwöf Zentimeter breiten Torlinien und Seitenlinien zählen zum Spielfeld. Im Zentrum des Feldes befindet sich der Mittelkreis mit einem Radius von 9,15 Metern. In dessen Mitte liegt der Anstoßpunkt. In der Mitte der Torlinie sind die beiden Tore aufgebaut; diese sind,von der Innenkante gemessen, 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch. Die weiß lackierten Pfosten und die Querlatte aus Aluminium sind zwölf Zentimeter breit und im Querschnittkreisrund (in früherer Zeit bestanden die Pfosten aus Holz und waren eckig). Das Tor wird nach hinten durch ein Netz abgeschlossen. Unmittelbar vor dem Tor befindet sich der Torraum, der 5,50 × 18,32 Meter misst. Ebenfalls vor dem Tor in einem Abstand von 16,50 Metern von den Pfosten liegt der Torraum (16,50 × 40,32 Meter). In einem Abstand von elf Metern von der Mitte der Torlinie ist der Strafstoßpunkt markiert (Elfmeterpunkt). Vor dem Strafraum liegt ein Teilkreis, der eine Entfernung von 9,15 Metern vom Elfmeterpunkt anzeigt. An den vier Ecken des Spielfeldes befinden sich die Eckfahnen aus Kunststoff. Um die Eckpunkte sind Viertelkreise gezogen mit einem Radius von 91 Zentimetern. Auf Höhe der Mittellinien sind in einem Abstand von einem Meter von den Seitenlinien die beiden Mittelfahnen angebracht.


Spielgerät und Ausrüstung

Das Spielgerät ist ein Lederhohlball mit einer Gummiblase (heutzutage werden Fußbälle in der Regel aus Kunststoff hergestellt). Das Gewicht des Balles beträgt zwischen 396 und 453 Gramm, sein Umfang liegt zwischen 68 und 71 Zentimetern. Zur Ausrüstung gehört die Kleidung der Spieler. Diese tragen ein Trikot und eine kurze Hose, Stutzen und vorschriftsgemäß Schienbeinschützer. Die speziellen Fußballstiefel sind aus Leder, an ihrer Sohle sind auswechselbare Stollen eingeschraubt. Die Stollen haben einen Durchmesser von höchstens 12,7 Millimetern und sind maximal 19 Millimeter lang. Die Mitglieder einer Mannschaft tragen den Farben nach einheitliche Kleidung, die sich deutlich von derjenigen der gegnerischen Mannschaft unterscheiden muss. Der Torhüter trägt in der Regel Handschuhe, seine Kleidung hebt sich farblich von derjenigen der Feldspieler ab. Er trägt ein langärmeliges Trikot mit Ellbogenpolstern. Die Trikots sind mit Rückennummern versehen, neuerdings bei Turnieren und in höheren Ligen auch mit dem Namen des Spielers.


Spielzeit

Ein Fußballspiel besteht aus zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten, die Halbzeitpause dauert 15 Minuten. Der Schiedsrichter hat jedoch das Recht, bei Spielverzögerungen nachspielen zu lassen. Bei Spielen, in denen es einen Sieger geben muss, kommt es bei unentschiedenem Spielstand nach Ablauf der regulären Spielzeit zu einer Verlängerung von zweimal 15 Minuten (mit Seitenwechsel, ohne Pause). Ist das Spiel auch nach Ablauf der Verlängerung nicht entschieden, wird der Sieger durch Elfmeterschießen ermittelt. Eine Neuerung bei manchen internationalen Turnieren (erstmals bei der Europameisterschaft 1996 in England) ist das so genannte „Golden Goal" (im Eishockey „Sudden death" genannt). Bei Anwendung dieser Regel endet ein Spiel in der Verlängerung, nachdem eine Mannschaft das spielentscheidende „Golden Goal" (Tor) erzielt hat. Die gegnerische Mannschaft hat keine Gelegenheit mehr, den Rückstand aufzuholen. Fällt kein Tor in der Verlängerung, entscheidet das Elfmeterschießen über Sieg oder Niederlage.


Spielregeln

Ein Fußballspiel wird von einem Schiedsrichter geleitet. Er überwacht die Einhaltung der Regeln, nimmt die Zeit und notiert besondere Vorkommnisse. Assistiert wird er durch zwei Linienrichter, die ihn unterstützen, aber keine Entscheidungsgewalt besitzen. Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind Tatsachenentscheidungen, d. h., auch Fehlentscheidungen können (in der Regel) nicht angefochten werden. Vor Beginn des Spieles losen die beiden Spielführer der Mannschaften um das Anstoßrecht bzw. um das Recht der Platzwahl. Das Spiel beginnt mit dem Anstoß, der vom Anstoßpunkt im Mittelkreis ausgeführt wird. Auch nachdem ein Tor erzielt wurde, wird der Ball von der Mannschaft mit einem Anstoß wieder ins Spiel gebracht, ausgeführt von der Mannschaft, die den Treffer hinnehmen musste.

Verlässt der Ball in vollem Umfang die Seitenlinie, erhält die Mannschaft einen Einwurf, die den Ball nicht zuletzt berührt hat. Der Einwurf wird an der Stelle der Seitenlinie ausgeführt, an der der Ball das Spielfeld verlassen hat. Um einen korrekten Einwurf auszuführen, muss der einwerfende Spieler mit beiden Beinen hinter oder auf der Linie den Boden berühren, und er muss den Ball von hinten über den Kopf einwerfen. Wenn der Ball die Torlinie in vollem Umfang überschreitet, dann gibt es zwei Fälle zu unterscheiden. Wurde der Ball (aus Sicht der verteidigenden Mannschaft) vom Gegner zuletzt berührt, so gibt es Abstoß, war zuletzt ein Spieler der eigenen Mannschaft am Ball, so kommt es zu einem Eckstoß für die gegnerische Mannschaft. Beim Abstoß wird der Ball auf diejenige Torraumecke gelegt, auf deren Seite er die Torlinie verlassen hat. Der Abstoß darf vom Torhüter oder von einem Feldspieler ausgeführt werden, und der Ball darf erst wieder berührt werden, nachdem er den Strafraum verlassen hat. Während der Abstoß ausgeführt wird, darf sich kein anderer Spieler im Strafraum aufhalten. Aus einem Abstoß kann nicht direkt ein Tor erzielt werden. Beim Eckball bringt die angreifende Mannschaft vom Eckpunkt aus den Ball wieder ins Spiel, der Ball muss innerhalb des markierten Viertelkreises an der Eckfahne liegen. Während der Eckball getreten wird, müssen die Spieler der verteidigenden Mannschaft einen Abstand von mindestens 9,15 Metern einhalten.

Eine besondere Bedeutung kommt im Fußball der Abseitsregel zu. Eine Abseitsstellung liegt vor, wenn im Moment der Ballabgabe ein Spieler der angreifenden Mannschaft in der gegnerischen Hälfte näher zur Torlinie steht als zwei Spieler der verteidigenden Mannschaft. Gleiche Höhe gilt (im Gegensatz zu früheren Jahren) nicht als Abseits. Die Abseitsregel ist außer Kraft gesetzt, wenn der Ball vom Gegner zuletzt berührt wurde und wenn er unmittelbar von einem Eckball, einem Einwurf oder einem Schiedsrichterball kommt. Wird auf Abseits entschieden, erhält die verteidigende Mannschaft einen Freistoß zugesprochen.

Die Spieler dürfen den Ball nicht mit der Hand oder den Armen (bis zur Schulter) berühren. Wird der Ball von einem Spieler absichtlich mit der Hand berührt, erhält die gegnerische Mannschaft einen Freistoß. Wird der Ball von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft innerhalb des Strafraumes mit der Hand berührt, bekommt die gegnerische Mannschaft einen Strafstoß (Elfmeter) zugesprochen. Nur der Torwart darf innerhalb seines Strafraumes den Ball mit der Hand berühren (fangen, fausten, abwehren oder werfen). Außerhalb des Strafraumes gilt auch ein Handspiel des Torhüters als Regelwidrigkeit und wird mit einem Freistoß bestraft.

Als Regelverstoß gilt außerdem Treten, Beinstellen, Halten, Anspringen, Rempeln, Sperren, Schlagen und Stoßen eines gegnerischen Spielers. Derartige „Fouls" werden außerhalb des Strafraumes mit einem Freistoß geahndet, innerhalb des Strafraumes erhält die benachteiligte Mannschaft einen Elfmeter. Sowohl beim Strafstoß als auch beim Freistoß müssen die Spieler der gegnerischen Mannschaft einen Abstand von 9,15 Metern einhalten. Bei absichtlichem Handspiel und bei Fouls verhängt der Schiedsrichter je nach Schwere des Vergehens eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Erhält ein Spieler im Verlauf eines Spieles eine zweite gelbe Karte, bekommt er gleichzeitig auch die rote Karte gezeigt (gelb-rote Karte), und er wird damit des Feldes verwiesen. Bei besonders brutalen Fouls (z. B. von hinten in die Beine des Gegners grätschen oder Foulspiel, wenn ein Angreifer in aussichtsreicher Position allein auf den Torhüter zuläuft) bekommt der Spieler die rote Karte gezeigt und wird des Feldes verwiesen. Spieler, die vom Platz gestellt wurden, dürfen nicht wieder ergänzt werden; durch Feldverweise wird die betroffene Mannschaft durch Dezimierung bestraft. Im Ligabetrieb, bei Turnieren oder bei Pokalwettbewerben werden gelbe Karten summiert, und nach Erreichen einer bestimmten Anzahl von gelben Karten wird derjenige Spieler automatisch bestraft, indem er ein Spiel pausieren muss. Bekommt ein Spieler die rote Karte gezeigt, wird er, je nach Schwere des Vergehens, für mindestens ein Spiel gesperrt. Neben Handspiel und Foulspiel wird auch unsportliches Verhalten, Kritisieren der Entscheidungen des Schiedsrichters sowie Schiedsrichterbeleidigung mit einer gelben oder roten Karte geahndet. Erst in jüngerer Zeit wurde die so genannte Rückpassregel eingeführt, um absichtliche Spielverzögerungen zu unterbinden. Die Rückpassregel besagt, dass der Torhüter den Ball nicht mit der Hand berühren oder aufnehmen darf, wenn er vom eigenen Spieler mit dem Fuß zurückgespielt wurde (Rückspiel mit dem Kopf ist erlaubt). Berührt ein Torwart nach einem Rückpass den Ball mit der Hand, wird ein indirekter Freistoß verhängt. Als Tor gilt, wenn der Ball mit seinem gesamten Umfang innerhalb der Pfosten und der Querlatte die Torlinie überschritten hat und die angreifende Mannschaft dabei keine Regeln verletzt hat (z. B. Handspiel oder Foulspiel). Auch wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft den Ball ins Tor befördert hat, gilt dies als reguläres Tor für die angreifende Mannschaft (Eigentor).


Spieltaktik

Neben körperlicher Fitness und spielerischen Fähigkeiten spielt im Fußball auch die Taktik eine große Rolle. Zur Taktik zählen planmäßiges Ineinandergreifen der Mannschaftsteile, Finessen der Aufstellung und Einteilung der Positionen innerhalb der Mannschaft sowie das wechselweise Umschalten von Verteidigung auf Angriff. Die Spieler einer Mannschaft nehmen unterschiedliche Positionen und Funktionen ein. Die Abwehr setzt sich aus den Positionen Libero, Innenverteidiger (Vorstopper) und linker und rechter Außenverteidiger zusammen. Der Libero nimmt eine Sonderstellung ein; er ist als „freier" Mann nicht mit der Deckung eines bestimmten Gegenspielers betraut, sondern er organisiert die Abwehr, unterstützt seine Nebenleute und blockt ungedeckte gegnerische Angreifer ab. Je nach Spielsituation spielt der Libero hinter der Abwehr oder vor der Abwehr, wobei er auch das Offensivspiel betreiben und sich in den Angriff einschalten kann. Der Vorstopper ist in der Regel ein reiner Defensivspieler, der den gegnerischen Mittelstürmer in Manndeckung nimmt. Der linke und der rechte Außenverteidiger decken die Flanken ab; Außenverteidiger modernen Zuschnitts sind jedoch keine reinen Defensivspieler, sondern sie kurbeln mit Flankenläufen auch den Angriff an und schlagen nach Vorstößen an der Außenbahn auch Flanken in den gegnerischen Strafraum. Die Mittelfeldspieler bilden das Verbindungsglied zwischen Verteidigung und Angriff. Man unterscheidet zwischen defensiven und offensiven Mittelfeldspielern. Defensive Mittelfeldspieler versuchen, den Spielmacher des Gegners auszuschalten, vor der Abwehr den Angriffsfluss des Gegners zu unterbinden und die eigene Mannschaft wieder in Ballbesitz zu bringen. Die offensiven Mittelfeldspieler spielen hinter den Sturmspitzen; sie versuchen, Fernschüsse anzubringen, die Stürmer anzuspielen und in Schussposition zu bringen, dringen aber auch selbst in den Strafraum ein, um Tore zu erzielen. Bei den Stürmern unterscheidet man verschiedene Qualitäten. Er muss sich geschickt freilaufen, sich von seinem Gegenspieler lösen können; er sollte kopfball-, dribbel- und schussstark sein. Eine gute Quote bei der Chancenverwertung zeichnet einen Stürmer aus.
Generell unterscheidet man bei der Mannschaftsaufstellung zwischen mehr defensiv oder mehr offensiv ausgerichteten Formationen. In den Anfangszeiten des Fußballs Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden wesentlich offensivere Spielsysteme bevorzugt. Nach einer Modifizierung der Abseitsregel entstand das so genannte WM-System, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Stürmer kaum in die Verteidigung zurückgingen und die Verteidiger sich selten in das Angriffsspiel einschalteten. So kam den Halbstürmern und den Außenläufern eine wichtige Funktion als Verbinder zwischen Abwehr und Angriff zu. Eine andere Formation ist das 4:2:4-System (vier Verteidiger, zwei Mittelfeldspieler, vier Stürmer), das von der brasilianischen Nationalmannschaft in den fünfziger und zu Beginn der sechziger Jahre praktiziert wurde. Die gängigsten Varianten heutzutage sind: 4-4-2 (vier Abwehr-, vier Mittelfeld- und zwei Angriffsspieler) und 4-3-3 (vier Abwehr-, drei Mittelfeld- und drei Angriffsspieler). Eine taktische Maßnahme, die sich in den letzten Jahren immer stärker durchgesetzt hat, ist das so genannte „Forechecking" oder „Pressing", bei der alle Spieler einer Mannschaft, beginnend mit Stürmern, versuchen, den ballführenden Gegner möglichst früh zu stören. Dieses aggressive Verteidigungsverhalten hat das Ziel, das Angriffsspiel der gegnerischen Mannschaft frühzeitig zu unterbinden und durch frühes Stören möglichst bald wieder in Ballbesitz zu gelangen. Diese Taktik hat den Nachteil, dass Kondition und Kräfte der Spieler übermäßig beansprucht werden.


Spieltechnik

Ein Feldspieler muss im modernen Fußball eine Reihe von Fertigkeiten mitbringen. Dazu zählen: körperliche Voraussetzungen wie Athletik, Kondition und Schnelligkeit; spielerische Fähigkeiten wie Ballannahme (Stoppen), Ballmitnahme, Führen und Treiben des Balles, Dribbeln, Finten und Tricks, Tackling (Ballabnahme), Passspiel, Kopfballspiel, Spiel ohne Ball (Freilaufen) und Schusstechnik; außerdem taktisches Verständnis und Spielwitz. Beim Passspiel unterscheidet man Steilpass, Querpass, Diagonalpass und Flanken. Zu den Schusstechniken gehören Spannstoß (für Pässe und Torschuss), Vollspannstoß (vor allem für Torschüsse), Innenspannstoß (bei Flanken, Freistößen und Eckbällen), Außenspannstoß (für Torschüsse und verdecktes Abspiel) und Spezialtechniken wie Hackentrick, Fallrückzieher und Seitfallzieher. Zu den besonderen Fähigkeiten eines Torhüters zählen Reaktionsschnelligkeit, Techniken wie Fausten, Fangen, Werfen; außerdem Strafraumbeherrschung, geschicktes Herauslaufen und Winkelverkürzen. Seit der Einführung der Rückpassregel sind beim Torwart auch spielerisch-technische Fähigkeiten im Umgang mit dem Ball besonders gefragt.


Spielwertung

Bei großen Turnieren und in Ligen wird ein Sieg mit drei Punkten bewertet, ein Unentschieden zählt einen Punkt, eine Niederlage null Punkte. Die Dreipunkteregel für einen Sieg wurde zuerst in der englischen 1. Division eingeführt. Seit der Saison 1995/96 wurde diese Regel erstmals auch in der deutschen Bundesliga und im Europapokal in der Champions League des Landesmeisterwettbewerbs angewendet, auch bei der Europameisterschaft 1996 in England kam diese Regelung erstmals zur Anwendung. In früheren Jahren zählte ein Sieg zwei Punkte; mit der Einführung der Dreipunkteregel sollte den Mannschaften ein Anreiz gegeben werden, das Offensivspiel zu forcieren. Im Ligabetrieb und in den Punkterunden bei internationalen Wettbewerben und Turnieren ist diejenige Mannschaft Sieger, die am meisten Punkte erzielt. Weisen mehrere Mannschaften in der Tabelle die gleiche Punktzahl auf, entscheidet die Tordifferenz. Ist auch die Tordifferenz gleich, so ist die Anzahl der erzielten Tore ausschlaggebend. Im Europokal, wo der Sieger aus Hin- und Rückspiel ermittelt wird, gilt im K.-o.-System die Regelung, dass bei Toregleichstand die Anzahl der geschossenen Auswärtstore über Sieg oder Niederlage entscheidet. Herrscht auch hier Gleichstand, kommt es nach der regulären Spielzeit des Rückspiels zu einer Verlängerung und eventuell. zum Elfmeterschießen.


 


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Zur Geschichte des Fußballs

Über das Ballspielen mit dem Fuß gibt es verschiedene Überlieferungen. Die ältesten stammen aus dem China des 2. Jahrtausend v. Chr., wo ein Spiel mit dem Namen Ts'uh-küh verbreitet war, das zunächst vor allem bei der Ausbildung der Soldaten verwendet wurde und später auch im Volk Aufnahme fand. Auch aus dem Kulturkreis des antiken Griechenland sind Abbildungen von Ballspielen auf Reliefs und Vasen erhalten, vornehmlich aus Sparta, wo die Körperertüchtigung einen hohen Stellenwert hatte. Bei den Mayas und Azteken in Mittelamerika gab es ein kultisches Steißballspiel, das in mancher Hinsicht mit dem Fußball verglichen werden kann. Im Mittelalter waren in Italien, Frankreich und England mit dem Treibballspiel verwandte Kampfspiele verbreitet. Dabei versuchten die gegnerischen Mannschaften (oft die Bewohner ganzer Ortschaften), einen Ball durch das gegnerische Dorf- oder Stadttor zu treiben, wobei der Ball auch getragen werden durfte. Aus diesen Wettbewerben entwickelten sich Vorformen des heutigen Fußballspieles.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in England verschiedene fußballähnliche Ballspiele, die sich dahingehend unterschieden, ob die Spieler den Ball auch mit der Hand spielen und berühren durften. Daraus entstanden sowohl unser heutiger Fußball als auch Rugby. Aus der Variante, in der das Benutzen der Hände untersagt war, wurde das Fußballspiel. 1857 wurde in Sheffield der erste Fußballverein der Welt ins Leben gerufen. In London wurde am 26. Oktober 1863 in der Freemason's Tavern von Vertretern von Vereinen, Schulen und Universitäten die English Football Association gegründet. Das erste Regelwerk, das 1846 an der Universität Cambridge festgelegt worden war, wurde in den folgenden Jahrzehnten modifiziert. Die Festlegung der Mannschaftsstärke auf elf Spieler beispielsweise erfolgte 1870. Am 30. November 1872 fand in Glasgow das erste Länderspiel zwischen England und Schottland statt.

Der Association Football (kurz Soccer) fand in der Folgezeit auch auf dem europäischen Kontinent Verbreitung. In Deutschland entstand 1878 in Hannover der erste Fußballverein, der erste österreichische Fußballverein war der First Vienna Football Club (FC Vienna). Im Jahr 1900 wurde der Deutsche Fußball-Bund (DFB; Sitz in Frankfurt am Main) aus der Taufe gehoben, mittlerweile der mitgliederstärkste Fußballverband der Welt. 1904 gründete man die Fédération Internationale de Football Association (FIFA; Sitz in Zürich). 1903 wurden erstmals deutsche Meisterschaften ausgetragen; erster Titelträger war der VfB Leipzig durch einen 7:2-Erfolg über den DFC Prag. 1963/64 wurde in der Bundesrepublik Deutschland die Bundesliga als höchste Spielklasse eingeführt und löste damit die fünf Regionalligen ab. Den DFB-Pokal, den deutschen Pokalwettbewerb, gibt es seit 1935 (1935-1943, nach dem 2. Weltkrieg seit 1953).

Seit 1930 finden Weltmeisterschaften statt. Europameisterschaften gibt es seit 1960 (zunächst unter dem Titel Europapokal der Vereinsmannschaften, ab 1968 offiziell Europameisterschaft genannt). Unter dem Dach der Union Européene de Football Association (UEFA; gegründet 1954, Sitz in Bern) wird seit 1955 für Vereinsmannschaften der Europapokal der Landesmeister ausgetragen (siehe Europapokal), an dem die nationalen Titelträger der europäischen UEFA-Mitgliedsländer teilnehmen dürfen. Für die nationalen Pokalsieger gibt es seit 1960 den Europapokal der Pokalsieger. Im UEFA-Pokal starten Spitzenmannschaften der nationalen Ligen, die sich nicht für den Europapokal der Landesmeister bzw. Pokalsieger qualifizieren konnten. Seit 1995 wird der so genannte UI-Cup ausgetragen, in dem sich seit 1996 zusätzlich drei (1995 zwei) Mannschaften für die Teilnahme am UEFA-Cup empfehlen können. Seit 1908 gibt es bei den Männern auch im Rahmen der Olympischen Spiele ein Fußballturnier, seit 1996 auch bei den Frauen. Der Frauenfußball findet seit den achtziger Jahren immer größere Verbreitung: Die erste Europameisterschaft wurde 1984 ausgetragen, die erste Weltmeisterschaft 1991.


 


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Die Fußball-Bundesliga

  • Gründung der Fußball-Bundesliga
  • Auf- und Abstieg
  • Bundesliga Skandal
  • Rekorde
  • Premien
  • Kuriositäten

Gründung der Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga ist die höchste deutsche Spielklasse im Fußball. In dieser Liga wird der Deutsche Meister ermittelt, indem jeder Verein in Hin- und Rückspiel gegen jeden anderen Club antritt. Kontrolliert wird der Spielbetrieb durch den DFB (Deutscher Fußball Bund). Von Beginn der Fußball-Bundesliga (1963/64) bis 1995 erhielt jede Mannschaft für einen Sieg zwei Punkte, für Unentschieden einen Punkt. Seit 1995/96 werden für einen Sieg drei, bei Unentschieden ein Punkt vergeben. Die Mannschaft, die am Ende der Saison die meisten Punkte erzielt hat, ist Deutscher Meister. Bei Punktgleichheit mehrerer Mannschaften entscheidet die Tordifferenz.

Bis 1963 wurde der deutsche Fußballmeister zwischen den besten Mannschaften der fünf obersten Spielklassen (Oberligen) ermittelt. Nach mehreren Gruppenspielen wurde die Deutsche Meisterschaft in einem Finale ausgespielt. Seit 1963 ist die Bundesliga die höchste deutsche Spielklasse. Sie startete mit 16 Vereinen und wurde 1965/66 auf 18 Vereine aufgestockt. 1991/92 wurden zwei Mannschaften der ehemaligen DDR integriert und die Liga vorübergehend auf 20 Teams erweitert. Seit 1992/93 spielen wieder 18 Mannschaften die Meisterschaft aus. Von den 16 Gründungsmitgliedern waren 1995/96 noch vier Mannschaften dabei, die ununterbrochen in der 1. Bundesliga spielten; nach dem Abstieg von Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern 1996 sind es ab der Saison 1996/97 nur noch zwei Teams: der 1. FC Köln und der Hamburger SV.


Auf- und Abstieg

In den ersten Jahren des Bestehens der Liga stiegen die beiden letzten Mannschaften der Tabelle am Saisonende in die nächsttiefere Liga ab. Seit 1974/75 gibt es drei Absteiger. Mit Einführung der einheitlichen 2. Bundesliga 1981/82 spielte der 16. der 1. Bundesliga in so genannten Relegationsspielen gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg. Seit der Saison 1991/92 steigen automatisch drei Vereine ab, und die drei besten Mannschaften der 2. Liga steigen auf.


Bundesliga Skandal

Für die größten Negativschlagzeilen in der Geschichte der Fußball-Bundesliga sorgte der Bestechungsskandal der Saison 1970/71. Er wurde am 6. Juni 1971 aufgedeckt. Horst Gregorio Canellas, Präsident der Offenbacher Kickers, konnte anhand von Tonbandaufzeichnungen beweisen, dass die Ergebnisse von Bundesligaspielen manipuliert waren. Über 50 Spieler, Funktionäre und Trainer wurden bestraft, davon elf Spieler auf Lebenszeit. Erst im Dezember 1976 wurden die Gerichtsverhandlungen abgeschlossen. Folge des Skandals war ein enormer Rückgang der Zuschauerzahlen in den folgenden zwei Jahren.

Rekorde

Rekordtorjäger der Bundesliga ist Gerd Müller mit 365 Toren vor Klaus Fischer (268 Treffer) und Jupp Heynckes (220 Tore). Die meisten Bundesligaspiele bestritt Karl-Heinz Körbel, mit 602 Spielen liegt er vor Manfred Kaltz (581 Spiele) und Klaus Fichtel (552 Spiele). Bayern München erzielte in der Saison 1971/72 101 Tore. Großen Anteil daran hat Gerd Müller, der mit 40 Treffern in dieser Saison Torschützenkönig wurde. Beide Rekorde haben immer noch Bestand. 1977/78 schoss Dieter Müller (1. FC Köln) beim 7:2-Sieg gegen Werder Bremen sechs Treffer, neuer Rekord für die Bundesliga. Der 12:0-Erfolg von Borussia Mönchengladbach über Borussia Dortmund am 29. April 1978 ist der höchste Sieg, der in der Bundesliga je erzielt wurde. In der Saison 1990/91 und 1991/92 wurden jeweils elf Trainer entlassen. 1995/96 kamen die meisten Zuschauer in einer Saison, nämlich 9 296 696, das sind im Durchschnitt 30 385 Zuschauer pro Spiel.


Premieren

1963/64, das Gründungsjahr der Bundesliga, war das Jahr der Premieren. Das erste Tor fiel am 24. August 1963 nach 58 Sekunden durch Timo Konietzka (Meidericher SV) im Spiel gegen Werder Bremen. Den ersten Platzverweis erhielt Helmut Rahn. Am 7. Dezember 1963 erzielte Karl-Heinz Thielen beim 5:1-Sieg des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern alle fünf Tore. Die erste Trainerentlassung traf Herbert Widmayer vom 1. FC Nürnberg. Die ersten Ausschreitungen ereigneten sich 1963 in Köln, als ein Fan dem Linienrichter die Fahnenstange auf den Kopf schlug.


Kuriositäten

1967/68 wurde der 1. FC Nürnberg Deutscher Meister - und stieg im darauf folgenden Jahr in die Regionalliga ab. Am 3. April 1971 brach im Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen der Torpfosten. Herbert Laumen wurde im Tornetz gefangen, Werder Bremen erhielt die Punkte am grünen Tisch. Herzschlagfinale: Vor dem letzten Spieltag der Saison 1991/92 konnten noch drei Vereine Deutscher Meister werden. Vier Minuten vor Spielende erzielte Guido Buchwald den 2:1-Siegtreffer für Stuttgart in Leverkusen. Stefan Böger traf in der letzten Minute zum 2:1 für Rostock und entriss Frankfurt die Meisterschaft. Der VfB Stuttgart wurde aufgrund der besseren Tordifferenz Meister, punktgleich vor Borussia Dortmund.


 


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Der Fußball-Europapokal

Fußball-Europapokal, auch Europacup, im Fußball Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften aus europäischen Ländern (und Israel), deren Verbände der UEFA angehören. Die Sieger einer Runde werden in Hin- und Rückspielen ermittelt. Die UEFA (Union Europèenne de Football Association, Europäischer Fußball-Verband) organisiert die drei verschiedenen Wettbewerbe: Europapokal der Landesmeister, Europapokal der Pokalsieger und UEFA-Pokal. Die Spielpaarungen werden vor jeder Runde ausgelost.


Europapokal der Landesmeister

Der Europapokal der Landesmeister war der erste Europapokal-Wettbewerb, der ausgetragen wurde. Er findet seit 1955/56 jährlich statt. Teilnehmer sind die einzelnen europäischen Landesmeister sowie der Titelverteidiger, nach einer neuen Regelung seit 1997 in manchen Ländern, darunter Deutschland, auch der Vizemeister. Außer beim Finale (nur ein Spiel an neutralem Ort) werden Hin- und Rückspiele ausgetragen. Bis 1991 wurden alle Runden dieses Europacup-Wettbewerbs ausschließlich im K.-o.-System ausgetragen. Ab der Saison 1991/92 wurden nach dem Achtelfinale die verbleibenden Mannschaften in zwei Gruppen (Finalrunden) eingeteilt, die Gruppensieger bestritten das Endspiel. Die Spiele, die in Gruppen ausgetragen werden, bezeichnet man seit 1994 als „Champions League", deren Austragungsmodus 1997 erneut geändert wurde. Nachdem drei Saisonen lang vier Gruppen zu je vier Mannschaften gebildet worden waren, werden seit 1997/98 sechs Gruppen zu je vier Teams gebildet. Manche Vereine werden für die Teilnahme gesetzt, andere Clubs kämpfen um die Teilnahme an den Gruppenspielen. Die sechs Gruppenersten und die zwei besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für das Viertelfinale. Ab dieser Runde wird im K.-o.-System gespielt in Hin- und Rückspielen (außer dem Finale an neutralem Ort).


 


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Text von Tim Hesse aus Klasse 9 B vom 14.11.99




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